Archiv für die Kategorie „Zukunft“

unsichere deutsche online-medienlandschaft

Am 8. Februar machte Google bekannt, dass ab Juli 2018 mit Release des Webbrowsers Chrome 68 _alle_ Webseiten, die dann noch mit unsicherem http laufen, in der Adresszeile als „Nicht sicher“ markiert werden. Satte vier(!) Jahre(!) nach den Enthüllungen eines gewissen noblen Herrn Edward Snowden. Diese markante und sehr sichtbare Änderung wird dann global 50-60% der Browsernutzer betreffen.

Meiner Meinung nach kommt das viel zu spät.

Dass auch im deutschsprachigen Digitalien 2018 tatsächlich noch „Neuland“ herrscht, kann man leicht herausfinden, wenn man die Massenmedien hierzulande, die mit einem Internetauftritt vertreten sind, daraufhin untersucht, ob die wenigstens aus 2014 ihre Lehren gezogen haben und ihre Webseiten mit Nachrichten, die von Millionen Menschen täglich online konsumiert und gesharet werden, abgesichert haben.

Dazu nimmt man „einfach“ die Massenmedien zur Hand, die news.google.de täglich aggregiert. Danach entsteht eine Liste, die man in zwei Welten aufteilen kann, „gut“ und „böse“ bzw. „sicher“ und „unsicher“.

Da Google hier so gut wie keine Alternativmedien listet (z.B. Blogs) und sich die Medienquellen täglich wiederholen, ebenso die „Nachrichten“ dort, bekommt man zusätzlich und noch völlig kostenlos eine formidable Übersicht, was das völlig verkalkt veraltete Deutschland unter seinem „journalistischen Wertekanon“ versteht.

Als auch im Jahr 2018 noch unsicher, also komplett ohne https, gelten folgende Onlinemedien:

FAZ.net
SPIEGEL.de
Sueddeutsche.de
zeit.de
t-online.de
handelsblatt.com
kicker.de
taz.de
Euronews
Deutsche Welle
Tagesspiegel
Abendzeitung München
chip.de
GameStar
Ausgburger Allgemeine
manager magazin
RP Online
Wirtschaftswoche

Als sicher gelten hingegen:

tagesschau.de
Telepolis
DIE WELT
bild.de
Focus Online
Merkur.de
Berliner Kurier
Gala
BUNTE
Russia Today
STERN
Bayerischer Rundfunk
Deutschlandfunk
Hamburger Morgenpost
N-TV
auto motor und sport
netzwelt.de
Golem.de
Kölnische Rundschau
Stuttgarter Nachrichten
Yahoo Nachrichten
Reuters Deutschland

Diese Liste kann und soll keinerlei Ansprüche auf Vollständigkeit erheben. Dennoch denke ich, so zum Großteil sehen wir hier diesen „Wertekanon“ ganz gut.

Fazit: die deutsche Onlinemedienlandschaft ist sicherheitstechnisch tief gespalten, 18:22. Warum man hier nicht aufgeholt hat, das hätte nämlich allerspätestens Mitte 2014 Not getan, lässt sich für mich nicht nachvollziehen.

Ihr müsst euch das so vorstellen: in der Praxis können _alle_ Nachrichten, Bilder, Links, etc., die ihr von den 18 Übeltätern abruft, 100% gefälscht sein. Just in dem Moment, in dem ihr sie betrachtet! Ich will nicht sagen, dass es einfach ist, hackingtechnisch, doch ich erwähne hier nur kurz mal das Stichwort JavaScript-Injection. Im Jahr 2018 kann man diesen, mindestens 18, einfach immer noch nicht trauen. Und DAS ist schon eine Feststellung.

Mich persönlich ärgert so etwas. Gut, ich bin voreingenommen, stamme beruflich und privat aus dem Webumfeld seit 1999/2000. Aber die da oben erreichen täglich Millonen Menschen. Nicht ein paar Dutzend, so wie ich hier. Das ist eine ganz andere Liga der Verantwortung. Es erklärt sich eigentlich von selbst, dass man im Dienst der LeserInnen steht ab einer bestimmten Besucherzahl, ich würde sogar sagen dreistellig täglich. In einer halbwegs vernünftigen Welt, müsste ich nichtiger Cyberpunk das in keinem Artikel erwähnen müssen.

Und es gibt noch etwas, dass mich ärgert: ich habe die Liste viel zu spät angefertigt. Wer weiß, wie das 2014, 2010 oder 2004 aussah. Das zu recherchieren wäre es auch mal wert, das Internet Archive sollte hier eigentlich helfen können.

Selbst mein Indie-Verlag AETHYX MEDIAE nutzt https seit Anfang 2017. Für alle Onlinemedien. Wo fließt denn das ganze viele Geld hin, das die Arschmaden da oben mit euch und Werbung verdienen!?

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weltweit erstes risc-v-linux-hackerboard erscheint!

Vergesst Intel, AMD, ARM und IBM mit deren Schrottprozessoren, die Zukunft spricht RISC-V!

Wenn Meltdown & Spectre uns Anfang des Jahres eines wieder vor Augen geführt haben, dann dass die oben erwähnten Hersteller sich einen Dreck kümmern, wie sicher und entwickelt deren CPUs sein sollen. Der Dumme ist der Käufer, der sich in Besitz eines „Hochtechnologie-Produkts“ wähnt, wenngleich die einzig guten Prozessoren des Planeten bei Verteidigungsministerien und Armeen verbleiben.

Das ist auch einer der Hauptgründe, weshalb es bislang keinerlei öffentliche Forschungen auf dem Gebiet bösartige und schädliche Prozessoren gibt. Meltdown & Spectre lassen die besten Programmierer des Planeten verzweifeln, weil sie einfach nicht wissen, wie sie mit solchen Bugs umgehen sollen. Besonders Spectre ist auch auf Linux bis heute nicht gefixt, die Hacker streiten richtig über die öffentlich zugänglichen Mailinglisten, von der Industrie kommt laut Linus Torvalds auch nur Bullshit (sic). Wer mitlesen will, was für merkwürdige und streitsüchtige Wesen Menschen sind, wird hier täglich fündig.

Ahhhh! Tief durchatmen! Luft holen! Die Rettung naht mit diesem Must-Have-Linux-RISC-V-Hackerboard:

RISC V: Freedom U540 Linux-Hacker-Mainboard

Was mit RISC-V versucht wird ist revolutionär und doch bisher jedes Mal gescheitert:

Opensource-CPUs für Alle!

Ja, es ist die einzige Rettung der IT wahrscheinlich. Nur: das Problem haben wir bereits seit Jahrzehnten. RISC-V ist vom Design her auch nur vorheriges Jahrhundert. Wer mitmachen soll, verändern soll, erweitern soll, das darf hier offen bleiben. Credo: Don’t be bad by design.

Mit dem Freedom U540, oben abgebildet, kann nun jeder Nachwuchs-CPU-Hacker und Prozessor-Experte für einen ziemlich humanen Unkostenbeitrag von 999$ (ca. 813€) direkt in die (vielleicht einzig sichere) Zukunft der Computerprozessoren einsteigen. Hier die extrem saftigen Features im Überblick:

* derzeit schnellste RISC-V-CPU der Welt
* das einzige derzeit erhältliche linuxfähige RISC-V-SoC (SystemonaChip)
* 4+1 Mehrkern-SoC, bis zu 1,5 GHz
* 4x U54 RV64GC Kerne mit Sv39 Virtual-Memory-Support
* 1x E51 RV64IMAC Management-Core
* kohärenter 2MB L2-Cache
* 64-bit DDR4 mit ECC
* 1x Gigabit-Ethernet-Anschluss
* hergestellt in 28nm-Technologie

Das ist richtig was hier passiert, es fühlt sich gut an. Mehr Details und Bezug über:

https://sifive.com/products/hifive-unleashed/.

Man darf hoffen, dass es nicht das einzige Motherboard dieser Art bleibt.

Hier geschieht gerade CPU-Geschichte und wer auch nur einen Hauch Interesse und Lust auf Prozessoren hat, sollte schnellstens mitmachen. Hier eröffnen sich die nächsten Jahrzehnte auch ganz neue Geschäftsfelder. Meine persönliche Empfehlung des Jahres! Schon jetzt! Danke an das Schreckgespenst und die Kernschmelze! Schub. Düse. Jetze.

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der grosse kryptoklau (metaversion)

Es gibt mittlerweile dermaßen viele Kryptowährungen-Tauschbörsen, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Coincheck zum Beispiel ist eine der jüngeren und stammt aus Japan, sie wurde erst 2014 gegründet.

Über Coincheck sind nun Kryptomünzen der asiatischen Kryptowährung NEM im Wert von 530 Millionen US-Dollar Ende Januar „gestohlen“ worden. Das macht dieses Ereignis zum größten Krypto-Hack aller Zeiten zusammen mit dem Mt.-Gox-Desaster 2014 (zufällig das selbe Jahr, in dem Coincheck im selben Land gegründet wurde…), das sich um die 500 Millionen US-Dollar bewegte. Damals meldete Mt. Gox Konkurs an, es war Betrug der Betreiber, die sich vor Gericht verantworten mussten.

NEM-Coincheck-Megahack

Der Diebstahl fand nur über 19 Accounts dort statt, mindestens einer davon hatte keinerlei Verbindungen zu dem/die Hacker. Für mich ist unverständlich, wer so viele XEM über so wenige Benutzerkonten dort lagerte. Es gibt ein offizielles Wallet für XEM, für jedes Betriebssystem. Wirklich niemand ist gezwungen seine Kryptomünzen extern auslagern zu müssen. Im Schnitt sind das also über 27,8 Millionen XEM pro Account mit einem äquivalenten Wert in US-Dollar zu der Zeit. Wie ist so etwas möglich!?

Noch etwas ist merkwürdig an der Geschichte: zwei Handelsgruppen fusionierten daraufhin zum Zwecke der Schaffung einer neuen „Organisation der Selbstregulierung“. Wir kennen die Geschichten aus Südkorea und China Anfang des Jahres, in Südkorea infiltrierte das Finanzministerium diverse Tauschbörsen im Zuge einer Regulierung. Was wir hier sehen ist die japanische Herangehensweise an das selbe Thema. Coincheck ist auch als eine der Kryptotauschbörsen bekannt, die eng mit der japanischen Regierung zusammenarbeitet. Zufall?

Dass Coincheck nicht vertrauenswürdig ist zeigten sie hinterher: zusammen mit dem NEM-Team würde zwar garantiert werden, dass man die geklauten digitalen Münzen aufspüren kann. Wer XEM kauft, die aus dem Hack stammen, bekommt eine Warnmeldung. Das geht, weil NEM ein zentralisiertes Movement ist, es gibt exakt 8.999.999.999 XEM, die in der Genesis-ICO bereits verteilt wurden, viele XEM verblieben bei den Gründern und Entwicklern. Technisch ist das also hier möglich. Doch Coincheck bot an nicht in US-Dollar, sondern japanischen Yen zu erstatten. Seriös?

Bereits gekaufte XEM vor dem Hack sind sicher. Einen Hardfork soll es nicht geben, versichert das NEM-Team. Im Textabschnitt oben ist ja kurz angerissen, warum das nicht nötig ist.

2018, die (Krypto-)Welt verändert sich.

Folgende Lehren halten wir fest:

* im Jahr 2018 wird geldwerter Diebstahl in einer Größenordnung eines dreistelligen Millionenbetrags in US-Dollar über Computer-Hacks ausgeführt, eine neue Dimension
* 2018 wird das Jahr sein, in dem verschiedene Mechanismen der Regierungen des Planeten Erde zur Regulierung von Kryptowährungen, ganz egal ob diese zentralisierten oder dezentralen Charakter besitzen, ausgehend von Asien, namentlich China, Südkorea und Japan, starten werden
* die exekutierenden Staaten sind sich darüber nicht einig, wie genau dabei vorgegangen werden soll und es werden verschiedene, teils auch brachiale, Taktiken ausprobiert, was unseriös und kopflos wirkt
* was wir hier sehen ist eine neue Form von Finanzkrieg
* Kryptowährungen sind die neue ultimative Bedrohung für Banken und Regierungen
* damit gerät jeder ins Visier, der Krytowährungen nutzt, teilt oder errechnet
* Kryptowährungen-Tauschbörsen im Internet kann auch fast 10 Jahre nach Erscheinen des Bitcoin nach wie vor nicht vertraut werden
* diese Wellen der Skandalmeldungen werden die nächsten Monate auch in Nordamerika und Europa aufpoppen wie Seifenblasen
* es ist davon auszugehen, dass der monetäre Wert von Krytogeld dadurch künstlich (in diesem Fall staatlich) gedrückt werden soll
* durch einen von den Massenmedien (mit wenig bis gar keinem technischem Hintergrundwissen) programmierten Hype im gesamten Jahr 2017 wird 2018 versucht werden die „aufgescheuchten Schäfchen“ wieder einzusammeln, die ähnlich wie beim Dotcom-Boom um die Jahrtausendwende in Aktien letztes Jahr in Kryptowährungen investierten. Kryptowährungen stehen in harter Konkurrenz zu Aktien und sind im Gegensatz für weniger Geld zu haben
* das Ende ist offen und es darf davon ausgegangen werden, dass dieser neue Krieg über das Jahr 2018 hinaus weitergeführt werden wird

Wenn wir hier nicht Zeuge einer Revolution werden, was ist es anderes?

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kryptogeld. rettet die welt!

Naja. Was davon übrig ist, nicht wahr!?

Jedenfalls, die UN evaluiert. Mal wieder. Und in der Vergangenheit lief das nicht mal schlecht: im Rahmen des Welternährungsprogramms ermöglichte man erst im Mai letzten Jahres 10.000 syrischen Flüchtlingen über die Ethereum-Blockchain Nahrung zu kaufen. Weil das gut funktioniert hat, wurde das Projekt auf 100.000 Individuen bis August 2017 aufgestockt. Und um hier noch eines drauf zu legen, wird bis Ende 2018 die Gesamtbevölkerung Jordaniens hinzugefügt. Respekt!

Das war, was die letztes Jahr machten mit der guten alten Blockchain-Technologie. Die UN kann Zukunft!

Dieses Jahr widmet man sich weniger Menschen, sondern mehr dem Planeten: in einem Blogpost wurde nicht nur die Etablierung einer neuen Organisation angekündigt, die den Klimawandel aktiv bekämpfen soll. Das alles soll mit Distributed-Ledger-Technologie geschehen.

[via]

Man bleibt also bisher bewusst vage.

Hier ein paar der Kriterien, die solch ein System bereitstellen sollte:

* Konsens über reproduzierte, geteilte, synchronisierte digitale Daten
* geografisch unabhängig
* ohne zentrale Administration und
* ohne zentrale Datenaufbewahrung
* Netzwerk sollte P2P sein (wie Emule, KAD, etc.)
* kann öffentlich oder privat sein
* Blockchain selbst ist nur eine Form, die diese Kriterien erfüllt

Es gehört zu einer Evaluation dazu, dass man sich nicht festlegen kann, festlegen will. So passt ja derzeit alles in den Anwendungsbereich, was es an Kryptos da draußen gibt.

Viel wichtiger wird sein, wie die ihre neue Organisation, die Climate Change Coalition (CCC), aufstellen, was die können soll, weshalb man diesen Weg gehen muss. So persönlich denke ich, die haben die Möglichkeit des Umdenkens von Staaten und Individuen bereits aufgegeben; das ist nur eine Mutmaßung, doch das System würde sonst keinen Sinn machen. Die brauchen unstoppable technology, was nachvollziehbar ist: es ist gerade 2 Minuten vor (ewiger) Mitternacht.

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brave new world VIII

CPU-Apokalypse: läuft!

CPU Meltdown Graphic CC4.0 International
Grafik CC4.0 International [via]

„The Verge“ berichtete gestern, dass Intel bereits seit Juni 2017 von Meltdown wusste und zwar durch ein Google-Forschungsteam namens „Google Project Zero“. Anstatt ab da jedoch Prozessoren auszuliefern, die nicht anfällig waren, einigte man sich zwischen den Industrie-Granden auf Geheimhaltung. Darf das sein!?

Hier hat mal jemand gesammelt, mit welcher CPU man heute noch (vielleicht) Bankgeschäfte machen kann. Je älter und exotischer der Prozessor, umso wahrscheinlicher, dass das geht. Vielleicht hat die eine oder der andere auch zuhause noch einen alten x86-PC herumstehen: alle diese Architekturen sind nicht betroffen. Also jeglicher 386er, 486er, usw. und deren Klone bzw. Derivate. Die zu nutzen werde ich allerdings nur mit einer aktuellen Linux-Distribution empfehlen.

Dort hat mal jemand das offizielle Dokument zu Meltdown analysiert, damit wir es nicht mehr tun müssen. Fazit: wer Code geschrieben hat und sich mit if/else/etc. auskennt, kann nachvollziehen, was hier passiert. Der Text sei auch erstaunlich gut und verständlich geschrieben.

Microsoft, einer der Cowboys der am schnellsten zog mit dem Update-Colt (schlechtes Gewissen?), zerschoss vor wenigen Tagen viele AMD-Systeme. Rechner mit Windows 7 und 10 zeigen nach einem Reboot lediglich das Windoze-Logo und booten nicht mehr. Glückwunsch!

In der Zwischenzeit sind die Updates auch auf iPhone 6-Geräten angekommen. Vorläufiges Ergebnis: die Leistungseinbußen liegen derzeit bei 40%(!). Getestet wurde iOS 11.1.2 und es war völlig egal, ob man einen Single-Core- oder Multi-Core-Benchmark machte, fanden niederländische Forscher heraus.

Und schließlich war auch Intel-CEO Krzanich auf einer „Technikmesse“ in Las Vegas, wo der Strom ausfiel und zeitweise die Taschenlampe die modernste Erfindung des Planeten war. Er hat gemacht, was Intel immer macht, wenn es um Kritik an dem Unternehmen geht: einfach gar nichts erläutert und wir sitzen das schon irgendwie aus. Er sollte seine Trinkwasserleitungen überprüfen lassen…

Pssst! Ich verrate euch mal ein kleines Geheimnis: diese Lücken sind nicht mit Software-Patches zu beheben, das ist (über-hardcore-unfassbar-darf-nicht-passieren-)fehlerhafte Hardware. Gesetze der Physik, kennsch!? 2018 wird ein Jahr werden, wo sich viele IT-Experten (mich eingeschlossen) fragen dürften ob sie in dem Bereich wirklich richtig aufgehoben sind.

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bitcoin knackt 15.000 euro

Un-glaub-lich:

Bitcoin knackt 15000 Euro

Ich würde behaupten, dieser Preis hat auch mit Weihnachten zu tun, doch selbst das mit einkalkuliert sind 15.000 Euro ein Wahnsinnspreis für eine einzige dieser digitalen Münzen.

Vor nicht mal 10 Tagen wurden erst die 10.000 geknackt. Kapitalismus; eine kranke Sache.

Spätestens jetzt lohnt es sich, sich auch mal mit Cypherpunks zu beschäftigen, sofern noch nicht geschehen. Diese Bewegung gibt es erst seit den 90ern, viele Themen findet man sogar heute noch in Web-Archiven. Hilft, um herauszufinden, was Bitcoin eigentlich will und was es ist. Einer der berühmtesten Vertreter dieser Bewegung: Julian Assange. Und: trägt auch ungeheuer dazu bei, „gute“ von „schlechten“ Coins zu unterscheiden. Weil wenn wir mal ehrlich sind, ein Ziel von Bitcoin können wir inzwischen abhaken: ein alternatives Zahlungsmittel für alle, besonders arme Länder und die Menschen auf der Welt ohne Bankkonto.

Ich bin hier auch draußen. Ich persönlich halte 1500 Euro für einen realistischen Preis. Alles darüber: blanker Irrsinn. Das wird selbst mir zu heiß, purer Schwachsinn gerade.

Vier Jahre hat mich der Dreck jetzt beschäftigt. Goodbye Bitcoin and thanks for all the fish!

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bitcoin knackt 10.000 euro

Ritterschlag für die Cypherpunks dieser Welt:

Bitcoin knackt 10000 Euro

Ich hätte das nie für möglich gehalten, dass so etwas passiert. Scheinbar sind unsere Zeiten doch unsicherer, als ich mir eingestehen will.

Hut ab, mutiger Bitcoin! To ze moon!

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shakti cpus

Indien hat wohl die kompetenteste IT-Workforce der Welt. Und wohl die am meisten unterbezahlte.

Ein neues ambitioniertes CPU-Projekt von dort könnte bald ARM den Garaus machen: Shakti.

Gerne hätte ich ein Bild des Prototypen eingebunden. Oder ein Logo. Einzig: es existiert noch nichts davon. Was ich weitergeben kann ist ein Gruppenfoto des mutigen Projekt-Teams.

Zwei Dinge, die mir imponieren und wo ich großes Potenzial sehe: Open-Source-Hardware. Und basierend auf RISC-V. Gefährliche Mischung! Die schmeckt. Zumindest mir.

Für die Spindoktoren reicht einfach, dass wir Schlagworte und -phrasen wie „IoT“, „Start Frühjahr 2018“ oder „Elektronik ist das Öl Indiens ab 2020“ weitergeben. Ich überlasse es denen, entsprechende „Hashtags“ zu generieren. Ich hoffe und bete, sie kriegen das hin.

Wer gerne tiefer einsteigen möchte in die Materie, ich gebe gerne ein paar nützliche Ressourcen weiter:

*Offizielle Website des Shakti-CPU-Projekts
*Das Shakti-Prozessor-Programm (PDF allerdings aus 2015)
*Open CPU-Projekte auf GitHub, basierend auf RISC-V
*Für was Shakti im Hinduismus steht, Wikipedia

Schön! Gut! Vielversprechend! उंगलियों को पार कर!

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diy: einfacher smart contract mit solidity

Solidity ist die Programmiersprache von Ethereum, eine Turing-vollständige Programmiersprache, exklusiv entwickelt für diese eine Kryptowährung. Wobei, Ethereum ist eine vollständig neue Plattform, Solidity nur die Sprache dieser Plattform. Sie ist JavaScript sehr ähnlich, jeder mit Erfahrung in JavaScript sollte sich hier sehr gut zurecht finden. Aber Vorsicht: JavaScript != Java. JavaScript ist zwar schnell, aber nicht schön und leider auch keine Hochsprache.

Anyways. „Smart Contracts“ sind wohl das Killer-Feature von Ethereum. Im Kern handelt es sich hierbei um unfälschbaren, verfizierten Code, der zu einer bestimmten Bedingung ausgeführt wird. Es soll sehr einfach sein „smart contracts“ zu schreiben, von daher möchte ich in diesem Beitrag die Aufmerksamkeit auf ein einfaches Tutorial lenken, das wir Entwickler alle kennen: „Hello World“. Der Code und auch die Details dazu sind auf GitHub hinterlegt: https://github.com/evbots/greeter_contract.

Ich bin im Übersetzen sehr schnell (und meist auch sehr präzise), von daher gebe ich die Einführung einfach in deutscher Sprache weiter. Eure Versuche gehen natürlich auf euer Risikokonto. 😉

=== Der Gruß-Vertrag ===

Ein einfacher „Hallo Welt“-Smart-Contract geschrieben in Solidity.

=== Hintergrund ===

Dieser Code stammt direkt aus dem Anfänger-Tutorial der Ethereum-Entwickler, den ihr hier findet. Das Tutorial selbst erwähnte jedoch eine alte web3.js-Spezifikation, von daher wurde der Vertrag leicht angepasst.

=== Vorbereitungen ===

* Die Fähigkeit, Ether zu akzeptieren, die Währung von Ethereum. Benutzt eine Tauschbörse oder leiht euch ein paar Ether von einem Freund.
* Ladet euch Go Ethereum herunter und führt es aus mit geth --rpc
* Erstellt einen Ethereum-Account mit geth über die Kommandozeile oder JavaScript-Konsole. Mehr dazu hier.
* Überweist Ether zu diesem neuen Account.

=== Setup ===

Nachdem ihr die Paketquelle geklont habt, installiert die Abhängigkeiten.

yarn

Stellt sicher, dass geth läuft, sofern noch nicht geschehen.

geth --rpc

Bereitet das Build-Skript vor, damit es ausgeführt werden kann:

yarn build

Sofern ihr Ether zu eurem Account transferiert habt (es genügt sehr wenig), entsperrt den Account, damit ihr das Geld ausgeben könnt. Dies geschieht über die Konsole von geth. Sobald geth aufgesetzt ist und läuft, öffnet ein neues Terminal und benutzt diese Befehle:

geth attach

Danach schreibt ihr in eure Konsole:

personal.unlockAccount(eth.accounts[0], , 15000)

Jetzt, davon ausgehend ihr seid im Projektverzeichnis, führt den Code aus:

node lib.js

Ihr verbindet euch so mit geth über euer lokales Netzwerk und dessen API, dabei wird versucht ein Vertrag zu erstellen.

Notiert euch die Adresse des Vertrages, nachdem ihr diesen errechnet (geminet) habt. Sobald geth den letzten Block synchronisiert hat, werdet ihr die Adresse als Ausgabe sehen. Sollte das nicht der Fall sein, prüft eure Wallet-Adresse über etherscan.io und ebenso den Status eures Vertrags. Sobald der Vertrag errechnet wurde, könnt ihr wieder zur JavaScript-Konsole von geth zurückkehren und kreiert so eine Instanz eures Vertrags. Danach grüßt das Ding. ^^

Damit das funktioniert, benötigt ihr zwei Sachen: die ABI des Vertrags, sowie die Adresse. Um die ABI zu bekommen, habe ich ein einfaches Skript geschrieben, um diesen auszugeben. Führt einfach Folgendes aus:

yarn printAbi

=== Vertrag erstellen ===

Zurück in der JavaScript-Konsole von geth (Tipp: ihr erreicht diese mit geth attach in einem neuen Konsolen-Tab/-Fenster) erstellt ihr nun euren Vertrag mit dem Code:

var myContract = web3.eth.contract(YOUR_ABI).at(YOUR_CONTRACT_ADDRESS);

=== Vertrag ausführen ===

Ab jetzt lassen sich die Methoden eures Vertrags aufrufen:

myContract.greet();

und

myContract.kill();

Wie wir sahen ist das alles zum Glück kein großer Aufwand.

Auf die Frage, was man damit machen, hat der Kanton Zug (Schweiz) inzwischen schon eine praktische Antwort: die können nämlich bald ihre digitale ID in der Ethereum-Blockchain hinterlegen. Erwartet sowas mal in Deutschland. -.-

Alles Pfosten hier. Seid schlau, geht, aber geth mit Ethereum!

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a propos pressefreiheit

Da fällt mir doch noch ein: wegen toller neuer Buzzwörter wie „Fake News“, „Lügenpresse“ und dergleichen mehr. Weit hergeholt ist das nicht. Und falsch (leider?) auch nicht.

Laut Reporter ohne Grenzen, die alljährlich eine Liste bzgl. der Länder auf dem Globus veröffentlichen mit der größten Pressefreiheit, sind die Länder mit der größten Freiheit zwar allesamt Teil der westlichen Welt. Doch die Aufteilung ist weder wie man euch erzählt, noch vorbildlich für NATO-Länder. Und schon gar nicht wie man es erwarten würde.

Hier, schaut mal ob ihr zu den Glücklichen zählt und ihr euer Heimatland in den Top 10 findet:

Platz Land Region Score

1 Dänemark Nordeuropa 0,50
– Finnland Nordeuropa 0,50
– Island Nordeuropa 0,50
– Irland Nordeuropa 0,50
– Niederlande Westeuropa 0,50
– Norwegen Nordeuropa 0,50
– Schweiz Westeuropa 0,50
8 Slowakei Osteuropa 0,75
9 Tschechien Osteuropa 1,00
– Slowenien Südeuropa 1,00
Source: Reporters Without Borders

Ich als gebürtiger Westeuropäer werde hier nur von zwei Ländern vertreten, Holland & die Schweiz. Und die Schweiz gehört nur rein geografisch zu Europa, die Eidgenossen sind ein autarkes Land und gehören zu nichts und niemand.

In unserem Wortschatz haben wir einen mächtigen Begriff für das Gefühl, das einen befällt, wenn man solche Wahrheiten verarbeiten muss & es ist sogar in angelsächsischen Sprachen mittlerweile anzutreffen: Angst.

Macht das Beste draus. Und startet lieber heute als morgen euer Blog. Es ist kalt, gefährlich und einsam hier in diesen Tagen. Helfen kann ich auch: https://aethyx.eu

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willkommen credstick

Kein Cyberpunk-Roman kommt ohne ihn aus. Wir kennen ihn aus diversen erlebbaren Abenteuern, egal ob in 3D, 2D oder textbasiert erzählt. Er hatte schon immer eine gewisse verratzte High-Tech-Aura. Und er besitzt heute durch Kryptowährungen gar eine höhere Relevanz als je zuvor: der Credstick.

Was bisher Fantasie war und nur ein ziemlich cooles Utensil, hat OPENDIME bereits realisiert und zwar schon in einer „Version 3.0“. Wieso sagt mir das niemand, verdammt!?

Hier das ziemlich retromäßige 4-Minuten-Präsentations-Video dazu:

[via]

In den Erzählungen werden diese Sticks meist mit fiktiven Währungen geladen: Chin-Yen (aus „Blade Runner“) zum Beispiel oder Credit („Deus Ex“). Der Stick hier jedoch lässt sich mit der populärsten Kryptowährung Bitcoin laden. Oder auch, wer lieber auf den Scrypt-Algorithmus setzt: es gibt ebenso eine Version davon für Litecoin.

Die Website ist so gehalten wie man es als Cyberpunk erwartet: neben Lieferschwierigkeiten werden auch kultige T-Shirts verkauft, Tassen, Sticker. Es wirkt alles unaufgeregt, eben authentisch low life, high tech. So sieht auch der Stick aus: es ist einfach nur ein nacktes Board(!). Doch so haben wir das gelernt, daran ist nichts Verkehrtes.

Ich jedenfalls feier‘ das. Lasst uns mal hoffen, dass das nicht „der Letzte seiner Art“ bleibt. Und vielleicht als Open-Source-Hardware für die Zukunft wäre auch nicht schlecht!

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ich und judith rakers

Ich bin spitz auf Judith Rakers. Und auch wenn ich tief innerlich weiß, dass imaginäre Liebesbeziehungen mit Personen auf Zelluloid eine Art der Kapitulation vor den realen Wirren der menschlichen sozialen Interaktion darstellen, erscheint es mir bis heute immer noch angenehmer & besser als mich hier mit den armen Seelen zu vergleichen, die Liebesbekundungen an Erika Mustermann schreiben. Und das auch heute noch tun. Gegen Judith ist Erika Kackfresse. Das ist, zum Glück, nicht mehr Deutschland.

Ferndiagnostisch mangelte es der guten Judith an einer akkuraten Beurteilung heiratsfähigen männlichen Menschenmaterials: sie hat einen Investment-Banker geheiratet. Im Jahr 2009. Praktisch mitten in den tödlichen Sümpfen der Weltwirtschaftskrise, die Arschlöcher in Anzügen wie der verursacht hatten. Sie war als Nachrichtensprecherin auch stolz als Ringträgerin zu sehen. Also aus irgendeinem Grund war es ihr ernst mit diesem Typen. Verstehe einer blonde Weiber…

Diesen Monat machte sie Schluss. Keine Ahnung aus welchen Gründen, es geht mich auch nichts an. Doch es hat mich innerlich gefreut, so wie wenn eine Flamme aus der Schulzeit plötzlich zu dir zurück kommt. Was nie passiert, aber ihr kennt das Gefühl!? Anyway.

Ich wollte nun unbedingt der guten Judith meine persönliche Hilfe anbieten. Schließlich ist ein Eheaus nach solch einer langen Zeit ein seelischer Rückschlag, der verarbeitet werden muss. Ich bin zwar groß & dünn, doch besitze breite Schultern. Ich kann sehr gut zuhören. Und habe ein großes Herz, erst recht für seltene Schönheiten wie Judith.

Ich recherchierte ihre Email-Adresse. judith.rakers@tagesschau.de gab es nicht, auf Facebook bin ich nicht mehr. Frau Rakers lässt sich vertreten durch eine Agentur. Eine Email-Adresse um direkt mit ihr in Kontakt zu treten existiert nicht, die Gründe dürften, wenn ihr bis hier hin gelesen habt, mittlerweile klar sein.

Also nahm ich mein Smartphone, startete das Email-Programm und sendete:

Betreff: Glückwunsch!
An: christine.stitz@sundance.de

Guten Morgen liebe Judith,

mit Vergnügen las ich soeben, dass Du dich, zu Deinem persönlichen Glück, von Deinem zwielichtigen Ökonomen getrennt hast.

Ein weiser Schritt! Zeit für etwas Brandneues!

Wenn es etwas gibt, was ich für Dich tun kann, lass‘ es mich wissen, Liebes! Ich habe für Deine Sorgen & Nöte immer ein offenes Ohr.

Meine Handynummer: +49 17x xxxxxxxx
Meine E-Mail-Adresse: c1ph4@aethyx.com

Respekt & auf bald, liebe Grüße,
Dein c1ph4

Entgegen meinen Erwartungen kam prompt eine Antwort zurück. Diese las sich wie folgt:

Von: Christina Stitz
Betreff: Automatische Antwort: Glückwunsch!

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Nachricht! Vom 13.10.2017 bis einschließlich 23.10.2017 bin ich nicht im Büro zu erreichen. Ihre E-Mail wird nicht weitergeleitet, verbleibt jedoch in meinem Postfach.

In dringenden Fällen kontaktieren Sie bitte meine Kollegin Stefanie Clark telefonisch unter +49406964685-19 oder via Mail unter stefanie.clark@sundance.de

Mit freundlichen Grüßen

Christine Stitz

Okay, kann mal vorkommen. Als Manager eines VIP hätte ich das in dieser Situation genauso gemacht: zuerst mal ab in Urlaub!

Ja, ich sendete auch stefanie.clark@sundance.de die selbe Email. Seitdem warte ich auf eine Antwort.

Judith! Wenn du das hier liest: mein Angebot gilt immer noch! Ich habe zwar kein Auto, doch ein Fahrrad, mit dem fahre ich direkt zu dir! Du kannst natürlich auch zu mir kommen! Ich muss nur vorher noch die Wohnung saugen. Kochen kann ich nicht, doch ich habe ein sehr großes Bett! Und eine gemütliche Couch! Ach so: nee, einen Fernseher besitze ich nicht, der ging vor Monaten kaputt. Doch dafür zahle ich mit 35 das erste Mal GEZ-Gebühr! Ruf‘ einfach durch oder schreib‘ eine SMS, Stefanie und Christine haben meine Handynummer! In Liebe, Dein c1ph4

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die wertvollsten kryptos 2017

2017 war für Kryptowährungen wohl das verrückteste Jahr. Alleine die älteste Währung, Bitcoin, verteuerte sich innerhalb von nur einem Jahr um das Zehnfache: im Oktober 2016 konnte man eine digitale Münze noch für 500 Euro ergattern.

Steigt der Bitcoin, steigen auch alle anderen Kryptowährungen, die auf dem SHA-256-Algorithmus aufbauen, die sogenannten Altcoins. Auch für die war es ein sehr erfolgreiches Jahr. Vielleicht wird man in 20 Jahren auf 2017 zurückblicken und sagen, Kryptos sind damals erwachsen geworden.

Was ich in diesem Beitrag zeigen will ist, welche Kryptowährungen man bereits heute zu den wertvollsten zählen kann. Dabei wird alleine der Wert eines einzigen Tokens betrachtet. Für eine erste Auflistung möchte ich die Kryptowährungen zeigen, die den Wert von 100€ erreicht oder bereits um ein Vielfaches überstiegen haben. Here we go:

1. Bitcoin, 4844€

Bitcoin icon

„Die Mutter aller Kryptowährungen“ taugt im Jahr 2017 kaum noch als Zahlungsmittel. Wer beispielsweise im August Bitcoin im Wert von 1€ transferieren wollte, zahlte dafür bereits 2€ Transaktionsgebühr. Das macht Bitcoin als reines alternatives Zahlungsmittel heute unattraktiv.

Als „digitales Gold“ lässt sich die Währung allerdings nach wie vor betrachten. Durch Brexit und Trump-Wahnsinn wird der Wert weiter steigen. Im Gespräch sind locker fünfstellige Beträge. Ein Ende nicht absehbar. Das macht die Währung, neben ihrem attraktiven Charakter als Geldanlage, aber weiterhin zu einer Waffe gegen die Wirtschaft allgemein. Da können Mega-Banken wie J.P. Morgan Chase noch so Stimmung dagegen machen. Der wahre Feind von Bitcoin wurde schon von Beginn an tief in die DNS der Kryptowährung eingraviert. Das lässt sich, zum Glück, weder ändern noch rückgängig machen.

Ferner sind digitale Bitcoin-Münzen nach wie vor mit speziellen Minern, ASIC-Maschinen, weiterhin selbst produzierbar. Das ist zwar nicht wirtschaftlich und verbraucht viel zu viel Strom (Bsp.: eine 1,1TH-Maschine mit einem 590-Watt-Netzteil kostet pro Monat 119€ Stromkosten bei einem Preis von 0,28€/KWh. Wertverlust/Monat alleine durch Stromkosten: 84€), doch es ist ein cooles und attraktives Hobby und macht auch Spaß. Ferner stützt jeder kleine Miner das Bitcoin-Netzwerk allgemein.

2. Ethereum, 261€

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Ethereum gehört mit zur „Champions League“ der Kryptowährungen. Das von Vitalik Buterin gestartete Projekt bietet mit Solidity eine eigene Programmiersprache. Außerdem ist Ethereum im Gegensatz zu Bitcoin turing-complete; allerdings ist weit und breit kein PC zu sehen, der nur auf Ethereum basiert. Das wäre hier nämlich möglich. Und auch wahrscheinlich _die_ Killer-Applikation.

Der Code wird derzeit weiterentwickelt und ein neuer Haupt-Release wartet auch. Mit smart contracts glänzt das System mit einer Art programmierbarem Vertrag als App, die fälschungssicher und ohne Mittelsmann-Schicht funktioniert. Doch auch hier gab es bisher keinen „Killer-Smart-Contract“. Das vielversprechende Projekt The DAO scheiterte letztes Jahr im Oktober komplett, daraus entstand das kontroverse Ethereum Classic. In der Krypto-Szene wird diese Währung wie Bitcoin Cash auch als dreistes Plagiat und Betrug gewertet.

3. Dash, 248€

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Dash, auch „Digital Cash“, wird als Anwärter auf den Thron der Kryptos gesehen, die es als erste schafft eine DAO, also eine Dezentrale Autonome Organisation erfolgreich aufrecht zu erhalten. Die Anzahl Apps ist derzeit überschaubar und wenig attraktiv, was hier lockt ist zum einen das selbstständige Betreiben einer „Masternode“ (die jedoch teuer ist), wodurch man massive Stimmrechte erhält. Und zum anderen verfügt Dash über ein IO-System, das es schafft Monat für Monat sein Budget selbstständig(!) zu steigern, wodurch neue Projekte und neue Entwickler finanziert werden können. So etwas gab es meines Wissens noch nicht.

4. Zcash, 196€

Zcash icon

Um Zcash rankt sich die eine oder andere Verschwörungstheorie. Im Kern ist es einfach eine Kopie von Bitcoin, selbst die Anzahl von 21 Millionen Tokens ist die selbe. Niemand weiß genau, zu was es gut sein soll. Es gibt Gerüchte, es sei von gewissen Regierungen gesponsert. Was niemanden in der Szene wirklich wundern würde.

5. Byteball Bytes, 177€

Byteball icon

Ganz ehrlich: keine Ahnung. Auf Wikipedia in englischer Sprache keinerlei Einträge. Byteball Bytes will ein „smartes Bezahlsystem“ sein. Leider ist das nicht wirklich innovativ. Um die Popularität zu steigern werden immer mal wieder Events organisiert, zuletzt im August, wo Tokens für die verschenkt werden, die Bitcoin-Adressen bereitstellen. Das könnte auch mal nach hinten losgehen für Bitcoin-Fans. Ich persönlich kann mir nicht erklären, wieso der Wert hier so hoch angesetzt ist, zumal man die Währung _nicht_ minen kann. Der Community-Gedanke existiert hier also überhaupt nicht. Vielleicht ist der Mangel ein Phänomen hier: insgesamt sind nicht einmal 600.000 Tokens im Umlauf. Viele finden schon alleine diese Vorstellung attraktiv.

6. BitConnect, 172€

BitConnect icon

Den Abschluss der Liste macht BitConnect, ein seit Februar 2016 existiertendes „High-yield Investment Program“. Diese Programme sind organisierte Ponzi-Schemes und ergo: schlicht Betrug. Ich würde jedem davon abraten hier zu investieren. Insgesamt gibt es 28 Millionen Einheiten, 7,2 Millionen befinden sich aktuell im Umlauf. BitConnect ist ein sehr gutes Beispiel, dass wir in Bezug auf Kryptowährungen bis auf ein paar Ausnahmen auch noch sehr am Anfang stehen: hätten Leute Ahnung, oder einfach Erfahrung, wäre der Wert nicht so hoch und das Interesse gleich Null. Man soll es aber minen können, also immerhin dachte man bei der Entwicklung doch an eine Community. Wo es genau herkommt, Regierung oder Individuum, weiß selbst die Wikipedia nicht.

Dahinter warten vielversprechende Währungen und neue Technologien, etwa Monero (derzeit 76€), Litecoin (derzeit bei 51€) oder der nagelneue China-Krypto Neo (25€). Die drei möchte ich listen, da ich diese als besonders sicher und potenziell attraktiv ansehe. Wie immer helfen so subjektive Eindrücke meist nichts, wenn man selbst investieren will: die intensiven Recherchen wird euch niemand abnehmen können…

Man darf gespannt sein, wo die Reise hingeht. 2018 will ich erneut so eine Liste machen. Und nach meinem heutigen Wissensstand dürften Bitcoin und Ethereum die einzigen sicheren Vertreter sein. Für die anderen, ganz ehrlich, das klingt alles irgendwie cool und neu und so; doch bei etwas genauerer Betrachtung sind die einfach nur Unsinn.

Im Kern, die Menschen versuchen gerade gemeinsam eines der Hauptprobleme der Menschheit zu lösen. Und: es wurde ein nagelneues Medium zum Speichern und Austausch von Werten statt Informationen geschaffen, die Blockchain. Das ist schon aller Ehren wert, was hier passiert. Ob das Experiment gelingt? Es steht in den Sternen. Wie das bei Experimenten eben immer ist.

Quellen:
* Werte von Coinmarketcap.com, Stand 20.10.17
* Icons von Cryptocompare.com

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100.000 partikelkollisionen

Un-glaub-lich:

geknackt: 100000 Partikelkollisionen mit dem Laptop

Mit meinem Laptop heute die Marke von 100.000 Partikelkollisionen geknackt! Mit. Dem. Laptop. Ein Modell aus 2011.

Beim BOINC-Projekt ATLAS@Home vom CERN kann jeder die Grafik selbst über den Manager aufrufen, wer daran teilnimmt. Die Ergebnisse der eigenen Simulationen (laufen in VirtualBox und benötigen pro CPU-Thread 4GB RAM) werden dann mit Tausenden anderen zusammengeführt, an universitäre Rechenzentren verschickt und mit den Daten des echten ATLAS-Detektors abgeglichen.

Was man sich dadurch erhofft: eine Abweichung vom Standard-Modell der Physik, wie wir sie kennen. Und dadurch eine völlig neue Physik.

Einzig, bisher sieht es auch dank LHC und ATLAS und CMS nicht danach aus. Immerhin: 2012 wurde das unmöglich auffindbare Teilchen („god damn particle“) Higgs-Boson bestätigt.

Für 100.000 Partikelsimulationen brauchte meine eigene Maschine ca. 14 Monate. Sie lief nicht permanent durch. Schließlich ist das Teil immer noch mein Arbeitsgerät. Trotzdem will ich dem Ding nun erst einmal eine Pause gönnen; für die Hardware sind die ganzen BOINC-Projekte nicht Ohne.

Noch ein letzter Hinweis:

Sowohl das Projekt ATLAS, als auch CMS und ALICE gibt es nicht mehr als eigenständige Projekte seit diesem Sommer. Teilnehmen kann man nun über den LHC@Home-Account. Dort müsst ihr auch selbst an-/abschalten, welche Projekte ihr unterstützen wollt. Ergab Sinn, weil das alles Projekte vom CERN sind. Ich fand allerdings die Kommunikation dieses Umstands ungenügend. Wer noch einen alten LHC@Home-Account nutzt muss den ferner auch auf SSL umstellen. Projekte, die noch Accounts vom LHC@Home nutzen ohne SSL, werden nicht mehr unterstützt. Auch hier bitte selbst prüfen.

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s.o.p.h.i.a.

Gestatten, Sophia:

Androidin Sophia haelt Rede bei der UN
Quelle: UN Photo/Manuel Elias

Sophia ist eine Androidin entwickelt von Hanson Robotics, 18 Monate jung, die jüngst bei einer Rede im UN-Hauptquartier in New York zum Thema „The Future of Everything – Sustainable Development in the Age of Rapid Technological Change“ – zu dt.: „Die Zukunft von allem – Nachhaltige Entwicklung im Zeitalter des rapiden technologischen Wandels“ teilnehmen durfte. [via]

Sophia wurde laut ihrem Schöpfer David Hanson so entwickelt, dass ihr Design dem Knüpfen von Beziehungen dient. Das mache sie laut Hersteller zu einem social robot. Anwendungsbereiche von Sophia sollen dann Bildung, Fabrikarbeit(?), Rettungsaktionen sein. Das ist schon sehr nah an dem, was uns seit den 80ern in Filmen wie „Blade Runner“ erzählt wird.

Die Realität denke ich, wird anders aussehen.

Porno war schon immer der treibende Motor, der neuartigen Technologien zum Durchbruch verholfen hat. Prominente Beispiele sind VHS und das Internet. Ein Schöpfer, der nichts Gutes für seine Kreationen will, wäre kein menschlicher Schöpfer. Leider ist die Gier oft der Motor aller menschlicher Handlungen. Das weiß sicher auch ein Mr. Hanson. Nur leider kann man das auf einem UN-Symposium schwer mitteilen. Daher habt ihr das exklusiv von mir jetzt. Pris grüßt uns schön aus dem Jahr 2017…

[S.O.P.H.I.A. - Sub-Optimal Philantropic Half-Intelligent Android]

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