Archiv für die Kategorie „Gizm{e}os“

scratch your id chip off cause everybody own it

Wir Cyberpunks haben RFID bekämpft und dagegen angeschrieben, seit es das Konzept gibt. Der älteste Beitrag auf gizme{e}o dazu stammt aus 2006, ist inzwischen 11 Jahre alt: https://gizmeo.eu/spychips.com/.

Ähnlich wie in Politik und beim Militär wusste die Industrie also schon sehr früh, dass wir Techs das nicht ab können. Also wurde gegengesteuert. Mit einem Spin, wie zu erwarten war: aus RFID wurde einfach NFC und alles war wieder gut. Ab 2011 war NFC „der neue Shit“ und ein Verkaufsargument für „Highend-Smartphones“. Warum, das konnte man uns natürlich nicht sagen. Weil es einfach nicht geht. Seitdem läuft jeder Hans Nasen mit einem RFID-Chip durch die Gegend, 24 Stunden pro Tag.

Wäre es beim Smartphone wirklich um das Smartphone als neue Technologie gegangen, hätte man eine nagelneue Technik benutzt, die es nur darauf zu finden gibt. Darauf hatten aber weder Apple noch Google Lust, das kostet alles Geld und Zeit. Die Ca$h-Kuh muss gemolken werden und der User gleich mit.

You’ve been chipped, strike #1.

Ähnlich war es auch mit Bluetooth: der Funk-Standard, der, obwohl er in der Praxis nur 10 Meter weit funkt, von Anfang an verbuggt und unsicher war, war der erste Funk auf moderneren Handys, schon lange vor Smartphones. Hier hat man sich gar nicht erst die Mühe gemacht es mit einer neuen Bezeichnung zu versuchen, auch das Logo ist nach wie vor das alte und soll eine Rune darstellen. Auch hier geht das Sammeln der Kritik allein auf gizm{e}o zurück bis ins Jahr 2006: https://gizmeo.eu/computerprobleme-2007/.

Wurde was geändert? Sind die Nutzer kritischer geworden? Die Hersteller? Im Gegenteil: ausschließlich Bluetooth ist dank Apple nun die einzige Möglichkeit unterwegs mit moderneren Smartphones Musik über Kopfhörer zu hören. Die LSD-Designer aus Cupertino waren sogar so dreist und verzichteten komplett auf einen üblichen Klinkenausgang für Kabel-Kopfhörer. Was die Nutzer wollen war da schon völlig egal, Bluetooth war installiert und die Katastrophe gleich mit: erst im September kam „Blueborne“, weshalb man eigentlich gar kein Smartphone ohne mindestens Android 6.x sicher mit dieser Funktion benutzen kann.

You’ve been chipped, strike #2.

GPS anyone? Ein Satellitendienst zur metergenauen Ortung des US-Militärs. Auch heute noch.

You’ve been chipped, strike #3.

Da das alles schon so blendend funktioniert hat und die Industrie von Daten gar nicht genug kriegen kann, schon gar nicht von den persönlichen, kam der nächste Clou: ab 2007 mit dem Toshiba G500, dem ersten Handy mit Fingerabdruck-Sensor. 2013 dann nannte Apple, wahrscheinlich mal wieder komplett auf LSD wie deren toter Jesus Steve Jobs auch immer, das Konzept „Touch ID“ und verkaufte es mit dem iPhone 5S als „th3 sh1t“. Ohne zu erwähnen, dass man von der Technologie keinerlei Plan hatte und sich eine entsprechende Firma ein Jahr zuvor für 365 Millionen US-Dollar dazu kaufen musste. Innovation, my a$$. Und so funktioniert es in Wirklichkeit.

Heute, vier Jahre später, ist ein Fingerabdrucksensor Standard bei Smartphones. Auch hier war nie klar, was es uns bringen soll, da alleine die Mustersperre bereits sehr gute Sicherheit bietet, wenn man nicht völlig zurückgeblieben sie einrichtet. Und, noch viel schlimmer: was passiert mit den ganzen Fingerabdrücken, die Apple und die chinesischen Android-Hardware-Neulinge hier sammeln? Als Entwickler haben wir darauf keinen Zugriff. Dafür der Geheimdienst meines Vertrauens schon.

You’ve been chipped, strike #4.

Es endet hier natürlich nicht. 2015, nur zwei Jahre später, Fujitsu veröffentlicht mit dem ARROWS NX F-04G das erste Smartphone mit Iris-Scanner. Wer sich darauf einen abwichst, nee, es war diesmal nicht Apple, es war schlimmer, aber ebenso klar: Microsoft veröffentlicht noch Ende des selben Jahres das Lumia 950 und Lumia 950 XL mit einem Iris-Scanner zur Benutzer-Authentifikation.

You’ve been chipped, strike #5.

Schon das hier zu schreiben macht mich wütend und ist so massiv falsch in vielerlei Hinsicht.

Jede autoritäre Regierung dieser Welt, jeder Geheimdienst würde sich Bürger wünschen, die freiwillig bereit sind dermaßen viele persönliche und biometrische Merkmale preiszugeben. Unsere Zeit ist aber noch viel kälter und härter: die Menschen zahlen dafür, dass die Unternehmen diese Daten erheben und abspeichern können. Mit Geld. Und was noch viel wertvoller ist: mit ihrer freien Zeit. Ein Fingerabdrucksensor muss Fingerabdrücke abnehmen, bevor er funktioniert, genauso der Iris-Scanner. Ein Bluetooth-Gerät muss „gepaart“ werden mit anderen Geräten, ebenso NFC. Verkauft wird uns das alles als „Innovation“ und es sei zu „unserer Sicherheit“.

In der Realität zahlen wir für diese falsche Sicherheit mit unserer Privatsphäre, unserer Freiheit und unserer biologischen Einzigartigkeit.

In der Realität ist das alles Technik-Schrott viel zu billig produziert von Kinderhänden in China mit Materialien, die dem Planeten bald ausgegangen sein dürften, da wir eine derart kranke Gesellschaft sind, in der man noch funktionierende PCs und Smartphones, die nur zwei oder drei Jahre alt sind, weg wirft.

In der Realität bezahlt man Unsummen an Marketing-Abteilungen und Spin-Doktoren und kreiert sinnlose Memes, dümmste Buzzwörter und betreibt fragwürdige „Social Media Kampagnen“, die nicht einmal den Hauch der Wahrheit verbreiten, zu was a) die Technik überhaupt gut sein soll, b) warum die gerade jetzt auf den Markt kommt und c) das war doch alles schon mal da und wurde von uns abgelehnt, aber Mist, die Hektik der Welt, ich habe doch inzwischen bei diesem Unsinn des Lebens längst vergessen, was letzte Woche war.

You’ve been chipped, strike #6.

Was bleibt? Nichts von Wert. Was kommt? Nur weiterer Schwachsinn: Apple bringt (hört, hört, ein neues, dringend benötigtes Buzzword!) z.B. „Face ID“, quasi das passende Konzept mit Untertitel „Die Iris war nicht genug“. Ab jetzt wird die gesamte Visage erfasst, die Stimmungslage kartografiert und gespeichert, ein von LSD-Skriptkiddies umgesetzter DAU-Algorithmus wandelt diese dann in das entsprechende „Emoji“ um. Serious!? Überhaupt, „Emojis“: lese ich von neuen Android– oder iOS-Versionen, fällt auf, wirklich innovativ Neues kommt hier nicht mehr; wie soll man sonst interpretieren „jetzt mit 20 neuen Emojis!“?. Und das lese ich seit Jahren. Nicht Wochen oder Monaten. Überhaupt, wer benutzt bitte Emojis? Ernsthaft!? Habt ihr schreiben nicht gelernt oder seid ihr komplett retarded!?

You’ve been chipped, strike #7.

Es ist, wie es ist. In dem Artikel oben verlinkt, „Computerprobleme 2007“, war das eine Warnung und ein Ausblick zugleich. Ein bisschen Satire war auch dabei. Etwas über eine Dekade später muss man wohl genervt und auch angewidert feststellen: wir sind abgedriftet. In einer Welt, in der Wissenschaft und Fakten mittlerweile als „Fake“, also Schwindel bezeichnet werden, interessiert sich niemand mehr, was wir damals festgestellt hatten. Dass wir nicht paranoid waren, sondern einfach unserer Zeit voraus und mit viel Witz und noch mehr Wissen und Weitsicht glänzten, juckt niemanden mehr. Dabei sind die Kraken heute noch viel schlimmer als damals, noch mächtiger, noch skrupelloser und agieren global. Und mit immer neuen Datenskandalen bieten sie Unmengen an interessanten Angriffsvektoren. Was fehlt ist eine kompetente Armada. Außer Wikileaks sehe ich hier kaum eine Organisation, die Kontra gibt. Die Presse folgt, die Presse spurt, sie rennt der Kuh hinterher mit den dicksten Eutern. Das war schon immer so. Nur heute kriegen wir es eben permanent mit. Und ich bin auch keine 20 mehr und kann jeden Tag für andere kämpfen. Es liegt heute mehr denn je an jedem Einzelnen. Nur habt ihr Jungspunde heute noch weniger Chancen als wir damals. Haha!

You’ve been chipped, final strike: th3 syst3m h4s y0u.

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a propos pressefreiheit

Da fällt mir doch noch ein: wegen toller neuer Buzzwörter wie „Fake News“, „Lügenpresse“ und dergleichen mehr. Weit hergeholt ist das nicht. Und falsch (leider?) auch nicht.

Laut Reporter ohne Grenzen, die alljährlich eine Liste bzgl. der Länder auf dem Globus veröffentlichen mit der größten Pressefreiheit, sind die Länder mit der größten Freiheit zwar allesamt Teil der westlichen Welt. Doch die Aufteilung ist weder wie man euch erzählt, noch vorbildlich für NATO-Länder. Und schon gar nicht wie man es erwarten würde.

Hier, schaut mal ob ihr zu den Glücklichen zählt und ihr euer Heimatland in den Top 10 findet:

Platz Land Region Score

1 Dänemark Nordeuropa 0,50
– Finnland Nordeuropa 0,50
– Island Nordeuropa 0,50
– Irland Nordeuropa 0,50
– Niederlande Westeuropa 0,50
– Norwegen Nordeuropa 0,50
– Schweiz Westeuropa 0,50
8 Slowakei Osteuropa 0,75
9 Tschechien Osteuropa 1,00
– Slowenien Südeuropa 1,00
Source: Reporters Without Borders

Ich als gebürtiger Westeuropäer werde hier nur von zwei Ländern vertreten, Holland & die Schweiz. Und die Schweiz gehört nur rein geografisch zu Europa, die Eidgenossen sind ein autarkes Land und gehören zu nichts und niemand.

In unserem Wortschatz haben wir einen mächtigen Begriff für das Gefühl, das einen befällt, wenn man solche Wahrheiten verarbeiten muss & es ist sogar in angelsächsischen Sprachen mittlerweile anzutreffen: Angst.

Macht das Beste draus. Und startet lieber heute als morgen euer Blog. Es ist kalt, gefährlich und einsam hier in diesen Tagen. Helfen kann ich auch: https://aethyx.eu

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willkommen credstick

Kein Cyberpunk-Roman kommt ohne ihn aus. Wir kennen ihn aus diversen erlebbaren Abenteuern, egal ob in 3D, 2D oder textbasiert erzählt. Er hatte schon immer eine gewisse verratzte High-Tech-Aura. Und er besitzt heute durch Kryptowährungen gar eine höhere Relevanz als je zuvor: der Credstick.

Was bisher Fantasie war und nur ein ziemlich cooles Utensil, hat OPENDIME bereits realisiert und zwar schon in einer „Version 3.0“. Wieso sagt mir das niemand, verdammt!?

Hier das ziemlich retromäßige 4-Minuten-Präsentations-Video dazu:

[via]

In den Erzählungen werden diese Sticks meist mit fiktiven Währungen geladen: Chin-Yen (aus „Blade Runner“) zum Beispiel oder Credit („Deus Ex“). Der Stick hier jedoch lässt sich mit der populärsten Kryptowährung Bitcoin laden. Oder auch, wer lieber auf den Scrypt-Algorithmus setzt: es gibt ebenso eine Version davon für Litecoin.

Die Website ist so gehalten wie man es als Cyberpunk erwartet: neben Lieferschwierigkeiten werden auch kultige T-Shirts verkauft, Tassen, Sticker. Es wirkt alles unaufgeregt, eben authentisch low life, high tech. So sieht auch der Stick aus: es ist einfach nur ein nacktes Board(!). Doch so haben wir das gelernt, daran ist nichts Verkehrtes.

Ich jedenfalls feier‘ das. Lasst uns mal hoffen, dass das nicht „der Letzte seiner Art“ bleibt. Und vielleicht als Open-Source-Hardware für die Zukunft wäre auch nicht schlecht!

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ich und judith rakers

Ich bin spitz auf Judith Rakers. Und auch wenn ich tief innerlich weiß, dass imaginäre Liebesbeziehungen mit Personen auf Zelluloid eine Art der Kapitulation vor den realen Wirren der menschlichen sozialen Interaktion darstellen, erscheint es mir bis heute immer noch angenehmer & besser als mich hier mit den armen Seelen zu vergleichen, die Liebesbekundungen an Erika Mustermann schreiben. Und das auch heute noch tun. Gegen Judith ist Erika Kackfresse. Das ist, zum Glück, nicht mehr Deutschland.

Ferndiagnostisch mangelte es der guten Judith an einer akkuraten Beurteilung heiratsfähigen männlichen Menschenmaterials: sie hat einen Investment-Banker geheiratet. Im Jahr 2009. Praktisch mitten in den tödlichen Sümpfen der Weltwirtschaftskrise, die Arschlöcher in Anzügen wie der verursacht hatten. Sie war als Nachrichtensprecherin auch stolz als Ringträgerin zu sehen. Also aus irgendeinem Grund war es ihr ernst mit diesem Typen. Verstehe einer blonde Weiber…

Diesen Monat machte sie Schluss. Keine Ahnung aus welchen Gründen, es geht mich auch nichts an. Doch es hat mich innerlich gefreut, so wie wenn eine Flamme aus der Schulzeit plötzlich zu dir zurück kommt. Was nie passiert, aber ihr kennt das Gefühl!? Anyway.

Ich wollte nun unbedingt der guten Judith meine persönliche Hilfe anbieten. Schließlich ist ein Eheaus nach solch einer langen Zeit ein seelischer Rückschlag, der verarbeitet werden muss. Ich bin zwar groß & dünn, doch besitze breite Schultern. Ich kann sehr gut zuhören. Und habe ein großes Herz, erst recht für seltene Schönheiten wie Judith.

Ich recherchierte ihre Email-Adresse. judith.rakers@tagesschau.de gab es nicht, auf Facebook bin ich nicht mehr. Frau Rakers lässt sich vertreten durch eine Agentur. Eine Email-Adresse um direkt mit ihr in Kontakt zu treten existiert nicht, die Gründe dürften, wenn ihr bis hier hin gelesen habt, mittlerweile klar sein.

Also nahm ich mein Smartphone, startete das Email-Programm und sendete:

Betreff: Glückwunsch!
An: christine.stitz@sundance.de

Guten Morgen liebe Judith,

mit Vergnügen las ich soeben, dass Du dich, zu Deinem persönlichen Glück, von Deinem zwielichtigen Ökonomen getrennt hast.

Ein weiser Schritt! Zeit für etwas Brandneues!

Wenn es etwas gibt, was ich für Dich tun kann, lass‘ es mich wissen, Liebes! Ich habe für Deine Sorgen & Nöte immer ein offenes Ohr.

Meine Handynummer: +49 17x xxxxxxxx
Meine E-Mail-Adresse: c1ph4@aethyx.com

Respekt & auf bald, liebe Grüße,
Dein c1ph4

Entgegen meinen Erwartungen kam prompt eine Antwort zurück. Diese las sich wie folgt:

Von: Christina Stitz
Betreff: Automatische Antwort: Glückwunsch!

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Nachricht! Vom 13.10.2017 bis einschließlich 23.10.2017 bin ich nicht im Büro zu erreichen. Ihre E-Mail wird nicht weitergeleitet, verbleibt jedoch in meinem Postfach.

In dringenden Fällen kontaktieren Sie bitte meine Kollegin Stefanie Clark telefonisch unter +49406964685-19 oder via Mail unter stefanie.clark@sundance.de

Mit freundlichen Grüßen

Christine Stitz

Okay, kann mal vorkommen. Als Manager eines VIP hätte ich das in dieser Situation genauso gemacht: zuerst mal ab in Urlaub!

Ja, ich sendete auch stefanie.clark@sundance.de die selbe Email. Seitdem warte ich auf eine Antwort.

Judith! Wenn du das hier liest: mein Angebot gilt immer noch! Ich habe zwar kein Auto, doch ein Fahrrad, mit dem fahre ich direkt zu dir! Du kannst natürlich auch zu mir kommen! Ich muss nur vorher noch die Wohnung saugen. Kochen kann ich nicht, doch ich habe ein sehr großes Bett! Und eine gemütliche Couch! Ach so: nee, einen Fernseher besitze ich nicht, der ging vor Monaten kaputt. Doch dafür zahle ich mit 35 das erste Mal GEZ-Gebühr! Ruf‘ einfach durch oder schreib‘ eine SMS, Stefanie und Christine haben meine Handynummer! In Liebe, Dein c1ph4

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qwant

Die Franzosen blasen zur Attacke gegen den, vornehmlich US-dominierten, Suchmaschinenmarkt des WWW. Die Antwort darauf ist knallbunt, social² und nennt sich Qwant:

Franzoesische Suchmaschine Qwant

Probiert’s aus:

https://www.qwant.com/.

Qwant ist auch gleichzeitig der Name der Firma von Investor Jean Manuel Rozan, Sicherheitsspezialist Éric Leandri und Suchmaschinen-Experte Patrick Constant, die diese im Jahr 2011 in der schönen französischen Hauptstadt Paris gründeten. Die Suchmaschine selbst ging nach zwei Jahren Forschung & Entwicklung im Juli 2013 online, Februar 2014 war das Angebot auch in deutscher Sprache erhältlich.

Qwant will folgende Aspekte sicherstellen mit dem Angebot:

* keine Personalisierung der Suchbegriffe, dadurch
* das Vermeiden von Filterblasen
* keine Auswertung durch das Nutzerverhalten
* es gibt nur einen, im Vergleich zur Konkurrenz, harmlosen Cookie
* Einhaltung der Datenschutzbestimmungen in der EU
* keine Einnahmen durch Werbeanzeigen
* Suchen, z.B. nach Bildern, lassen keine Rückschlüsse auf Qwant zu

Trotz dieser Kriterien wurden nun im Jahr 5 Millionen Euro umgesetzt, bei 3,5 Millionen Euro Investitionskapital und 25 Mitarbeitern. Wie ist das möglich? Man setzt auf Anteile am Ecommerce-Verkauf und Prioritäten auf das B2B-Geschäft.

Wie bei allen technischen Neuheiten gibt es aber bereits heute zwei große Fragezeichen:

1) 20% gehören seit 2014 der Axel Springer AG, die sich den Einfluss hat 6 Millionen Euro kosten lassen
2) richtig europäisch funktioniert Qwant nur in Frankreich und Deutschland: für alle anderen Länder bedient man sich des berüchtigten Verzeichnisses von Bing aus dem zwielichtigen Hause Microsoft.

Das ist ein bisschen viel „dafuq?“ für eine erst dreijährige Suchmaschine aus dem stolzen Frankreich, wie ich finde. Dennoch ist der Ansatz komplett richtig.

Fand übrigens auch die EU, bemühte ihren Investment-Arm und pumpte letztes Jahr von Luxemburg aus 25 Millionen harte Euros in das Projekt. Das wäre sicher nicht passiert, hätte Qwant kein Potenzial. Die EU sucht schon jahrelang nach einer Lösung die Vormachtstellung von Google dauerhaft und nachhaltig zu brechen und belegte den kalifornischen Technologie-Titanen Ende Juni mit einer Strafzahlung in Höhe von 2,4 Milliarden Euro. Es gibt hier also, wie soll man sagen, gewisse Spannungen. Ihr habt für die nächsten Jahre hoffentlich ordentlich Popcorn gebunkert!

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ein 3.700 jahre altes tablet

So sahen Tablets vor 3.700 Jahren aus:

das Plimpton 322 Tablet

Es ist aus Lehm und babylonischen Ursprungs.

Was man damit machen können sollte, war lange Zeit unklar. Doch damit könnten folgende Weltwunder gebaut worden sein:

Eine ausführliche Website zu dem Rechner findet sich hier, inklusive Erklärung der Keilschrift:

http://math.ubc.ca/~cass/courses/m446-03/pl322/pl322.html.

Jahrzehnte war nicht so ganz klar, zu was es gedacht war. Man fand es rein zufällig in einer Wüste in Irak.

Doch das Geheimnis ist wohl gelüftet. Schreibt jüngst The Guardian: https://theguardian.com/science/2017/aug/24/mathematical-secrets-of-ancient-tablet-unlocked-after-nearly-a-century-of-study. [via]

Was heraus kam durch die Forschungen ist verblüffend: nicht nur sei es ein Rechner für trigonometrische Funktionen, sondern auch genauer als die bekannten heute.

Und: dieses kleine Stück Lehm schlägt den bekannten Satz des Pythagoras, a²+b²=c², um satte 1000 Jahre.

Wenn ihr mich jetzt entschuldigen würdet: ich habe ein wichtiges Date mit Ištar, weil der Scheiß mit ihrer Schwester Ereškigal ihr mal wieder auf die Eierstöcke geht und wir eine Lösung für das Unterwelt-Problem brauchen. Möglichst gestern. Am Ende hängen wir jedoch wahrscheinlich sowieso alle bei Gilgamesch herum und lecken lachend und uns liebend an LSD-Leckmuscheln aus Lilītus liebenswert lilafarben-leuchtender Hexenküche.

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weltweit erster ryzen-laptop

Dank eigener, gigantischer Marketing-Anstrengungen ist AMD mal wieder in aller Munde: mit dem Ryzen müsste es doch end-lich mal klappen dem CPU-Titan Intel Paroli zu bieten!

Mittlerweile kann ich die Jahre nicht mehr zählen, wie oft die Ingenieure von AMD das bereits versucht haben.

In meiner eigenen Erinnerung waren meine AMD-Chips immer zu laut und zu heiß, von daher kann ich mir schwer vorstellen, dass jetzt mit der Zen-Architektur (Ryzen ohne Marketing…) „alles besser werden“ soll. Schlechte Chips hat AMD nie gebaut. Nur ist/war Intel einfach zu mächtig. Und neben dem Windows-Kosmos kam durch Steve Jobs vor wenigen Jahren der Apple-Kosmos noch dazu. Von einem rein technischen Standpunkt heißt das gar nichts. Praktisch hat sich im Verhältnis David gegen Goliath allerdings alles in Intels Richtung verschoben. So sehr, dass Intel mittlerweile es gar nicht mehr nötig hat Neues zu entwickeln. -.-

Irgendwie wünsche ich es Sunnyvale. Habe ich schon immer. Doch glauben werde ich nicht mehr daran. Da ich hauptsächlich Linux nutze, kann ich selbstredend mit Grafikchips, die sich nach 1-2 Jahren selbst zerstören, weil es keine Treiber mehr gibt, weil ATI keinen Bock mehr hat, nichts anfangen. Und als SoC taugt eigentlich nur das ARM-Zeug. Also entweder war ich früher dümmer. Oder einfach nur naiv.

Nachdem ich so ein bisschen auf hohem (1st-World-) Niveau gerantet habe, Ryzen soll es jedenfalls jetzt richten. Aber erst 2018 für Desktops.

Bis dahin, die Hightech-Taiwanesen von Asus werden die ersten sein, die die revolutionäre neue AMD-CPU in einem Laptop verbauen. Der sieht dann so aus und richtet sich selbstredend erstmal an die Zockerseelen dieser Welt:

Premiere: weltweit erster AMD-Ryzen-Laptop von Asus
Oben: Asus ROG Strix GL702ZC, Bildquelle: Asus, Taiwan

Das Teil ist ein schönes, düsteres Biest und wurde auch schon gebenchmarkt. Letzten Monat von den Leuten von bit-tech.net. Hier die Specs im Überblick:

* Ryzen 7 1700 8-Core-CPU, 3-3,7GHz
* ATI Mobile Radeon RX 580 2GHz CPU mit 4GB DDR5 RAM
* 17,3“-Display, FHD-Technologie, unterstützt FreeSync 2.0
* bis zu 32GB RAM möglich
* rot beleuchtete Gamer-Tastatur
* Preis noch nicht bekannt

Beim Preis würde ich nicht meckern, wenn dieser öffentlich wird: AMD ist bekannt dafür, eines der besten (wenn nicht das beste) Preis-Leistungsverhältnis auf dem Markt zu bieten. In Sachen Effizienz waren sie schon immer Streber. Und oft auch besser wie Intel. Das hat nur niemanden gejuckt. Dumm kauft eben teuer.

Kleiner Nachtrag: weiter oben habe ich gesagt, es war naiv, was ich früher so über CPUs dachte. Aber nicht, weil ich „für AMD“ und generell „gegen Intel“ war. Sondern weil ich mich so ein bisschen mehr mit Prozessoren beschäftigte. Es ist ein kleines Hobby geworden, Benchmarks, Studien und Architekturen, sowie Geschichte nachzulesen. Und lasst mich euch ein kleines, wissenschaftliches CPU-Geheimnis verraten: _jede_ CPU ist scheiße, die um Performance zu liefern, viel RAM braucht. Scheiß Wissenschaft, nicht!?

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ruhe in frieden, multibit!

Multibit hat sich am 26. Juli für immer verabschiedet. Code sei nicht mehr wartbar, zu viele Bugs, zu unsicher. Schade!

Tatsächlich war Multibit mein erstes Computer-Bitcoin-Wallet. Das Wallet, mit dem man hier auf gizmeo.eu spenden kann über die Adresse 1zEAovGmzNPd5HqcyQd1hXsJPfu8UQfvr, wurde z.B. hierüber erstellt. Auf einer Linux-Kiste, versteht sich. 😉

Den Umzug auf ein anderes, neues Wallet, liefert Multibit in dem Blog-Post gleich mit: Umstieg von Multibit auf Electrum, via YouTube. Ist kein hassle, in wenigen Minuten durchgeführt. Vorausgesetzt, ihr könnt eure privaten Kontenschlüssel exportieren, versteht sich. 😉

Joa, so ist das halt im Coding-Bereich, Apps kommen und gehen. War eine freundliche App. Ruhe in Frieden, Multibit! Hoffentlich mit ein paar fetten einkassierten Bitcoin, versteht sich. 😉

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gecko statt chromium als engine nutzen!?

Google nimmt uns mobilen Webbrowser-Entwicklern seit Android 4.4 schon viel ab, indem wir seitdem standardmäßig auf die Chromium-Engine zurückgreifen dürfen, was bis zu dieser Version nicht der Fall war: da waren wir noch auf WebKit angewiesen. Seitdem unterscheiden sich unsere selbst entwickelten Apps im Funktionsumfang so gut wie nicht mehr vom großen Chrome/Chromium.

Dadurch sind wir auch automatisch „näher an Open-Source“, aber um den infantilen, jedoch sehr amüsanten Krieg zwischen Google (Chromium/Blink) und Apple (Safari/WebKit) soll es hier ohnehin nicht gehen. Die Spacken der Zunft brauchen auch noch was zum Schreiben diesen Sommer.

Als Entwickler für eine offene Plattform, die Android ist und das vielleicht vielversprechendste Open-Source-Projekt aller Zeiten darstellt, schaue ich persönlich gerne nach rechts und links. Waren wir mit unseren Browser-Engines vor Android 4.4 immer als „Android-Browser“ ausgewiesen, etwa in Google Analytics, Piwik, etc., sind wir seit 4.4 nur noch als Chrome bzw. Chrome Mobile sichtbar. Inklusive Icon.

Cool, denke ich, hey, Mozilla entwickelt doch mit Gecko auch eine eigene Engine, lass mich den Scheiß doch auch mal ausprobieren! Dann kommt immer ein Firefox-Icon! ^^

Ich muss dazu sagen, ich habe rein gar nichts gegen Chrome, doch meine persönliche Geschichte und auch meine (egoistische?) Ethik wollen es so, dass ich Firefox und dessen Derivaten eben „positiver“, zumindest aber enthusiastischer, gegenüberstehe. Hey, ich komme aus einer Zeit, da war IExplorer DER Standard! Und DAS war beileibe keine schöne oder angenehme Web-Welt! Wettbewerb und auch die Technik heute (Chrome ist ein technisch exzellenter Browser) sind mir da viel lieber und so ein bisschen Flaming, bei oder neben der Arbeit, schadet auch nicht.

Zurück zum Thema: Wie baue ich jetzt Gecko in meinen Browser anstatt Chromium?

Kurze Antwort: gar nicht. Zumindest nicht die nächste Zeit.

Auf meiner Suche nach irgendwas dazu fand ich über stack overflow (wo sonst :-D) diesen Beitrag: https://stackoverflow.com/questions/6352654/use-firefox-as-render-engine-for-android-webview. Ganz unten, ca. 2 Jahre alt, steht eigentlich alles was man dazu wissen muss.

Das offizielle Mozilla-Tutorial exisitert sogar noch unter diesem Link: https://wiki.mozilla.org/Mobile/GeckoView. Sieht alles machbar aus, aber der Satz hier feuert eben genau in den Rücken eines jeden Gecko-Mobile-Developers:

„Note that GeckoView is NOT ready to be used in a production environment. It is currently possible to load webpages, but that’s about it.“

Hinzu kommt, rein aus Neugier könnte man die zwei Jahre alte Idee ja mal ausprobieren, kein Thema. Doch die zwei essentiellen ZIPs, die man braucht, sind unter dem Link gar nicht mehr erhältlich und wenn man den richtigen findet bleibt ein Moment auf dem Zeitstempel, um zu begreifen, dass die Entwicklung hier absolut eingestellt wurde. Seht selbst: https://ftp.mozilla.org/pub/mobile/releases/27.0b1/android-armv6/multi/geckoview_library/. Also ab dem 17. Oktober 2015 war’s das mit Gecko als Engine für eigene mobile Web-Browser auf Android.

Schade.

Ich weiß, dass es einen shitload an Arbeit verursacht einen Web-Browser zu bauen: Firefox besteht wohl aus 9 Millionen Zeilen Code. Google Chrome aus 6-7 Millionen. Zum Vergleich: die Unreal 3-Engine, mit der massenhaft Blockbuster-Videospiele entwickelt wurden, besteht gerade mal aus 2 Millionen Zeilen Code. Und braucht damit fast das Dreifache, was ein Space Shuttle zur Programmierung brauchte.

Doch ich bin mir nicht sicher, ob sich Mozilla mit dem Nicht-Pflegen einer mobilen Gecko-Engine nicht ins eigene Knie schießt.

Mobile wird die nächsten 10 Jahre das komplette Game übernehmen, ob es uns passt oder nicht. Ich bin auch eher der Computer-Enthusiast und eigentlich ein Handy-Muffel. Und es sträuben sich mir die Nackenhaare, was mobil heute als „Videospiel“ verkauft wird; doch so geht es wohl jedem Videogamer, der noch die allererste PlayStation Made in Japan(!) sein Eigen nennt und so das erste Mal mit wettbewerbsfähiger 3D-Grafik in Berührung kam. Und ich befürchte fast, wer hier nicht mitzieht, mitziehen will, bleibt einfach auf der Strecke. Das ist kalter, harter, herzloser Kapitalismus da draußen, der uns diese tolle, bunte, unterhaltsame und wundervoll seichte Welt kaufbar macht, nachfolgende Generationen werden mit einem Debian, der „ethischsten Linux-Distribution“, überhaupt nichts mehr anzufangen wissen. Wer die Verdummung, sorry, „Vereinfachung“ live miterleben möchte, der kaufe sich bitte einen macOS-Computer oder gleich ein iPhone.

Das wird nichts für mich sein, Leute! Tut mir echt unfassbar leid!

tl;dr: Mein eigener Android-Webbrowser ist am Wochenende in Version 0.2.6 erschienen und kann jetzt auch Favicons. Hier spricht YAABy selbst. Und ich mache mir seitdem Gedanken, ob das alles unter einem Google-Chrome-Logo weiterlaufen soll.

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beste schriftart?

Stichwort mobile devices: je mehr wir tagtäglich Zeit mit diesen Wunderdingern verbringen, umso mehr lesen wir. Dabei macht man sich nie Gedanken, ob die benutzte Schriftart auch wirklich dafür taugt. War zumindest bei mir so.

Auf meiner Suche nach der „besten Schriftart“ fand ich kaum zufriedenstellende Ergebnisse. Studien scheint es bislang wohl kaum zu geben, zumindest fand ich keine. So blieben​ mir am Ende nur rein subjektive Empfindungen von Usern, die diese gerne teilen, z.B. über reddit.

Um das mal festzuhalten und zu sammeln erstelle ich diesen Beitrag:

1. Schriftarten auf elektronischen Endgeräten unterliegen meist (C)opyrights. Also vergessen wir „Helvetica“, „Arial“ und Konsorten lieber wieder ganz schnell. Wichtiger ist die Frage ob…
2. Serif oder nicht Serif? Da hat Serif bereits gewonnen, egal bei welcher Schriftart
3. um Texte schneller lesen und mehr behalten zu können brauche man grüne Schrift auf…
4. gelblichen Hintergründen

Ferner noch eine Erkenntnis, wer auf das alles keinen Bock hat und die harte Linie gehen will: wer Texte in einer ungewöhnlichen Schriftart liest, die stark von den üblichen abweicht, sich also beim ersten Mal lesen mehr anstrengen muss, behält auch mehr. Das als Tipp für Custom ROMs, wo man systemweit die Schriftart ändern kann und nicht nur per Applikation.

Doch woher kommt eigentlich eine „übliche Schriftart“? Ganz klar: von Zeitungen. Bestimmte Schnörkel oder Größen hatten ganz pragmatische Gründe, siehe “Times New Roman“ und Kollegen. Das Zeug musste irgendwie auf die Seiten passen.

Das sich das alles so bis heute hält kann ich mir eigentlich nur mit Zufall erklären. Oder Zeitmangel. Vielleicht wäre es mal Zeit für ein Studentenprojekt: „die perfekte Smartphone-Schriftart“? Aber mich dann bitte in CC nehmen.

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blogroll-update 2017

Dann und wann update ich die Links meiner Gizm{e}o-Blogroll. In der Regel geht das mehr oder weniger unter, daher fange ich jetzt (nach 7 Jahren…) mal an das ein bisschen mitzuprotokollieren.

Neu:
* bitcoin.de – ein Marktplatz um Bitcoins zu kaufen & verkaufen
* DuckDuckGo – wird gerne als „asymmetrische Kriegsführung der Suchmaschinen“ geführt, ein must-use
* FRNDC – mein Gegenprojekt zu Facebook. Fühlt euch eingeladen mitzumachen!
* GSMArena – ist wohl mittlerweile der Standard für Smartphone-News
* Glitch – Programmierung im MMORPG-Stil
* KALI Linux – ehemals Backtrack, ist _die_ Hacker-Linux-Distro überhaupt
* ListenBrainz – die cleverste Alternative zu Last.fm(TM)(R)

Update (aktuelle Links):
* Heavypoly
* SlimROMs
* Smartphone-Rangliste
* Planet WordPress

Gelöscht
* goo.im – diesen netten Android-Dev-Filehoster gibt es wohl nicht mehr

Wie man sieht: I <3 4 U! Enjoy your stay!

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m4ch1n3 l0v3

Soundtrack zu einem gelungenen Wochenende in Elektronik:

Machine Love von ASC & Synkro aus 2013. Inside The Machine eben.

Es gibt nur wenige Einzel-Tracks, die mich ewig flashen werden und da gehört dieses Schmuckstück dazu.

Es ist so eine Mischung aus früher „Space Night“ glotzen, kiffend durch die Gegend mit dem Auto fahren, sich fragen, mit welchem Equipment wohl die Klänge erzeugt wurden, einen neuen Rechner mit Lieblings-Hardware zusammenbauen, sich Physik von Harald Lesch erklären lassen und nebenher PlayStation zocken.

Davon mal abgesehen ist die EP eine wundervolle Zusammenarbeit von ASC und Joe McBride.

Wer möchte kann eine der seltenen Vinyl-Platten kaufen: discogs.com/ASC-Synkro-2-and-Sam-KDC-Machine-Love/release/4680767. Gab aber heute beim Stöbern nur noch vier Stück.

H4ppy h4ck1ng!

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doze up your ass

Im Kern war Android Marshmallow, also Version 6.x.x, nur ein Wiedergutmachungs-Update von Google, um zu beweisen, dass Lollipop, also 5.x.x, nicht vermurkst, sondern eigentlich „doch ganz okay“ war.

Mit Version 6.x.x kam auch der sogenannten „Doze-Modus“. Der „Doze-Modus“ ist im Grunde die Zementierung, dass mein Smartphone-Akku ab jetzt Google ganz allein gehört. Ich bin nicht fähig mein Smartphone, noch meine Akkunutzung entsprechend selbst zu managen, die übernahmen das für mich. Nett von Google!

Die Wahrheit ist: von den ganzen Updates, die Google bisher für Androiden gebracht hat, ist der „Doze-Modus“, mal abgesehen von einem bis heute nicht vorhandenen gescheiten SD-Karten-Management, das mit Abstand schlimmste, dümmste und unnützlichste.

Ich muss dazu sagen, ich nutze eine Custom ROM auf einer Hardware von 2013. Bei etlichen Recherchen im Web jedoch las ich von vielen Kommentaren, dass der „Doze-Modus“ alles nur schlechter macht, auch bei neueren Geräten.

Hier eine kleine Zusammenfassung, was mir der „Doze-Modus“ alles zerschossen hat:

  • kein konstantes WLAN mehr, Verbindung bricht dauernd ab
  • Apps speichern ihre Zustände nicht mehr, wenn man das Gerät aus dem Ruhezustand aufweckt
  • man bekommt Nachrichten, etwa in Messengern wie Threema, überhaupt nicht oder zu spät
  • fehlende Notifications allgemein
  • Bluetooth-Stottern, wenn das Display ausgeschaltet ist
  • zu viele Soft Reboots
  • Updates bei ausgeschaltetem Display sehr langsam
  • Apps müssen für 6.x.x genau auf diesen Modus zugeschnitten sein(!)

Der eigentlich Hammer kommt aber erst noch. Und zwar kann man den „Doze-Modus“ systemweit gar nicht abstellen. W00t!?

Man kann in den Akku gehen, dort oben rechts auf „Akku-Leistungsoptimierung“ (oder so ähnlich) und darf das dann selbst, App für App, ausstellen. Wer möchte, der darf sich gerne auch an System-Apps probieren.

Das war dann, als ich bei Android Marshmallow endgültig das Kotzen kriegte.

Welcher Android-Nutzer soll das testen, App für App, an- und abstellen, schauen, ob es besser wird, dann weiter, um hier eine Veränderung sehen zu können? Ich nutze Marshmallow seit Oktober, habe Unmengen an Kombinationen ausprobiert, zum gewünschten Ergebnis kam ich n-i-e. Hinterher las ich dann von dem oben erwähnten Problem, dass die Entwickler selbst aktiv werden müssten, um „Doze“ zu unterstützen. Das kann man nicht per se verlangen, sorry. Was ein Schwachsinn.

Mittlerweile ist es sogar so, dass manchmal Notifications funktionieren, wenn WLAN deaktiviert, aber das mobile Datennetz angeschaltet ist. Wer das ein paar Tage beobachtet erkennt einen neuen Bug, was auch nicht im Sinne der Erfinder sein kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: weg mit diesem Scheiß! Mich befiel Ekel während des Schreibens dieses Textes, jedes Mal, wenn ich nur „Doze“ tippen musste. Es widert mich an. Die 400€ damals habe ich in diese Hardware investiert, nicht Google. Mein Akku gehört mir, ich will damit machen können was ich will.

Immerhin: die Akkulaufzeit hat dieser Modus wirklich verlängert, bravo! Denn wenn keine App mehr funktionieren kann, frisst natürlich auch nichts Batterielaufzeit. Oh my…

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die beste website, lan

Manchmal frage ich mich was der Algorithmus von Google eigentlich geraucht hat, wenn er mir auf meine Techniksuchen Ergebnisse von chip.de liefert. Ab und an klickt man ja doch mal drauf, um es gleich Sekunden später wieder zu bereuen, da man a) sowieso nicht fand, was man suchte, außer im Titel der Website (danke SEO-Spasten!) und sich doch wieder englischsprachigen Ergebnissen hingibt und b) alleine das Design dieser Website & der Inhalte Gehirnkrämpfe der Endstufe verursacht.

Das alles wäre allerdings nicht mal das Hauptproblem. In Wahrheit ist chip.de nämlich die BILD der Technikwelt. Wer nicht klar kommt mit 80% Werbung auf einer Website sollte gleich wieder umkehren. Wer in einem Kurzvideo erklärt haben will, warum Affen uns bald mit PCs erschlagen ist dagegen goldrichtig. „Apokalypse“ kam als Schlagwort darin dann auch noch vor.

Überhaupt ist dort nicht viel Text. Man will eben nicht überfordern. So findet man eher „Porno-Pechvögel“ neben Schlagzeilen zu Dieter Bohlen, fragwürdige Downloads und alles zu aktuellen Angeboten aus jeglichem deutschen Supermarkt, den es gibt (und gab. Und geben wird auch. Sowieso.). Ach ja, dann war da noch das eine Video, warum Spinnen uns bis auf die Knochen auffressen könnten.

Ihr diskutiert doch da draußen dauernd über „Fake-News“? Warum gehören die Medien des Burda-Verlags da nicht hinzu!?

Reicht nicht, dass schon XING da her kommt, einer „Berufe-Netzwerk-Seite“, wo man sich nicht mehr abmelden kann. Diese Spasten brachten uns auch noch die deutschsprachige Huffington Post. Was irgendwie dann doch wieder einer dummen Logik folgt (scheiß Logik! Böse, böse! Geh‘ jetzt in die Ecke und schäm‘ dich!): der ganze Dreck muss ja irgendwie ins Portfolio passen. „SuperIllu“. „BUNTE“. Und schaut, was sie aus dem „Playboy“ gemacht haben! Publizierte Scheiße. Und das feste Klopapier von CHIP hat auch noch fast 170.000 Leser. Ähhh… O.O

Eigentlich, der Müll verreckt ja gerade sowieso und auch verdientermaßen, wie man merkt, gibt es für mich nur zwei Wünsche:

1) solche Webseiten einfach im Index von Google nicht mehr auf Seite 1 sehen. Ich will finden wonach ich suche, SEO-Verarsche sollte Google mittlerweile auffallen, sorry

2) einfach vielleicht überhaupt kein chip.de oder ähnliches Gedöns mehr? Ist es zu viel verlangt, dass man mal außerhalb dieser ausgelaufenen, braunen, vertrampelten Pfade sucht und einfach auch mal Sachen listet, die jetzt nicht im 100.000er-Bereich Menschen pro Monat erreichen? Schon mal DE-Technik-Blogs auf „Google News“ gesucht (und gefunden!?)? Herrgott, wir haben Zweitausendsiebzehn!

tl;dr: chip.de ist die beste website der welt!

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Von mir, für euch*:

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Happy secure surfing on gizm{e}o.eu!

Und: damit Google endlich das Maul hält. 😀

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