Archiv für die Kategorie „Filme“

kodi-entwickler auf mpaa-abschussliste

2017. Wer mal schnell wissen möchte, welche harten Kämpfe FOSS auch heute noch ausfechten muss, der soll sich bitte diesen Artikel zu „MPAA gegen Kodi-Addon-Entwickler“ ansehen. Das ist verrückt, was hier abgeht. Das ist Behinderung von Innovation in Reinform. Und schon auf dem Schreiben solltet ihr die Logos checken. Das sind nicht unsere oder eure Freunde.

Kurz zum Hintergrund: KODI, ehemals XMBC, ist wohl das Beste, was die XBOX je hervorgebracht hat.

Kodi Logo via Wikipedia

Am Anfang war es einfach ein Opensource-Medienplayer, mittlerweile ist es eine eigene Linux-Distribution, im Hintergrund ein komplettes Non-Profit-Konsortium, das sich großer Beliebtheit erfreut und auch eines der ersten Software-Spielzeuge für den Raspberry Pi war.

Man konnte ferner „dumme HD-Fernseher“, also TVs, die zwar HD anboten, aber keinen Internetanschluss hatten, im Handumdrehen „smart“ machen. Man findet den Quellcode zum Herumschrauben auch drüben bei GitHub: https://github.com/xbmc/xbmc.

Ich hatte die MPAA schon gar nicht mehr auf dem Radar. Die 1922 gegründete Motion Picture Producers and Distributors of America (MPPDA) kämpft noch heute gegen die Torrent-Technologie. Das Wort „Takedown“ gehört zum gängigen Vokabular in der Berichterstattung. Die brachten ein ganzes Protokoll zu Fall: eDonkey. Sie legen sich mit ganzen Ländern an, auch in Europa, siehe die Geschichte von „The Pirate Bay“ aus Schweden. Verklagen Leute, die verlinken, Blogs betreiben, oder, wie in Kodis Fall, eben Open-Source-Addons entwickeln.

In dem konkreten Fall geht es wirklich nur um die Addon-Funktion:

*jsergio123 stoppt die Entwicklung von urlresolver, metahandler umgehend
* The_Alpha aus UK, verantwortlich für das Addon bennu, hat das Schreiben online gepostet
* Ares Wizard ging noch am selben Tag des Postings offline

Die Kodi-Entwickler-Szene ist in Aufruhr, ruft öffentlich zur Unterstützung des Gerichtsverfahrens auf. Das sind schwere Schläge, die hier ausgeteilt werden, weitgehend ignoriert oder unverstanden von der medialen Öffentlichkeit.

Es hat sich auch etwas gedreht im Verhalten der Coder nach solchen Anschuldigungen: früher hätten sie sich quergestellt und ins Darknet oder sonstwo verdrückt. Heute wird viel schneller eingeknickt. Das ist entmutigend als Opensource-Entwickler so etwas zu lesen, doch der Selbstschutz sollte immer vorgehen. Das wurde früher oft verpennt. Die jungen Hacker sind reihenweise wegen Dummheit oder falschem Stolz oder einfach jugendlichem Leichtsinn in den Knast gewandert. Insofern sind diese Reaktionen der Entwickler nicht feige, sondern tatsächlich weise. Schmerzen verursacht es dennoch.

Vielleicht denkt ihr das nächste Mal beim Filmgucken kurz drüber nach, welche Scheiße ihr hier unterstützt. Wie kann es sein, dass eine Organisation, bestehend aus nur sechs Filmstudios aus den USA sich mit kompletten Ländern anlegen und Jagd auf Menschen machen kann!? In welcher „freien Welt“ leben wir eigentlich?

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willkommen credstick

Kein Cyberpunk-Roman kommt ohne ihn aus. Wir kennen ihn aus diversen erlebbaren Abenteuern, egal ob in 3D, 2D oder textbasiert erzählt. Er hatte schon immer eine gewisse verratzte High-Tech-Aura. Und er besitzt heute durch Kryptowährungen gar eine höhere Relevanz als je zuvor: der Credstick.

Was bisher Fantasie war und nur ein ziemlich cooles Utensil, hat OPENDIME bereits realisiert und zwar schon in einer „Version 3.0“. Wieso sagt mir das niemand, verdammt!?

Hier das ziemlich retromäßige 4-Minuten-Präsentations-Video dazu:

[via]

In den Erzählungen werden diese Sticks meist mit fiktiven Währungen geladen: Chin-Yen (aus „Blade Runner“) zum Beispiel oder Credit („Deus Ex“). Der Stick hier jedoch lässt sich mit der populärsten Kryptowährung Bitcoin laden. Oder auch, wer lieber auf den Scrypt-Algorithmus setzt: es gibt ebenso eine Version davon für Litecoin.

Die Website ist so gehalten wie man es als Cyberpunk erwartet: neben Lieferschwierigkeiten werden auch kultige T-Shirts verkauft, Tassen, Sticker. Es wirkt alles unaufgeregt, eben authentisch low life, high tech. So sieht auch der Stick aus: es ist einfach nur ein nacktes Board(!). Doch so haben wir das gelernt, daran ist nichts Verkehrtes.

Ich jedenfalls feier‘ das. Lasst uns mal hoffen, dass das nicht „der Letzte seiner Art“ bleibt. Und vielleicht als Open-Source-Hardware für die Zukunft wäre auch nicht schlecht!

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blade runner 2049

„Blade Runner“ befindet sich tief verwurzelt in meiner eigenen DNS. Dabei war mir der Film anfangs überhaupt nicht bekannt, ich kam 1997 durch das gleichnamige PC-Spiel von Westwood Studios auf den Geschmack. Ein auf der tiefen und düsteren Atmosphäre aufbauendes, vier CD-ROMs umfassendes Adventure mit 7 verschiedenen Endings. Ohne PC-Heft und einem entscheidenden Hinweis kam ich immerhin auf 6 von 7 Endings. Man könnte meinen, mit 15 hätte ich nichts anderes gemacht. Waren schöne PC-Zeiten. Das Spiel mit dem übergroßen Karton hüte ich noch heute wie einen kleinen Schatz.

Mit „Blade Runner 2049“ läuft nun nach 35(!) Jahren seit gestern die offizielle filmische Fortsetzung in den Kinos dieser Welt. Ich war drin. Um es kurz zu machen: kompromisslos & sensationell!

Ryan Gosling als K in Blade Runner 2049

Woran es „Blade Runner“ nie mangelte war eine authentische Endzeit-Cyberpunk-Atmosphäre. Immerhin spielen die Handlungen der Filme und auch des Videospiels nach dem dritten Weltkrieg. Es regnet andauernd, die Sonne ist verschwunden. Es gibt kaum noch belebte Landstriche, selbst die erlaubte Reichweite der Spinner des LAPD sind begrenzt. In dieser Welt gibt es keine andere Möglichkeit als die Urbarmachung Maschinen zu überlassen. Im „Blade Runner“-Kosmos sind das die sogenannten „Haut-Jobs“, Nexus 6er im Original von 1982, Nexus 8er in der gegenwärtigen Verfilmung. Hinzu kommt ein Soundtrack gemeinsam arrangiert und (fast) perfekt zugeschnitten von Hans Zimmer und Benjamin Wallfisch. Und ja, es gibt auch wieder die unvergleichlichen mystischen Vangelis-Sounds.

Optik & Sound: 10 von 10

Bei der Handlung hat man sich einem ungewöhnlichen und weniger naheliegenden Thema bedient. Waren im Original die Nexus 6-Hautjobs noch an einer Verlängerung ihrer nur auf wenige Jahre konzipierten Lebenserwartung interessiert, lautet die Frage nun statt „träumen Androiden von elektronischen Schafen?“ (Original-Text von Philip K. Dick): „träumen Androiden eigentlich von Familie und eigenen Kindern?“

Ich persönlich war überrascht, der „Blade Runner“-Stoff lässt viele Fragen offen. Aber wohl eine der schwierigsten zu beantworten versucht man hier in der Fortsetzung „Blade Runner 2049“ tatsächlich. Und es wird ebenfalls versucht das in knapp unter drei Stunden zu schaffen. Ziemlich unmöglich. Was ein Irrsinn! Hollywood mit Mut im ersten Jahr Trump!? Wie erfrischend!

Wer bei aller Bild- und Soundgewalt eine solch anspruchsvolle Handlung versuchen will einem Millionenpublikum verständlich zu machen, braucht Feingefühl und Budget bei den dafür benötigten Schauspielern. Und ganz in Manier des Originals hat man es geschafft, zum großen Glück von „Blade Runner“-Kennern und Fans. Ich will zur Handlung daher keine Worte mehr verlieren (freut euch drauf!) und mich nun der Riege der Darsteller widmen.

Handlung: 9 von 10

So wichtig wie Harrison Ford als Deckard war natürlich auch: ist Sean Young als Rachael dabei? Ja, ist sie! Allerdings nicht „real“, sondern sie stand zur Verfügung für einen auf CGI-Technik basierenden Klon. Und: auch Gaff kommt kurz zurück, der grimmige Origami-Zocker! Allerdings in einem mental eher bescheidenen Zustand.

Deckard mit Hommage an den Klassiker

Seit „Drive“ bin ich überzeugt von Ryan Gosling, war also für mich von Anfang an der richtige Mann für die neue Hauptrolle. Jared Leto, naja. Geschmäcker sind verschieden. Doch „Requiem for a Dream“ ist für mich weiterhin einer der besten Filme aller Zeiten. Als blinder Niander Wallace macht er eine gute Figur.

Wären die „alten Hasen“ abgehakt, was mich allerdings mehr faszinierte war der superbe und internationale Cast!

Da spielt Ana de Armas aus Kuba eine sexy 3D-KI. Model Sylvia Hoeks aus Holland die eiskalte und subtil-erotische Handlangerin Luv von Niander Wallace. Mackenzie Davis aus Kanada eine Pris sehr ähnliche Prostituierte. Carla Juri aus der Schweiz die Biologin und [DarfIchNichtVerraten]. Lennie James aus England den Supervisor einer iPhone-Kinderfabrik. Barkhad Abdi aus Somalia den Typen vom Markt, der echte von unechten Tieren unterscheiden kann. Hiam Abbass aus Israel die Anführerin einer Replikanten-Armee. Und Tómas Lemarquis aus Island den Verwalter einer firmeninternen Hautjob-Hersteller-Datenbank.

Und was das Schönste ist: die wirken auch noch alle überzeugend! Also entweder hatten die wirklich alle Bock drauf oder es waren einfach sehr schöne Drehtage in Budapest!

Cast: 11 von 10

Der Kanadier Denis Villeneuve hat mit „Blade Runner 2049“ ein Science-Fiction-Meisterwerk geschaffen. Die Effekte und Sounds dieses Films sind heute sicher etwas einfacher herzustellen und umzusetzen, aber sicher nicht günstiger geworden. Man kann den Film daher beruhigt als sehr gelungenes Sequel anschauen, mit allen Stars, die man im Original schätzen und lieben gelernt hat, der selben düsteren Atmosphäre, dem selben unvergleichlichen Soundtrack. Einzig: die Fortsetzung ist härter, kompromissloser. Und auch emotional kälter.

Wer es wagt die audiovisuelle Faszination beiseite zu schieben, die schon alleine den Eintritt locker lohnt, bekommt eine der ungemütlichsten Fragen der KI-Forschung gestellt: was für Probleme könnten sich ergeben, wenn intelligente Roboter zur Fortpflanzung fähig wären? Philip K. Dick weilt seit 1982 nicht mehr unter uns. Ich denke diese Frage wäre seiner philosophischen Genialität durchaus würdig gewesen. Man muss dem Drehbuch hoch anrechnen, dass einem Popcorn-Publikum verkaufen zu wollen. Hut ab.

Drittens, wer ein Auge für so etwas hat: was ein geniales Timing! Schnitte, Szenen, kreuzende Charaktere und Objekte. Respekt! Im Gedächtnis geblieben ist einer der besten Filmschnitte seit Jahren, als man kurz nur noch Wasserfälle sieht. Und die musikalische Untermalung dazu. Gänsehaut. Szenenwechsel in Perfektion. Und auch keine Ahnung wie das mit Deckard, K an der Bar und dem Hund im Casino funktioniert hat. Ein wirklicher Hochgenuss und bei weitem nicht die einzigen.

Danke an die unfassbar talentierten und geduldigen Teams der beiden Hauptfilme!
Danke für die Möglichmachung eines Traums!
Danke, dass Ihr die Umsetzung einer Fortsetzung nicht verbockt habt!
Danke, dass ich nach vielen Jahren mal wieder einen Grund hatte ins Kino zu gehen. Und nicht enttäuscht wurde.
Danke für unfassbar wertvolle 163 Minuten.

„All those moments will be lost in time. Like tears in the rain.“ – Roy in „Blade Runner“ (1982)

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schattenfrieden

Aus aktuellem Anlass ein Hinweis zu einer Video-Serie bzw. Datenvisualisierung, was passiert, wenn nukleare Vernichtung durchgezogen wird:

Nur so, als Snack zwischendurch, für die Deppen die denken, dass nukleare Drohungen zwischen präsidialen Rassisten-Idioten aus den USA und durchgeknallten Faschisten aus Nordkorea jetzt plötzlich zu unserem Alltag gehören sollten und alles „halb so wild“ sei.

Für Data-Fetischisten und -Narren ebenfalls ein Leckerbissen, wie das von US-Animationsspezialist Neil Hallorean umgesetzt wird. Ein Must-See!

Sein Werk ist durchaus unterstützenswert, ein paar Euros spenden kann man hier: https://patreon.com/neilhalloran. Das da oben ist nämlich erst Teil 1.

Normalerweise poste ich Freitags immer Artwork, doch heute ist mir nicht danach. Ich musste schon aufwachen mit der Meldung, dass in Barcelona ein Terroranschlag passierte.

Are you really ready to head into the future like this!? Look. The. Fuck. Back!

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ruhe in frieden, multibit!

Multibit hat sich am 26. Juli für immer verabschiedet. Code sei nicht mehr wartbar, zu viele Bugs, zu unsicher. Schade!

Tatsächlich war Multibit mein erstes Computer-Bitcoin-Wallet. Das Wallet, mit dem man hier auf gizmeo.eu spenden kann über die Adresse 1zEAovGmzNPd5HqcyQd1hXsJPfu8UQfvr, wurde z.B. hierüber erstellt. Auf einer Linux-Kiste, versteht sich. 😉

Den Umzug auf ein anderes, neues Wallet, liefert Multibit in dem Blog-Post gleich mit: Umstieg von Multibit auf Electrum, via YouTube. Ist kein hassle, in wenigen Minuten durchgeführt. Vorausgesetzt, ihr könnt eure privaten Kontenschlüssel exportieren, versteht sich. 😉

Joa, so ist das halt im Coding-Bereich, Apps kommen und gehen. War eine freundliche App. Ruhe in Frieden, Multibit! Hoffentlich mit ein paar fetten einkassierten Bitcoin, versteht sich. 😉

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eine schrottreise zur erde

Schaut’s, unseren Schrott dort draußen:

Eine Art Hochtechnologie-Käfig.

In ein paar Jahrzehnten wird gar nichts mehr weiter als low orbit kommen. Disgusting.

Fängt ganz harmlos an, mit der Voyager-Sonde, die sich bereits im interstellaren Raum befindet. Auch eine Art von „Weltraumschrott“, wenn man so will. Ist aber hier gar nicht Thema, ganz starkes Video der ESA! Nebenher lernt man sogar die Lagrange-Punkte!

Am Ende bin ich irgendwie froh, nie an Satelliten-Technologie beteiligt gewesen zu sein. Vieles davon schwirrt dort e-w-i-g. Und dafür wollte ich nicht verantwortlich sein.

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trailer: hollywood’s ghost in the shell

Kein Witz. Wird aber nicht gut gehen:

Erstens kann im Jahr 2017 in einem 2-Stunden-Hollywood-Blockbuster nicht erzählt werden, was uns G.I.T.S.-Kennern seit 1995(!) über Animes und Anime-Serien erzählt wird. 22 Jahre schafft niemand, auch nicht Trump’s Hollywood.

Wir reden hier von zwei Anime-Spielfilmen („Ghost in The Shell“ 1995 und „Ghost in the Shell 2: Innocence“ aus 2004), sowie über zwei komplette Staffeln „Ghost in the Shell Stand Alone Complex“ mit jeweils 26 Folgen, sowie die strittige Mini-Serie „Arise“ aus 2013 mit 7 Folgen. Hier wurden keinerlei Spin-Offs und unnütze Videogames berücksichtigt.

Zweitens: Scarlett Johansson!? Eine der arrogantesten Prototyp-Arier spielt _den_ asiatischen Über-Cyborg?? O’RLY!? Titten!11

Ich wusste, dass 2017 schwer wird, aber so schwer…

Ja, die Japaner sind gemein. Was hier drin passiert, warum es passiert, wie es zu interpretieren ist; das hat über zwei Jahrzehnte jetzt nur (Netz-)Subkulturen interessiert. Lasst mich wissen, sollte die „Live-Action-Adaption“ etwas anderes sein als Effekthascherei, vielleicht bekommt ihr von mir dann einen Bitcoin!

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(geheime) geschichte: silicon valley

Wer eine gute Stunde seiner wertvollen Zeit entbehren kann, und nicht allzu viel gegen ein bisschen Geschichte hat, dem sei der folgende Vortrag von Steve Blank empfohlen:

[via]

In „Die geheime Geschichte des Silicon Valley“ erklärt er anschaulich und oft auch mit Humor, worin diese weltverändernde Kolchose ihre Ursprünge hat. Für die Ungeduldigen, hier der SPOILER: Zweiter Weltkrieg, elektronische Kriegsführung, Mikrowellen, Hewlett Packard. Ungefähr auch in der Reihenfolge.

Selbst wenn Opa nicht gerne erzählte, was er wirklich so trieb, manche Dinge konnte auch er nicht ins Grab mitnehmen. o.O

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esa open access

Seit zwei Jahrzehnten schon teilt die ESA ihre Datensätze mit der Öffentlichkeit. Betroffen von dieser Politik sind Informationen genauso wie Daten oder Photos. Profitieren kann hier jeder, egal ob Wissenschaftler, Medien, Studenten, Privatleute oder die Industrie.

Hier ein Screenshot der Startseite:

esa: open access program screen shot

Dort die Webseite zum Einstieg in diese umfangreichen Wissenswelten:

http://open.esa.int/.

Da alle Inhalte unter einer CC BY SA-Lizenz stehen, kann man das ganze Zeug sogar remixen, man muss dabei nur die Quelle nennen.

Nachtrag: In meiner eigenen Wahrnehmung sind Beiträge der ESA in den Medien häufig unterrepräsentiert. Oft findet nur eine Berichterstattung zur Geschichte und den Ereignissen der NASA statt. Das ist IMHO allerdings weder sinnvoll, noch fair, dann könnten wir auch genauso viele Beträge zur JAXA oder ISRO raushauen, hätte für Europa die selbe niedrige Relevanz. Ich bin letztes Jahr auch zurückgekommen, um dies zu ändern oder zumindest mit dem Versuch es zurechtzurücken. Nur wer sich fragt, warum plötzlich so viele ESA– oder CERN-Beiträge hier auftauchen.

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nestle first world vr

Wie kann Nestlé sein Image retten, ohne große Änderungen am derzeitigen Geschäftsmodell durchführen zu müssen? Die Antwort ist eine eigens entwickelte Virtual Reality-Brille für die Dritte Welt:


(C) Bohemian Browser Ballett

Die negative Reaktion der Öffentlichkeit, Wasser aus Ländern der Dritten Welt abzupumpen und es in Plastikflaschen weiterzuverkaufen war wohl zu heftig. Mit dieser Hightech-Brille möchte der Schweizer Konzern ein wenig Schaden wieder gut machen.

Ob die Brille umsonst zu haben sein wird ist nicht bekannt. Schwer vorstellbar, doch man könnte die Hardware ja erfolgreich, wie in dem Video gezeigt, durch eingeblendete Werbeplätze finanzieren.

Dank geht raus an das Künstlerkollektiv Bohemian Browser Ballett für diesen Beitrag zur virtuellen Lösung realer Probleme der Ärmsten der Armen!

„Sauberes Wasser und Nahrung sind für sie von nun an zum Greifen nah!“

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der gesunde sith lord

Sith Lord zu sein hat auch Vorteile, so kann man in diesem Stadium u.a. mit Blitzen schießen.

Die Aufrechterhaltung dieser Fähigkeit für den menschlichen Körper ist allerdings sehr aufwendig, fanden Forscher der Universität Leicester Anfang Dezember heraus: für einen 10-Meter-Blitz werden ca. 1012kcal benötigt. Äquivalent 1,85 Millionen „Big Macs“ (PDF).

Das PDF ist nur zwei Seiten klein, 100% wissenschaftlich und enthält auch eine Reihe ausgefuchster Formeln. Die Forscher kommen zu einem ernüchternden Darth Vader-Fazit:

„We can thus conclude that without drawing power from some other source it is unlikely a Sith Lord could healhilty produce lightning.“

Vorher stirbt man wohl tausendfach an Fettleibigkeit, deckt man den Energiebedarf nur durch Nahrung.

Ohne Cheating durch The Force ist halt auch nichts, Darth Vader zu sein ist eben nicht leicht.

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weihnachten 2049

Bevor wir alle die nächsten Tage wieder Baal, Ishtar und Tammuz danken, dass es sie gibt, mache ich es heute kurz und lasse ein kleines Filmchen sprechen, was für mich wahre Festtage bedeuten:

Die abstrakten Horror-Sounds, Vangelis-Soundtrack aus den 80ern, Atmosphäre und Setting wie man es noch kennt vom Original; der 6. Oktober 2017 wird ein Tag, wo für Leute wie mich Weihnachten, Ostern, Geburtstag auf einmal gefeiert wird. Gänsehaut! Hoffentlich kommt Rachel ebenfalls zurück…

Mit Ryan Gosling wird man d’accord gehen können, wenn man „Drive“ sah, eine seiner Meisterleistungen. Er ist durchaus zu Geniestreich-Geschichten fähig. Und nicht zu vergessen das Hardcore-Videogame „Hotline Miami“, das stark durch diesen Film inspiriert ist und wahrscheinlich nur deswegen entwickelt wurde.

Frohe Festtage! Passt auf euch auf! Kalt ist die Welt geworden 2016. Wärmt euch ein wenig, da kommt was großes Schlechtes. Peace.

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kleiner 3d-druckerstift

Neat:

Der LIX 3D PIN ist ein kleiner 3D-Drucker in Stiftform, der in zwei Farben kommt und ca. 111€ kosten soll:

http://lixpen.com/#buyIt.

Natürlich wieder ein Kickstarter-Projekt, doch bereits komplett gepledget und vorbestellbar.

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heftiges leuchten im ural, russland

Bin mir nicht ganz sicher, ob das hier überhaupt jemand mitgekriegt hat:

Die Russen fahren doch alle mit so dümmlichen „Dash-Cams“ herum, die sitzen auf den Armaturenbrettern ihrer Autos und filmen alles, was vor die Linse kommt.

Tja, und dann eben auch _das_ hier.

Was ist das? Ein Meteor? UFOs? ALIENS? Stalin? Man wüsste es nicht.

Gemutmaßt wird, und da können nur die Leute etwas dazu sagen, die in der Nähe von Raffinerien leben, dass es eine „Verpuffung“ oder Ähnliches war. Eben irgendwas, was so in Raffinerien und durch diese passiert.

Ganz ehrlich: Es ist Russland. Das Land ist so bekloppt riesig, die würden nicht mal checken, wenn in einem Wald ein Komet runtergeht (siehe Tunguska).

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waermebild-alltag

Sicher nicht ganz ernst gemeint, doch regt das hier schon zum Nachdenken an:

Wer schon immer wissen wollte, wie ein 0815-Alltag durch die Linse einer Wärmebildkamera aussehen würde, findet hier zahlreiche Antworten.

Wärmebildkameras kosten auch heute noch mehrere Tausend Euro; die Wahrscheinlichkeit von solch einer Kamera aufgezeichnet zu werden sind also glücklicherweise gering. Es sei denn natürlich, ihr seid ein Predator.

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