Archiv für die Kategorie „Kryptowährungen“

was die blockchain fuer banken bedeutet

Das Harvard Business Review ist ein Manager-Magazin, das zu 100% der Universität Harvard gehört und seit 1922 nur sechs Mal pro Jahr erscheint.

Ein aktueller Online-Artikel der Autoren Joichi Ito, Neha Narula und Robleh Ali von heute hat es schon in der Überschrift in sich. „The Blockchain Will Do to Banks and Law Firms What the Internet Did to Media“: bedeutet eigentlich nichts anderes als die Bitcoin-Technologie wird Banken wie Anwaltsfirmen gleichermaßen meucheln.

Man könnte das so stehen lassen, der Artikel ist gut und auch mächtig. Ein Vergleich sei hier jedoch eingefügt, um den Impact schneller verstehen zu können:

„The “killer app” for the early internet was email; it’s what drove adoption and strengthened the network. Bitcoin is the killer app for the blockchain. Bitcoin drives adoption of its underlying blockchain, and its strong technical community and robust code review process make it the most secure and reliable of the various blockchains. Like email, it’s likely that some form of Bitcoin will persist. But the blockchain will also support a variety of other applications, including smart contracts, asset registries, and many new types of transactions that will go beyond financial and legal uses“

Der Artikel wurde bisher kein einziges Mal kommentiert. Zu frisch oder zu kontrovers? You decide.

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bitcoin-mining, oje?

[Verfasst am 29. September 2016]

Die letzte Runde meines kleinen feinen Bitcoin-Mining-Pools hat 181 Tage gedauert, also fast ein halbes Jahr. Als Auszahlung bekam ich Bitcoins im Wert von ungefähr 5,29€. 50W frisst mein Miner allein, macht ca. 218,4kWh oder 61,15€ bei einem Durchschnitts-Strompreis von 0,28€ pro kWh.

Wie sich unschwer erkennen lässt: so modern und richtungsweisend Bitcoin-Mining auch ist, es ist mega-schwer dieses Hobby finanziell zu rechtfertigen. Sollte der Bitcoin-Preis 2033 nicht bei mindestens dem Zehnfachen liegen wie aktuell 540€/Bitcoin, wird diese Zeit wohl als dümmste meines Lebens durchgehen.

Jetzt mint man aber natürlich nicht nur für sich selbst: theoretisch steht mein Miner im Zimmerchen ja dem kompletten Netzwerk zur Verfügung. Für Transaktionen direkt über mein Gerät bekommt man von den Pools üblicherweise Boni. Nur ging in den drei Jahren, seit ich Bitcoins mine, bisher keine einzige Transaktion über eines meiner Geräte. Ich bekam noch nie Boni. Es stärkt einem aber trotzdem irgendwie den Rücken, diese Hypothese. Am Ende sorgt man ja für die Sicherung der allerersten digitalen Währung der Welt. Richtig!?

Nun, äh. Bitcoins bleiben eben Bitcoins. Faszinierend wird die Geschichte im digitalen Geschichtsbuch haften bleiben, als komplexe mathematische Formel, wahrscheinlich erdacht von einem oder mehreren asiatischen Hackern, die es fertig gebracht hat Geld aus dem Stromnetz zu ziehen zum einen, und zum anderen eine Parallelwährung zu schaffen, die nicht nur anonym, sondern auch dezentral ist und aktuellen Geldwährungen, zumindest zeitlich begrenzt, die Stirn bieten konnte.

Zum Thema Wirtschaft gehört nur leider auch immer Wirtschaftlichkeit. Und, sehen wir es von außen oder versuchen es zumindest: wenn eines Bitcoin nicht war, dann wirtschaftlich. Es ist eines dieser „1st world experiments“, das durch die Decke gegangen ist. So wie GPS. Oder die Atombombe. Oder das Internet selbst. Etwas, was einmal angestoßen nichts und niemand mehr stoppen konnte. Eigentlich auch immer etwas zutiefst Unmenschliches. Ein weiterer Sieg der Künstlichkeit. Ende offen, Ausgang ungewiss.

Nun ja, wenn es uns einmal nicht mehr gibt, das dürfte ja bereits in wenigen Jahrhunderten der Fall sein, wir hatten es wenigstens versucht. Schade nur, dass es niemanden mehr jucken können wird. Und da beißt sich der Hund selbst in den Schwanz seit mindestens 2016 Jahren.

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bitcoins minen? absurd.

Seit Ende November mine ich selbst Bitcoins. Hardwareseitig regeln das diverse USB-ASICs und ein Raspberry Pi, betriebssystemtechnisch von Anfang an minepeon, das auf Arch Linux basiert. Leider ist das minen in der Freizeit mittlerweile absolut absurd geworden.

Die letzte Runde meines Bitcoin-Pools hat über 1483 Stunden gedauert. Das sind

volle. 2. Monate.

Dafür habe ich jüngst 0.00252 Bitcoins gekriegt. W.T.F.

Mir war von vornherein klar, dass ich niemals die Hardwarekosten wieder reinbekomme, ich mache das wirklich nur als Hobby. Und mit insgesamt 7GH/s bin ich jetzt auch nicht die absolute Schürf-Superlative in diesem Bereich. Doch das Ergebnis jetzt, und vor allem wie lange es gedauert hat, bis etwas gefunden wurde, grenzt an Verarsche.

In der Zeit hat sich mein Payout dermaßen verschlechtert, dass ich wahrscheinlich besser bedient gewesen wäre, den Pool mehrfach zu wechseln. Doch sowas weiß natürlich keiner vorher. Ist echt mies. Das macht keinen Spaß mehr.

Überhaupt scheint ja auch hier der Hype ziemlich abgeflaut zu sein. Zum einen das Desaster mit Mt. Gox, das wog schwer, aber ehrlich weiß ich auch nicht, wie man seine Bitcoins bei denen lagern wollen würde. Zum anderen eben das mit den ASICs: Wer viel Geld auf Tasche hat, der kauft sich gleich ein TH/s-Rig, ist doch scheißegal. Und so kleine Sammler wie ich schauen dann eben in die Röhre.

Nun gut. Dass Bitcoins eine Supersache für Digitalien sind ist weiterhin unbestritten. Doch man sollte sich wirklich überlegen, ob es noch Sinn macht selbst zu minen. Jetzt, wo ich _das_ hier mitgekriegt habe, lautet meine Empfehlung:

Let. It. Be.

Seid langweilig, seid unkreativ und tauscht Geld gegen Bitcoins. Habt’s mehr davon. Schade war’s. Mal wieder.

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bitcoins als terroristische bedrohung -.-

Nehmen wir an du arbeitest an einem heißen Thema und willst wissen wie heiß es ist. Das geht dann eine Weile lang gut, bis sich irgendjemand bei dir meldet. In diesem Fall ist es dann von Vorteil, wenn sich das Gegenüber auch zu erkennen gibt.

Nehmen wir an, du arbeitest mit Bitcoins. Spätestens seit Mitte 2013 ist die Kryptowährung heißer Scheiß. Doch ab jetzt ist die Schwelle der anonymen Coolness endgültig vorbei:

„The US Department of Defense is investigating whether Bitcoin and other virtual currencies are a potential terrorist threat.“

OF COURSE!

Der Artikel erschien u.a. hier: „Bitcoin A Terrorist Threat? Counterterrorism Program Names Virtual Currencies As Area Of Interest“, via ibtimes.com.

Wer sich ein wenig mit Spins auskennt, der sollte hellhörig werden. Hier sind auf kompakteste Weise, das ist schon mehr als bedenklich, Schlüsselwörter verbaut worden, die in gefährliche Kombination gebracht wurden:

1) US Department of Defense -> Pentagon
2) Bitcoin
3) Terrorist Threat
4) Counterterrorism Program

Das war klar, dass Bitcoins irgendwann so betrachtet werden, es ist aber mehr als bedenklich, in welcher Intensität dies nun geschieht.

Machen wir uns nichts draus, es war absehbar. Vier Jahre lang ohne jegliche Regulierung sind einfach zu lang. Wo kommen wir auch hin mit dieser Anonymität überall!1 Un-mög-lich!

„Go back to bed, America. Your government is in control again. Watch this, shut up. You are free to do what we tell you! You are free to do what we tell you!“ – Bill Hicks

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enjoy sochi bitcoins!

Man sieht hier ganz gut, dass das mit den Bitcoins bei weitem nicht ausgereift ist:

bitcoin: WTF!?

Hier fand, offensichtlich, eine Manipulation der einmaligen Transaction-ID statt: Es dürften keine verständlichen Wörter wie Sochi und Enjoy darin auftauchen, you know I mean!?

Der Screenshot ist von heute morgen.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Bitcoin-Adresse, auf der diese drei Zahlungen heute morgen bei mir eingingen, öffentlich überhaupt nirgends zugänglich ist.

Diese Transaktionen fanden bei mir in der App Bitcoin Wallet von Andreas Schildbach statt. Und ich bin mir, wenngleich nur vom Gefühl her, sicher, dass der gute Andreas nichts dafür kann.

Am 11. Februar berichtet Silicon Angle von DDoS-Attacken, die mich hier eventuell inzwischen erreicht haben könnten:

„Tx malleability is now used in active broad-based attack against bitcoin network. Funds NOT at risk, but Denial-of-Service in progress“ — AndreasMAntonopoulos (@aantonop) February 11, 2014

Aber eigentlich dürfte mich das nicht betreffen, weil:

„…this “transaction ID malleability attack” does not affect people’s bitcoin wallets or funds.

Aha. Bleibt nun einem selbst überlassen, wie man dies beurteilt. SYSTEM FUCKED?

[Update I, 17.02.14, 11:58]

Diese Zahlungen gehen weiter. Oh my…

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