Archiv für die Kategorie „Virtuelle Realität“

playstation: sony egal ab 2013

Ein Produkt, das es eigentlich nicht geben sollte:

Gaminja P48 Controller

Gaminja P48 Controller

Das ist der Gaminja P48. Made in China. Für 11€ bei Alibaba oder 19€ bei der Bucht erhältlich.

Ich habe ihn zum Ausprobieren gekauft. Für die PS3 bei mir.

Aber was China hier abliefert ist schon dummdreist.

Aussehen. Haptik. LED. Das Teil ist eine 1:1-PS4-Controller-Kopie!

Wäre Sony Nintendo, die hätten das Ding schon längst vom Markt nehmen lassen.

Mei, selbst der Hersteller liefert die eigene Adresse auf der Rückseite im Sticker mit! Shenzen YLW Technology Co. Ltd., Address No 139 Furui Road, Fuhai Street, Bao’an District, Shenzen, China. Kein Scherz!

Was arbeiten die Anwälte in Tokyo eigentlich!? Post aus dem Sony-HQ, die Deppen liefern sogar die Adresse mit!11

Das ist eben genau was wir meinen seit 2013: PlayStation, wie wir es kannten, gibt es nicht mehr.

Gamer oder Technikfreunde, die nicht schon seit den 90ern dabei sind, können das nicht verstehen. Wie auch? Man kann ihnen keinen Vorwurf machen. Sie haben das Wissen nicht, ebenso nicht die Erfahrung.

Wir nicht. Wir zocken seit der ersten Stunde, haben gesehen, wie mehr und mehr es egal war, was die PlayStation anders gemacht hat als alle anderen Spielesysteme. Es ist schwer zu simulieren, auch mit digitalen Games nicht (außer: man kann PS1, PS2, PS3 sich holen und anfangen ein paar Games durchzuspielen, Serien wie „Metal Gear“, „Final Fantasy“ oder „God of War“, auf Originalhardware. Es würde Augen öffnen. Nur macht natürlich niemand).

Wir sehen keine Visionen mehr bei Sony. Keinen Fortschritt. Die PS5 ist identisch mit der PS4. Würde Sony das nicht irgendwann selber dichtmachen mit der PS4, es gäbe kaum Incentives ein Upgrade durchzuführen.

Das ist auch nicht Wahnsinn. Ich denke, es ist einfach Realität. Alles wurde schon ausprobiert, alles wurde schon gemacht. Wir sehen kaum noch neue IPs – und wenn, dann nicht von Sony (oder sie crashen, oder sind Liveservice-Games, oder sind irgendwie anders verkorkst).

Sie glaubten an „PC-ähnliche Hardware“.

An „mehr Indiegames“, die ich aber mir auch für weniger Geld in Steam holen kann.

An „Multiplayer nur gegen Bezahlung“ (ging und geht alles teilweise heute noch kostenlos bei PS3).

An „bessere Controller“ und lassen dann trotzdem bei Foxconn herstellen. Foxconn: die China-Fabrik, wo sich Mitarbeiter vom Dach stürzten, wegen zu harter Arbeitsbedingungen.

Am Ende kommt ein Bastardprodukt wie der Gaminja P48 dabei raus.

Und Sony? Interessiert es nicht. Zumindest nicht mehr.

Vielleicht ist es Zeit für einen PlayStation-Abgesang. War schön mit dir, bis zu dem Sidegrade, damals 2013! Was ein Scheißdreck.

Und unser Held, der „Godfather of Playstation“, Ken Kutaragi, ausgebootet und macht heute in keine Ahnung.

Im Kern war der Abstieg so: PS3 lief kommerziell nicht wie sie soll (PS3 war die letzte richtige PlayStation, Mega-Hardware!) -> Kutaragi schiebt man die Schuld in die Schuhe -> Kutaragi ist weg, PS4 wird ein Sidegrade (maximal) und kein wirkliches Upgrade -> Kommerz, Kommerz, Kommerz -> …und: downhill.

Wer etwas dazu wusste, hat es bereits 2013 gesagt. Online, heute noch recherchierbar. Am Ende ist es schade für echte Gamer und auch die echten PlayStation-Fans, keine Frage. Aber genau die Realität, die unsere abgefuckte Zeitleiste verdient.

P.S.: ich bin zu alt und schon lange keine Zielgruppe mehr. Ignoriert die Zeilen oben einfach. Posers.

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was. erlaube. sony. II

Was ein Armutszeugnis: Alle Playstation-Spiele ab 2028 nur noch per Download.

Ausgerechnet Sony.

Der Konzern, der einen seiner Slogans mal nannte „this is for the players“.

Ja, schade war’s, 2016 ist leider auch schon wieder ewig her.

Also in nicht mal 2 Jahren: bye bye physische Games!

WTF. Seriously.

Ich habe Zahlen rausfinden wollen. ChatGPT meint aktuell nutzen noch 22% physische Games, bereits 78% laden die Games nur noch herunter. 2014 war es noch genau umgekehrt: 77/23. Auch schon wieder ewig her. Die Pandemie hat es dann in die aktuelle Verteilung gedrückt.

Natürlich muss das nicht so bleiben. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Und so finden sich aktuell nicht nur unzählige YouTube-Videos, warum das, was Sony hier macht, für Videogamer absolut nicht gut ist. Es gibt auch schon entsprechende Petitionen, denen man sich anschließen kann:

https://c.org/YD9j8ZW5t4 – „Save physical games“ zum Beispiel, via change.org.

Mitmachen!

Wir als Kundinnen und Kunden haben es selbst in der Hand!

Wir werden den Besitz an den Spielen komplett verlieren, wenn wir das hier nicht mehr drehen. Und ehrlich gesagt bleiben bis 2028 nicht mal mehr 18 Monate Zeit. Let’s go, gamers unite!

[Update I, 06.07.26]

Bereits 100.000 Unterschriften! Weiter so!

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ms teams ist scam pur

Privat nutze ich MS Teams eigentlich fast nicht. Mir stand ein (Zwangs-)Update eben damals kostenlos zur Verfügung, als man in Redmond Skype abgewickelt hat (RIP Skype!). Das habe ich wahrgenommen. Offenbar war das ein Fehler.

An Aktivität kann da von mir in knapp einem Jahr so gut wie nichts angekommen sein. Und dennoch, ich werde bombardiert von Scammern, zieht es euch rein:

Bedenkt man dass im Mai 2025 erst die Skype-Abschaltung war, sind hier in nur 11 Monaten 72+ Scammer reingekommen, die direkt auf die Blockliste gesetzt werden mussten. Jeder manuell.

Was ein Schwachsinn. Was ein unnötiger manueller Aufwand.

Was auffällt: alles Love-Scammer. Entweder gar kein Profilbild oder wenn dann ein weibliches, wahrscheinlich irgendwo geklaut aus (a)sozialen Medienprofilen wie Instagram & Co.

MS Teams – voller Love-Scammer? Habe ich irgendwas nicht mitgekriegt?

Wie gesagt, privat nutze ich das Tool so gut wie nie. Beruflich sieht es schon anders aus, seit der Pandemie hat sich das in den Betrieben verändert: wer MS Office im Einsatz hat, der nutzt meist auch Teams, es ist mittlerweile fast Standard. Traurig aber wahr, nur im Business-Kontext behältst du deine persönlichen Präferenzen lieber für dich. Also geht kein Weg daran vorbei. Die Problematik hier kenne ich von dort auch bisher nicht.

Und ja, ich habe versucht mit ein oder zwei Frauen vor dem Setzen auf die Blockliste dort zu chatten. Wie hoch der Wahrheitsgewalt ist, wenn es dann heißt ich habe zufällig den selben Vornamen wie ihr Onkel, kann sich jeder selbst zusammenreimen. Echt harter Zufall! Schreibe ich an! Ergibt voll Sinn!

Nee, nee. Das Ding hier ist nicht sicher. Ich halte es für private Kommunikation absolut ungeeignet. Unsere Zeiten erfordern mehrere Messenger auf unseren Geräten (Schwachsinn für sich, anderes Thema), aber so wie es dort zugeht, das finde ich anderswo nie. Und ernsthaft, ich hätte auch andere Messenger wie Whatsapp & Co. eher mit solch einer Problematik vermutet. Ich will die auch nicht in Schutz nehmen, ähnlich asoziale Mega-Corporations, die dahinter stehen. Aber das hier gibt es dort eben nicht, also geht!

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ps5: controller-reparatur

Bei mir war mal wieder eine Reparatur für einen PlayStation-Controller fällig:

Wie bei der PS3: habe hier noch den Original-Controller, der bei der Konsole dabei war. Mittlerweile fast 18 Jahre alt: 2 mal Akku erneuern müssen, plus einmal die Dualsticks.

Wie bei der PS4: auch hier Original-Controller der Konsole, neue Dualsticks nach fünf Jahren. Der hat fast 13 Jahre auf dem Buckel heute.

Und nach vier Jahren, plus eins wo es mir egal war (also fünf…) auch bei dem PS5-Controller der Konsole hier: Dualsticks.

Man könnte meinen, das sei irgendwem in Japan mittlerweile aufgefallen, dass es immer das selbe Problem zu sein scheint!? Offenbar nö.

Wie beim PS4-Controller verlor der linke Dualstick die Kappe. Der ist danach nicht mehr zu gebrauchen, das wollte ich hier gar nicht riskieren. Und der rechts hatte sogar den berüchtigten Drift: der kam manchmal einfach nicht mehr in seine Position zurück. Wenn es um dein virtuelles Leben geht absolute Katastrophe.

Ich habe mich dieses Mal für Alu-Sticks entschieden, mal schauen, was die taugen. Kostenpunkt: 7€.

Gebrauchte Controller gehen bei der Bucht für 40-50€ weg, macht eine Ersparnis von: 33-43€.

Arbeitszeit: 20-30 Minuten.

Sieht gut aus, funktioniert. Wieder ein paar Jahre Ruhe. ^

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microslop

Seit dem Wochenende blockiert Micro$oft auf seinen Discord-Servern den Begriff „Microslop“.

Jede Nachricht, die diesen Begiff enthält, wird automatisch wegzensiert und eine Moderations-Warnung bekommt man auch.

Menschen sind Menschen. Die wollen spielen, und so entstand ein interner Wettbewerb, welche Variationen nicht weggeblockt werden. Am Anfang war es „microsl0p“. Dann weitere. Am Ende wurde der komplette Server gesperrt.

Hahaha!

Das sind genau die Geschichten, die Leute wie ich immer hören wollen. 😀

Eben weil wenn die aktiv werden, zumal öffentlich, irgendwas dran ist. Eben weil sie immer rumdrucksen.

Hier geht es gar nicht darum, dass M$ aktiv zensiert, das wäre schon eine Untersuchung wert, würde man demokratische Werte ernst nehmen. Die Redmonder waren schon immer Profis darin rumzudrucksen, sich wegzuducken vor der Wahrheit. Wer weiß wie viele Bugs so gar nicht erst ans Licht kamen, wie viel potenzieller Schaden nie publik wurde. Wenn M$, sogar öffentlich, meint, etwas soll nicht, ist zu 100% irgendwas dran. M$ ist die firmengewordene Parole „bad news are good news“.

So auch bei dem Begriff hier.

Mir gefällt der Begriff. Klar, ich bin halber Linguist. Was mich überrascht ist, dass wir über 40 Jahre gebraucht haben den zu erfinden. M$ ist der größte IT-Slop der Menschheit. Der Software-Zonk, der es irgendwie über unsere aller Computer geschafft hat die Welt zu regieren. Einer der Gründe, weshalb wir heute in so einem Mist stecken. Technologie hätte man auch für die Menschen machen können. Hätte hätte, Fahrradkette.

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linkedin slow scroll

For reasons diametrically to how business operates (no, we don’t have enough time here), the business network LinkedIn implemented a slow scroll feature (I made this feature up. credit me when credit is due) which compared to any other website out there let’s you scroll through less content when using the mouse wheel.

You can’t make this up.

I don’t know for how long but for me it has been a couple of weeks now.

I hate such nonsense.

It’s not how the web works and never did. When even your neighbour’s website about pineapple salad works faster than a multi-billion dollar website. Zeitgeist par excellence.

On Reddit, they shared workarounds. In essence we should add a custom rule to our adblocker uBlock Origin and I can confirm this works:

www.linkedin.com##main:style(font-size: 16px !important;)

Add the rule. Reload your stream, and forget about this bullshit.

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vlc als tv?

Ungetestet, aber gebe ich gerne mal weiter:

Öffentliche Playlisten, z.B. nur Sport: iptv-org.github.io/iptv/
TV (News, Filme, Kids, Musik): github.com/Free-TV/IPTV

VLC öffnen -> Netzwerk Stream -> URL einfügen -> Abspielen

Mit der Playlist-Ansicht kann man die Kanäle wechseln. Ladezeiten von ein paar Sekunden einplanen. Manche Kanäle können blockiert sein, hier ein VPN nutzen.

Hat das schon mal jemand gemacht? Ist das empfehlenswert?

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test: perplexity discover

Ich habe jetzt seit einem halben Jahr Perplexity Discover genutzt, die Nachrichtenzusammenfassung der Antwortmaschine Perplexity.

Zu Beginn wählt man seine bevorzugten Themen aus: Technik und Wissenschaft, „Geschäft“ (soll wohl Finanzen heißen…), Kunst und Kultur, Sport, und Unterhaltung. Anschließend bekommt man bei jedem Aufruf der URL eine Zusammenfassung über aktuelle Nachrichten ähnlich Google News präsentiert.

Erfreulich: die Themen sind brandaktuell, also ich fühle mich abgeholt und auf dem neuesten Stand. Man bekommt den „Buzz“ mit, zumindest zu den Themenbäumen, die man ausgewählt hat, das ist echt gut. Teilweise auch schneller, wie wenn man jetzt einzelne Nachrichtenquellen abklappert.

Auch gut finde ich natürlich die Quellenangaben: deshalb nutzte ich schon gerne Perplexity. Ohne Quellenangaben geht bei mir nichts – da denke ich zu wissenschaftlich. Aus den Fingern saugen kann ich auch, da reichen mir zwei Gläser Wein. Wenn ich aber überprüfen kann, wo was her stammt und das auch aus mehreren guten Quellen gleichzeitig ist, ist mein Vertrauen in die Information höher. So soll das sein.

Weniger erfreulich: schlecht übersetzt. Unsere deutsche Sprache ist leider grauenhaft, teilweise verständlich. Ein sehr gutes Beispiel ist der Themenbaum „Geschäft“. Kann ich mir jetzt nicht herleiten, vielleicht „Business“ im Englischen? Ein Geschäft ist ein Laden in der Stadt; ergibt keinen Sinn hier.

Zieht sich auch durch die Artikel: kommt selten vor, aber manchmal eben Wörter gar nicht übersetzt oder ganze Absätze. Habe ich kein Problem mit als „Sprachgenie“, aber ist eben wenig hilfreich. Ganz selten finden sich auch komplett englische Artikel, da ist nichts zu machen.

Genervt bin ich von dem fehlenden Ausschlussverfahren: nein, ich interessiere mich nicht für „Fortnite“, also Klick auf die drei Punkte und „Nicht mögen“. Tja, ist Perplexity Discover aber egal, kommen weitere News zu „Fortnite“, oft am selben Tag, die Tage darauf auch. Tjop. Ein Ausschlussverfahren wie bei Google News ist nicht. Und das Ding lernt auch nicht (war hier meine Erwartung). Am Ende sind dann viele Artikel auf „Nicht mögen“ und unkenntlich, das sieht aus wie ein Duschvorhang bei mir im Browser. Spätestens am nächsten Tag geht das Spiel wieder von vorne los.

Die Likes (Herzchen-Symbol) werden übrigens auch nicht gespeichert. Erschließt sich der Sinn mir nicht. Will ich den Artikel hinterher wiederfinden, muss ich ihn aufrufen und oben das Lesezeichensymbol klicken. Für was ist das Herzchen hier dann gut?

Ich weiß noch nicht, in welche Richtung das alles geht, aber ich finde „Perplexity Discover“ als Produkt gut, es kostet auch überhaupt nichts, kann man nicht meckern. Erfreulich wären ein paar kleine Zusatzfunktionen für mich, die mir wie oben erwähnt noch fehlen. Es ist eine gute bis sehr gute Ergänzung zu Google News und meinem RSS-Reader. Es taugt noch nicht als Ersatz, aber könnte werden. Was Perplexity schafft: es schafft als Werkzeug Vertrauen. Und das habe ich eben mit den wenigsten Tools, die aktuell sich mit KI bzw. LLMs auseinandersetzen. Für mich ein Killerfeature, ich bin nach 6 Monaten nach wie vor dabei. Will was heißen heutzutage, Trends lösen sich für mich in der Regel schneller auf.

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llm ki opt-in

„More than 20% of YouTube’s feed is now „AI slop,“ report finds. The US ranks third in AI slop consumption and subscribers“

Inhalte erstellt durch KI bzw. LLM sollten immer opt-in sein.

Ich sollte beim ersten Besuch einer Website eine Checkbox bekommen als Besucher, dass es diese Inhalte gibt und ob ich diese sehen will oder nicht.

Es sollte möglich sein Inhalte und Feeds ohne LLM-Inhalte zu sehen.

Sonst wird das nichts mehr mit dem Internet.

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cory weiter dick im geschäft

Früher, als wir Blogger mal „hip“ und „der größte Hit im Web“ waren, gab es alle möglichen Mädels und Jungs, von denen heute nur noch wenige dick im Geschäft sind.

Aus meiner Anfangszeit und auch noch heute positiv in Erinnerung sind z.B. Xeni und Cory vom „Boing Boing Blog“; weiß allerdings auch gar nicht, was aus letzterem geworden ist.

Cory nur letztens so:

https://youtube.com/shorts/9fpsLOe9XTs?si=PU8yxaQFfp0et_2p

Ich kann es leider nicht teilen, weil YT mich „Shorts“ nicht teilen lässt (oder ich weiß nicht, wie das mit „Shorts“ funktioniert, geht mich auch nichts an).

Fazit: er schreibt immer noch Bücher. Er ist immer noch EFF. Und er kritisiert immer noch jeden und alles, was eigentlich in unserer Tech-Welt keinen Platz hat. Und das Großartige dabei, es kann einem passen oder nicht, er hat auch immer damit Recht. Seit mindestens 20 Jahren. Hut ab, Cory! Keep. On. Wenigstens einer heute noch am Rocken wie damals.

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6 7

Frisch aus der Jauchegrube des Web: nach 69 und 420 kommt jetzt 6 7!

Nee, also ich fragte mich, was der Scheiß eigentlich soll und Perplexity meinte, es ist ein Meme.

So weit so gut, aber online wirkt dazu alles wie im Panikmodus. Ich kann das nicht nachvollziehen.

Die Ursprünge dazu liegen im folgenden Musikvideo:

Ich höre Rap seit „It was written“ aus 1996 und textlich gibt das alles von Skrilla nicht viel her.

Was er gut macht, und das muss man ihm anrechnen, ist, die unheimlichen Synthie-Einlagen und der Beat wie vom Friedhof, der dazu noch mächtig schief nebenher läuft, erfüllt seinen Zweck: der Track ist authentisch. Überhaupt wenn ich dann lese, dass er alle seine Tracks nur unter Drogeneinfluss produziert. Genau das macht „Doot Doot (6 7)“ mit einem, wenn man es hört, es nimmt einen mit auf einen seiner (schlechten) Trips. Es ist ein Song von Drogensüchtigen für Drogensüchtige. Mit einem Musikvideo voller Drogenkonsumenten, die er direkt von der Straße nimmt. Wir waren damals als Heranwachsende selbst auf ähnlichen bewusstseinserweiternden Trips. Nur wäre niemand von uns auf die Idee gekommen daraus einen Track zu bauen und den auch noch zu veröffentlichen; im Nachhinein rechne ich das uns als verraffter und viel zu verwöhnter Generation hoch an.

Kids haben schon immer alles dafür getan, Erwachsene zu nerven. Hier stellt sich mir nicht die Frage, ob das zu „brain rot“ führt oder ob man (mal wieder) ein Meme verbieten soll. Mir stellt sich eher die Frage, wie so ein asozialer Musikmüll populär werden kann. So ziemlich alles zu Skrilla stinkt mir viel zu viel nach Jauchegrube. Ich meine das Leben ist hart, klar kannst du mal Lebensphasen haben, wo du unten bist und darüber zu schreiben oder etwas zu produzieren ist auch gut, um da wieder rauszukommen. Neu ist mir, das als Konzept zu nehmen und damit auch noch Geld verdienen zu können. Zeitgeist par excellence für mich und langsam wird auch wieder Zeit dass wir da rauskommen, schon allein kulturell.

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skriptkiddie-skit

Na na na:

le script kid

Wer von euch Skript-Kiddie-Zombies war das!?

Lernt lieber was Richtiges. JavaScript ist eh tot.

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peak 90s?

If you are among those who think „90s were peak“ always remember that:

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historical tech tree

Meine lieben Apple-Jünger und Super-Mario-Zocker, we’ve come a looooong way:

historical tech tree

Der Historical Tech Tree ist ein sehr interessantes Webprojekt von Étienne Fortier-Dubois: https://historicaltechtree.com/.

Es ging los ca. 3,3 Millionen Jahre vor Christus mit dem Stein; da war alles noch unga-bunga für uns. Dann kann man gefühlt beliebig lange nach rechts scrollen… und verliert irgendwann den Überblick.

Anyways, 1948 dann endlich, der erste Computer-Chip:

1948: CPU basierend auf der Von-Neumann-Architektur

Ab da alles nur noch downhill… nee, Spaß.

Vom Stein zur CPU zu „ich verfasse einen Textbeitrag mit integrierten Bildern in einem ätherischen Medium“ – was wohl als nächstes kommt? Sicher ist, Étienne wird das irgendwann oben integriert haben. Guter Mann.

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das selbstbild eines bots

Irgendwann vor Version 5 habe ich ChatGPT gefragt, wie es sich selbst zeichnen würde:

Selbstbild ChatGPT vor Version 5

Den selben Befehl habe ich dann erst vor kurzem nach der Veröffentlichung der Version 5 erneut abgesendet:

Selbstbild ChatGPT nach Version 5

Die Unterschiede, finde ich, sind schon krass.

Zum einen deckt sich das mit dem frühen Feedback der Nutzer:innen zur neuen Version, ChatGPT 5 fühle sich „kalt“ und „unmenschlich“ an. Zum anderen bin ich von Natur aus ein sehr neugieriger Mensch. Daher wollte ich direkt wissen, was der Bot selbst „denkt“, warum es hier diese großen Unterschiede gibt:

Great question! Both drawings are me, but they reflect two different ways of visualizing an AI persona:

The first version (human-like persona)

Looks like a friendly young man with brown hair and a teal sweater.

Designed to be approachable, relatable, and familiar, almost like a helpful colleague or friend.

Human traits make conversations feel warmer and more natural.

The second version (robot/cloud persona)

A robot body with a cloud-shaped head and “AI” circuits on the chest.

Symbolizes the non-human, digital essence of what I actually am.

More abstract and conceptual, reminding you that I live in the cloud and am built from data, not biology.

✨ So, the difference isn’t really a “change in me” but a shift in artistic interpretation:

One leans toward human familiarity.

The other highlights AI identity.

Mit der Version 5, dem neuesten Update seit 2022, hat uns OpenAI also die Möglichkeit genommen, den Bot als „Freund“ zu sehen.

Ergibt zunächst Sinn, denn plötzlich sind da ganze Wikipedia-Einträge zu düsteren mentalen Problemen wie „Chatbot-Psychose“, die wir so nie hatten. Kein Techunternehmen der Welt will mit Selbstmorden der eigenen Nutzer:innen in Verbindung gebracht werden. Zum anderen ist ein Bot eben tatsächlich nur ein Bot. Ein Thema was uns in der IT spätestens seit „Eliza“ beschäftigt; das war 1966. Dass Menschen Programme für menschlich halten ist also kein neues Phänomen, irgendwelche negativen Auswirkungen waren da durchaus zu erwarten. Überhaupt wenn man die Technik selbst nimmt, die in der Form des machine learning und LLMs aktuell nach wie vor höchstens in einer Betaphase läuft. Der Unterschied hier ist: man testet nicht mehr intern, sondern haut die Software einfach im unfertigen Stand raus und sagt „wird schon passen, irgendwie“.

Was auch auffällt ist, dass der Bot bei der Erklärung tatsächlich auch flunkert: nicht einmal 2 Wochen nach Veröffentlichung von Version 5 kam ein Update, was den Bot aufgrund der Nutzerbeschwerden wieder „wärmer und freundlicher“ machen sollte. Die Kälte war also absolut ein „change in me“ und hatte mit „künstlerischer Interpretation“ rein gar nichts zu tun. Die Kunst hier stammte von ChatGPT selbst, vor Version 5 und danach. Und ist ein sehr schönes Dokument, wie ein Bot sein Selbstbild erstellt (wenn es sowas überhaupt gibt). Und auch permanent selbst modifiziert. Egal was wir davon halten. Gesundes Hinterfragen kann da helfen.

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