Archiv für die Kategorie „Internet“

vlc als tv?

Ungetestet, aber gebe ich gerne mal weiter:

Öffentliche Playlisten, z.B. nur Sport: iptv-org.github.io/iptv/
TV (News, Filme, Kids, Musik): github.com/Free-TV/IPTV

VLC öffnen -> Netzwerk Stream -> URL einfügen -> Abspielen

Mit der Playlist-Ansicht kann man die Kanäle wechseln. Ladezeiten von ein paar Sekunden einplanen. Manche Kanäle können blockiert sein, hier ein VPN nutzen.

Hat das schon mal jemand gemacht? Ist das empfehlenswert?

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test: perplexity discover

Ich habe jetzt seit einem halben Jahr Perplexity Discover genutzt, die Nachrichtenzusammenfassung der Antwortmaschine Perplexity.

Zu Beginn wählt man seine bevorzugten Themen aus: Technik und Wissenschaft, „Geschäft“ (soll wohl Finanzen heißen…), Kunst und Kultur, Sport, und Unterhaltung. Anschließend bekommt man bei jedem Aufruf der URL eine Zusammenfassung über aktuelle Nachrichten ähnlich Google News präsentiert.

Erfreulich: die Themen sind brandaktuell, also ich fühle mich abgeholt und auf dem neuesten Stand. Man bekommt den „Buzz“ mit, zumindest zu den Themenbäumen, die man ausgewählt hat, das ist echt gut. Teilweise auch schneller, wie wenn man jetzt einzelne Nachrichtenquellen abklappert.

Auch gut finde ich natürlich die Quellenangaben: deshalb nutzte ich schon gerne Perplexity. Ohne Quellenangaben geht bei mir nichts – da denke ich zu wissenschaftlich. Aus den Fingern saugen kann ich auch, da reichen mir zwei Gläser Wein. Wenn ich aber überprüfen kann, wo was her stammt und das auch aus mehreren guten Quellen gleichzeitig ist, ist mein Vertrauen in die Information höher. So soll das sein.

Weniger erfreulich: schlecht übersetzt. Unsere deutsche Sprache ist leider grauenhaft, teilweise verständlich. Ein sehr gutes Beispiel ist der Themenbaum „Geschäft“. Kann ich mir jetzt nicht herleiten, vielleicht „Business“ im Englischen? Ein Geschäft ist ein Laden in der Stadt; ergibt keinen Sinn hier.

Zieht sich auch durch die Artikel: kommt selten vor, aber manchmal eben Wörter gar nicht übersetzt oder ganze Absätze. Habe ich kein Problem mit als „Sprachgenie“, aber ist eben wenig hilfreich. Ganz selten finden sich auch komplett englische Artikel, da ist nichts zu machen.

Genervt bin ich von dem fehlenden Ausschlussverfahren: nein, ich interessiere mich nicht für „Fortnite“, also Klick auf die drei Punkte und „Nicht mögen“. Tja, ist Perplexity Discover aber egal, kommen weitere News zu „Fortnite“, oft am selben Tag, die Tage darauf auch. Tjop. Ein Ausschlussverfahren wie bei Google News ist nicht. Und das Ding lernt auch nicht (war hier meine Erwartung). Am Ende sind dann viele Artikel auf „Nicht mögen“ und unkenntlich, das sieht aus wie ein Duschvorhang bei mir im Browser. Spätestens am nächsten Tag geht das Spiel wieder von vorne los.

Die Likes (Herzchen-Symbol) werden übrigens auch nicht gespeichert. Erschließt sich der Sinn mir nicht. Will ich den Artikel hinterher wiederfinden, muss ich ihn aufrufen und oben das Lesezeichensymbol klicken. Für was ist das Herzchen hier dann gut?

Ich weiß noch nicht, in welche Richtung das alles geht, aber ich finde „Perplexity Discover“ als Produkt gut, es kostet auch überhaupt nichts, kann man nicht meckern. Erfreulich wären ein paar kleine Zusatzfunktionen für mich, die mir wie oben erwähnt noch fehlen. Es ist eine gute bis sehr gute Ergänzung zu Google News und meinem RSS-Reader. Es taugt noch nicht als Ersatz, aber könnte werden. Was Perplexity schafft: es schafft als Werkzeug Vertrauen. Und das habe ich eben mit den wenigsten Tools, die aktuell sich mit KI bzw. LLMs auseinandersetzen. Für mich ein Killerfeature, ich bin nach 6 Monaten nach wie vor dabei. Will was heißen heutzutage, Trends lösen sich für mich in der Regel schneller auf.

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digitale verwaltung deutschland

OK. Jetzt wissen wir Bescheid.

Digitalisierung Verwaltung Deutschland, nur 2 von 16 Bundesländern haben hier irgendwas erreicht:

Bayern. Und NRW.

Die Infos dazu sind offiziell und listet ein neuer Online-Aggregator der Regierung in einem anschaulichen Dashboard: https://dashboard.digitale-verwaltung.de/verfuegbarkeit/verwaltungsleistungen.

Im Kern ist es auch einfach zu lesen.

Die Farben liefert eine Heatmap in der Legende („flächendeckende Verfügbarkeit“): wo es blau ist ist es „sehr kalt“, wie beim Wetter, also Digitalisierung extrem schlecht. Je näher man an ein fettes Orange gelangt, umso besser steht es um die digitalen Dienste der Behörden in diesem Bundesland. Und da gibt es nur zwei Bundesländer, die positiv auffallen.

Den Rest kann man vergessen.

Schaue ich in mein eigenes Bundesland, Baden-Württemberg, ist fast alles durchgängig „ungenügend“. Lediglich Stuttgart, Ulm, Karlsruhe, Heilbronn(!) und Freiburg stechen heraus mit „mangelhaft“.

So wird das hier nix mit unserer Zukunft. -.-

Und die IT-Dienstleister reiben sich da draußen die Hände, weil sie können einfach überhaupt nichts falsch machen und dazu horrende Gebühren verlangen. Wenn du eine Digitalisierung nur von „ungenügend“ auf „mangelhaft“ „hochstufen“ musst (Beispiel BaWü), kannst nichts falsch machen. WTF.

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r.i.p. eyeem

Vor 15 Jahren mit viel Tamtam als „echte Alternative zu Instagram“ gestartet, jetzt tot:

R.I.P. EyeEm

R.I.P. EyeEm

Heute war offiziell allerletzter Tag für das Photo-Sharing-Netzwerk EyeEm.

Möge es in Frieden ruhen!

War Made in Berlin(!). Also zu Beginn. So richtig mit kam ich mit den Inhaberwechseln die letzten Jahre allerdings auch nicht mehr. Und die Android-App funktionierte für mich bereits seit über zwei Jahren nicht. Überrascht war ich deshalb nicht.

Cool war’s!

Ich konnte damals Instagram schließen (bye bye Facebook!) und habe dort sogar ein paar Tantiemen mit Lizenzen zu Getty Images & Co. verdient. Viel war das nicht, aber jedes „Congratulations, you sold a photo!“ im Email-Postfach gab einem doch dieses ungewöhnliche und nice „High“ – ich bin kein professioneller Photograph und echtes Geld damit zu verdienen war irgendwie schick!

Wer will kann nun bis heute seinen Account zu „Freepik“ mitnehmen – was auch immer das ist. Wohl irgendwas mit „KI“, nie gehört.

Habe ich nicht gemacht. Ich habe meine persönlichen Fotos seit Monaten in einem NAS, da gehören sie auch hin, finde ich. Ich will nicht wissen, was Freepik mit den ganzen migrierten Sachen macht; doch niemand wird daran beteiligt sein (außer Freepik), also kann das auch weg.

Wenn ihr mich fragt war EyeEm einfach viel zu echt. Echte Profile von echten Menschen mit oftmals echt großartigen Fotos. Heute ist alles fake. Und Fake macht Geld, da war kein Platz mehr für Echtheit. Es war und wird nicht das letzte Webprojekt bleiben, das durch diese Krise umfällt. Am Ende muss man seine Brötchen verdienen können, auch und gerade in Berlin, während dem wahrscheinlich miesesten und ekligsten Zeitgeist aller Zeiten. R.I.P. EyeEm!

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llm ki opt-in

„More than 20% of YouTube’s feed is now „AI slop,“ report finds. The US ranks third in AI slop consumption and subscribers“

Inhalte erstellt durch KI bzw. LLM sollten immer opt-in sein.

Ich sollte beim ersten Besuch einer Website eine Checkbox bekommen als Besucher, dass es diese Inhalte gibt und ob ich diese sehen will oder nicht.

Es sollte möglich sein Inhalte und Feeds ohne LLM-Inhalte zu sehen.

Sonst wird das nichts mehr mit dem Internet.

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cory weiter dick im geschäft

Früher, als wir Blogger mal „hip“ und „der größte Hit im Web“ waren, gab es alle möglichen Mädels und Jungs, von denen heute nur noch wenige dick im Geschäft sind.

Aus meiner Anfangszeit und auch noch heute positiv in Erinnerung sind z.B. Xeni und Cory vom „Boing Boing Blog“; weiß allerdings auch gar nicht, was aus letzterem geworden ist.

Cory nur letztens so:

https://youtube.com/shorts/9fpsLOe9XTs?si=PU8yxaQFfp0et_2p

Ich kann es leider nicht teilen, weil YT mich „Shorts“ nicht teilen lässt (oder ich weiß nicht, wie das mit „Shorts“ funktioniert, geht mich auch nichts an).

Fazit: er schreibt immer noch Bücher. Er ist immer noch EFF. Und er kritisiert immer noch jeden und alles, was eigentlich in unserer Tech-Welt keinen Platz hat. Und das Großartige dabei, es kann einem passen oder nicht, er hat auch immer damit Recht. Seit mindestens 20 Jahren. Hut ab, Cory! Keep. On. Wenigstens einer heute noch am Rocken wie damals.

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20 jahre linux: teil 2

Geht inhaltlich völlig in Ordnung:

Am Ende wie immer der Hinweis, für absolute Einsteiger einfach diese (alte) Liste sehr relevant: https://distrowatch.com/dwres.php?resource=popularity.

Ich würde jetzt Kali Linux keinem Einsteiger empfehlen, dieses Betriebssystem richtet sich an Cybersecurity-Experten oder die es werden wollen. Zu Beginn wird relevant sein, viele Fragen stellen zu können. Und da hilft einfach, was am meisten verbreitet ist, hier gibt es volle Foren.

Wir leben nach wie vor in übervollen Zeiten: Windows braucht zum Glück niemand mehr. 🙂

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2k, 4k, 8k: ganz egal

Das wird der Industrie genauso wenig passen wie dem dazugehörigen Marketing: eine kürzlich von Wissenschaftlern der Universität Cambridge veröffentlichte Studie fand heraus, dass es keinen sichtbaren Unterschied gibt, ob ein Fernseher in der Auflösung 2k, 4k oder 8k betrieben wird.

Es kommt aber noch härter, denn nicht nur die vielen Pixel sind völlig unnötig, das Auge erkennt den Unterschied überhaupt nicht:

„It’s just, I suppose, wasteful because your eye can’t really detect it,“ said Dr. Maliha Ashraf, the first author of the study from the University of Cambridge

Der einzige Kritikpunkt hier, den ich sehe, sind die wenigen Studienteilnehmer: das waren keine zwei Dutzend. Dennoch haben sie vom Setup her alles richtig gemacht und auch unterschiedliche Sehstärken berücksichtigt. Ich gehe deshalb davon aus, man könnte, wenn man wollte, den Teilnehmerkreis beliebig hochskalieren.

Alles Humbug also, behalten wir einfach unsere Fernseher!

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6 7

Frisch aus der Jauchegrube des Web: nach 69 und 420 kommt jetzt 6 7!

Nee, also ich fragte mich, was der Scheiß eigentlich soll und Perplexity meinte, es ist ein Meme.

So weit so gut, aber online wirkt dazu alles wie im Panikmodus. Ich kann das nicht nachvollziehen.

Die Ursprünge dazu liegen im folgenden Musikvideo:

Ich höre Rap seit „It was written“ aus 1996 und textlich gibt das alles von Skrilla nicht viel her.

Was er gut macht, und das muss man ihm anrechnen, ist, die unheimlichen Synthie-Einlagen und der Beat wie vom Friedhof, der dazu noch mächtig schief nebenher läuft, erfüllt seinen Zweck: der Track ist authentisch. Überhaupt wenn ich dann lese, dass er alle seine Tracks nur unter Drogeneinfluss produziert. Genau das macht „Doot Doot (6 7)“ mit einem, wenn man es hört, es nimmt einen mit auf einen seiner (schlechten) Trips. Es ist ein Song von Drogensüchtigen für Drogensüchtige. Mit einem Musikvideo voller Drogenkonsumenten, die er direkt von der Straße nimmt. Wir waren damals als Heranwachsende selbst auf ähnlichen bewusstseinserweiternden Trips. Nur wäre niemand von uns auf die Idee gekommen daraus einen Track zu bauen und den auch noch zu veröffentlichen; im Nachhinein rechne ich das uns als verraffter und viel zu verwöhnter Generation hoch an.

Kids haben schon immer alles dafür getan, Erwachsene zu nerven. Hier stellt sich mir nicht die Frage, ob das zu „brain rot“ führt oder ob man (mal wieder) ein Meme verbieten soll. Mir stellt sich eher die Frage, wie so ein asozialer Musikmüll populär werden kann. So ziemlich alles zu Skrilla stinkt mir viel zu viel nach Jauchegrube. Ich meine das Leben ist hart, klar kannst du mal Lebensphasen haben, wo du unten bist und darüber zu schreiben oder etwas zu produzieren ist auch gut, um da wieder rauszukommen. Neu ist mir, das als Konzept zu nehmen und damit auch noch Geld verdienen zu können. Zeitgeist par excellence für mich und langsam wird auch wieder Zeit dass wir da rauskommen, schon allein kulturell.

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musikstreaming wtf

Die Entwicklungen im Tech-Sektor sind manchmal völlig banane.

Nehmen wir Musikstreaming: wir hatten Napster damals, das uns MP3s Ende der 90er frei Haus geliefert hat. Unsere Internetverbindungen waren dabei so grottig, dass wir, wenn wir ein bestimmtes Album haben wollten, oft wochenlang in der Warteschleife warten mussten. Was oft nicht ging, weil die Telefonleitung frei gemacht werden musste, damit Oma mal anrufen kann. Dann kam Rhapsody, 2001. Dann kam Pandora, 2005. Und dann Spotify, 2008. Und heute, heute wollen alle nur noch den Tod Spotifys [via].

Ja was denn nun? Seid ihr etwa immer noch nicht unterhalten genug!?

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skriptkiddie-skit

Na na na:

le script kid

Wer von euch Skript-Kiddie-Zombies war das!?

Lernt lieber was Richtiges. JavaScript ist eh tot.

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20 jahre linux: teil 0

Penguins

Mir persönlich ist das letztens erst aufgefallen, weil in den Tech-News jüngst immer mal wieder die Rede war, dass Rechner mit Windows 10 ja bald Elektroschrott sind: ich bin jetzt 20 Jahre bei Linux dabei(!).

Für mich ist das ein schöner persönlicher Meilenstein.

Ich musste privat zum Glück auch nie zurückblicken bzw. wieder zu Windows zurückkehren. Ohne Zugang zum Internet und dem Wissen darin hätte ich das sehr wahrscheinlich nicht geschafft. Ich behaupte jetzt mal spontan, wer Linux nutzt profitiert unmittelbar vom Knowledge Sharing im Internet. Und wenn man dazu noch die englische Sprache gut versteht, gibt es für die Aneignung sowie Durchführung von diesem technischen Wissen keinerlei Grenzen.

Das Sharing kann und will ich hier die nächsten Monate zurückgeben. Es gibt nämlich ein paar absolute „Killer-Features“, die wir hier auf Opensource-Seite vorzuweisen haben. Das sieht vielleicht nicht immer so fancy nach Augenzuckerli aus wie bei dem, was Cupertino so raushaut. Ist aber technisch mindestens gleichauf oder sogar weiter entwickelt. Und danach schaue ich zumindest immer: mir ist erst einmal egal, wie etwas aussieht. Erfüllt es den Task, den ich damit abarbeiten wollte? Wenn ja, sehr schön! Wenn nein, lass mal weiterziehen.

Von daher endet mein Prolog zu dieser Serie. Nächstes Mal zeige ich mit einem ziemlich fancy Plugin, was man für Daten aus seinem Emailprogramm sichtbar machen kann. Stay tuned und viel Spaß, es werden viele weitere fröhliche Pinguine hier folgen!

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peak 90s?

If you are among those who think „90s were peak“ always remember that:

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historical tech tree

Meine lieben Apple-Jünger und Super-Mario-Zocker, we’ve come a looooong way:

historical tech tree

Der Historical Tech Tree ist ein sehr interessantes Webprojekt von Étienne Fortier-Dubois: https://historicaltechtree.com/.

Es ging los ca. 3,3 Millionen Jahre vor Christus mit dem Stein; da war alles noch unga-bunga für uns. Dann kann man gefühlt beliebig lange nach rechts scrollen… und verliert irgendwann den Überblick.

Anyways, 1948 dann endlich, der erste Computer-Chip:

1948: CPU basierend auf der Von-Neumann-Architektur

Ab da alles nur noch downhill… nee, Spaß.

Vom Stein zur CPU zu „ich verfasse einen Textbeitrag mit integrierten Bildern in einem ätherischen Medium“ – was wohl als nächstes kommt? Sicher ist, Étienne wird das irgendwann oben integriert haben. Guter Mann.

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das selbstbild eines bots

Irgendwann vor Version 5 habe ich ChatGPT gefragt, wie es sich selbst zeichnen würde:

Selbstbild ChatGPT vor Version 5

Den selben Befehl habe ich dann erst vor kurzem nach der Veröffentlichung der Version 5 erneut abgesendet:

Selbstbild ChatGPT nach Version 5

Die Unterschiede, finde ich, sind schon krass.

Zum einen deckt sich das mit dem frühen Feedback der Nutzer:innen zur neuen Version, ChatGPT 5 fühle sich „kalt“ und „unmenschlich“ an. Zum anderen bin ich von Natur aus ein sehr neugieriger Mensch. Daher wollte ich direkt wissen, was der Bot selbst „denkt“, warum es hier diese großen Unterschiede gibt:

Great question! Both drawings are me, but they reflect two different ways of visualizing an AI persona:

The first version (human-like persona)

Looks like a friendly young man with brown hair and a teal sweater.

Designed to be approachable, relatable, and familiar, almost like a helpful colleague or friend.

Human traits make conversations feel warmer and more natural.

The second version (robot/cloud persona)

A robot body with a cloud-shaped head and “AI” circuits on the chest.

Symbolizes the non-human, digital essence of what I actually am.

More abstract and conceptual, reminding you that I live in the cloud and am built from data, not biology.

✨ So, the difference isn’t really a “change in me” but a shift in artistic interpretation:

One leans toward human familiarity.

The other highlights AI identity.

Mit der Version 5, dem neuesten Update seit 2022, hat uns OpenAI also die Möglichkeit genommen, den Bot als „Freund“ zu sehen.

Ergibt zunächst Sinn, denn plötzlich sind da ganze Wikipedia-Einträge zu düsteren mentalen Problemen wie „Chatbot-Psychose“, die wir so nie hatten. Kein Techunternehmen der Welt will mit Selbstmorden der eigenen Nutzer:innen in Verbindung gebracht werden. Zum anderen ist ein Bot eben tatsächlich nur ein Bot. Ein Thema was uns in der IT spätestens seit „Eliza“ beschäftigt; das war 1966. Dass Menschen Programme für menschlich halten ist also kein neues Phänomen, irgendwelche negativen Auswirkungen waren da durchaus zu erwarten. Überhaupt wenn man die Technik selbst nimmt, die in der Form des machine learning und LLMs aktuell nach wie vor höchstens in einer Betaphase läuft. Der Unterschied hier ist: man testet nicht mehr intern, sondern haut die Software einfach im unfertigen Stand raus und sagt „wird schon passen, irgendwie“.

Was auch auffällt ist, dass der Bot bei der Erklärung tatsächlich auch flunkert: nicht einmal 2 Wochen nach Veröffentlichung von Version 5 kam ein Update, was den Bot aufgrund der Nutzerbeschwerden wieder „wärmer und freundlicher“ machen sollte. Die Kälte war also absolut ein „change in me“ und hatte mit „künstlerischer Interpretation“ rein gar nichts zu tun. Die Kunst hier stammte von ChatGPT selbst, vor Version 5 und danach. Und ist ein sehr schönes Dokument, wie ein Bot sein Selbstbild erstellt (wenn es sowas überhaupt gibt). Und auch permanent selbst modifiziert. Egal was wir davon halten. Gesundes Hinterfragen kann da helfen.

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