Vor 15 Jahren mit viel Tamtam als „echte Alternative zu Instagram“ gestartet, jetzt tot:
Heute war offiziell allerletzter Tag für das Photo-Sharing-Netzwerk EyeEm.
Möge es in Frieden ruhen!
War Made in Berlin(!). Also zu Beginn. So richtig mit kam ich mit den Inhaberwechseln die letzten Jahre allerdings auch nicht mehr. Und die Android-App funktionierte für mich bereits seit über zwei Jahren nicht. Überrascht war ich deshalb nicht.
Cool war’s!
Ich konnte damals Instagram schließen (bye bye Facebook!) und habe dort sogar ein paar Tantiemen mit Lizenzen zu Getty Images & Co. verdient. Viel war das nicht, aber jedes „Congratulations, you sold a photo!“ im Email-Postfach gab einem doch dieses ungewöhnliche und nice „High“ – ich bin kein professioneller Photograph und echtes Geld damit zu verdienen war irgendwie schick!
Wer will kann nun bis heute seinen Account zu „Freepik“ mitnehmen – was auch immer das ist. Wohl irgendwas mit „KI“, nie gehört.
Habe ich nicht gemacht. Ich habe meine persönlichen Fotos seit Monaten in einem NAS, da gehören sie auch hin, finde ich. Ich will nicht wissen, was Freepik mit den ganzen migrierten Sachen macht; doch niemand wird daran beteiligt sein (außer Freepik), also kann das auch weg.
Wenn ihr mich fragt war EyeEm einfach viel zu echt. Echte Profile von echten Menschen mit oftmals echt großartigen Fotos. Heute ist alles fake. Und Fake macht Geld, da war kein Platz mehr für Echtheit. Es war und wird nicht das letzte Webprojekt bleiben, das durch diese Krise umfällt. Am Ende muss man seine Brötchen verdienen können, auch und gerade in Berlin, während dem wahrscheinlich miesesten und ekligsten Zeitgeist aller Zeiten. R.I.P. EyeEm!
Lasst uns das neue Jahr mit ein bisschen Seele beginnen!
Wir widmen uns heute dem Jazz. 🙂
Sagt jedem was und zum Einstieg auch nie verkehrt: Miles Davis. Je nachdem, welche Epoche, bekommt man hier automatisch auch diverse Stile mit. Bebop (40er Jahre), Cool Jazz (50er), Electric Fusion (60er und darüber hinaus). Ein Meisterwerk von ihm aus 1959 ist „Kind of Blue“. Allgemein hinterließ er der Welt einen Riesenkatalog, immer einen Besuch wert.
Laut Kanon hier weitere Namen dieser schönen Musikrichtung: Louis Armstrong, Billie Holiday, Duke Ellington, Coltrane, Parker. Der Soundtrack zur zehnteiligen Dokumentation „Jazz“ von Ken Burk bietet die weiterführenden Künstler hier: https://music.apple.com/us/album/ken-burns-jazz-the-story-of-americas-music/646198625.
Ein sehr gutes Buch stammt von Ben Ratliff aus 2002: NYT Essential Library Jazz, goodreads. Hier wird versucht die 100 wichtigsten Jazz-Aufnahmen zu listen.
Ähnlich die Jazz-Website des Lincoln-Center: hier werden „10 essentielle Jazz-Alben“ gelistet.
Die NYT hat dazu auch ein Archiv für den Start von Playlisten: https://nytimes.com/interactive/2023/04/07/arts/music/jazz-fivemins-collection.html.
Folgt man hier den Verzweigungen, landet man automatisch bei den wichtigsten Personen, wie bei einem Baum. Etwa Don Perry (Trompete), Mal Waldron (Pianist), eventuell landet man auch am Ende bei den Labels selbst, z.B. Blue Note oder Impulse.
Zeiten kommen und gehen, Jazz überdauert: sei es bei Kamasi Washington auf Kendrick Lamar; eventuell bei Norah Jones; der Anime-Serie Cowboy Bebop; oder Videogames wie L.A. Noire.
Jazz ist smooth, beruhigt und macht extrem gute Laune. Viel Spaß beim Stöbern und Genießen – frohes neues Jahr!
Früher, als wir Blogger mal „hip“ und „der größte Hit im Web“ waren, gab es alle möglichen Mädels und Jungs, von denen heute nur noch wenige dick im Geschäft sind.
Aus meiner Anfangszeit und auch noch heute positiv in Erinnerung sind z.B. Xeni und Cory vom „Boing Boing Blog“; weiß allerdings auch gar nicht, was aus letzterem geworden ist.
Cory nur letztens so:
https://youtube.com/shorts/9fpsLOe9XTs?si=PU8yxaQFfp0et_2p
Ich kann es leider nicht teilen, weil YT mich „Shorts“ nicht teilen lässt (oder ich weiß nicht, wie das mit „Shorts“ funktioniert, geht mich auch nichts an).
Fazit: er schreibt immer noch Bücher. Er ist immer noch EFF. Und er kritisiert immer noch jeden und alles, was eigentlich in unserer Tech-Welt keinen Platz hat. Und das Großartige dabei, es kann einem passen oder nicht, er hat auch immer damit Recht. Seit mindestens 20 Jahren. Hut ab, Cory! Keep. On. Wenigstens einer heute noch am Rocken wie damals.
Frisch aus der Jauchegrube des Web: nach 69 und 420 kommt jetzt 6 7!
Nee, also ich fragte mich, was der Scheiß eigentlich soll und Perplexity meinte, es ist ein Meme.
So weit so gut, aber online wirkt dazu alles wie im Panikmodus. Ich kann das nicht nachvollziehen.
Die Ursprünge dazu liegen im folgenden Musikvideo:
Ich höre Rap seit „It was written“ aus 1996 und textlich gibt das alles von Skrilla nicht viel her.
Was er gut macht, und das muss man ihm anrechnen, ist, die unheimlichen Synthie-Einlagen und der Beat wie vom Friedhof, der dazu noch mächtig schief nebenher läuft, erfüllt seinen Zweck: der Track ist authentisch. Überhaupt wenn ich dann lese, dass er alle seine Tracks nur unter Drogeneinfluss produziert. Genau das macht „Doot Doot (6 7)“ mit einem, wenn man es hört, es nimmt einen mit auf einen seiner (schlechten) Trips. Es ist ein Song von Drogensüchtigen für Drogensüchtige. Mit einem Musikvideo voller Drogenkonsumenten, die er direkt von der Straße nimmt. Wir waren damals als Heranwachsende selbst auf ähnlichen bewusstseinserweiternden Trips. Nur wäre niemand von uns auf die Idee gekommen daraus einen Track zu bauen und den auch noch zu veröffentlichen; im Nachhinein rechne ich das uns als verraffter und viel zu verwöhnter Generation hoch an.
Kids haben schon immer alles dafür getan, Erwachsene zu nerven. Hier stellt sich mir nicht die Frage, ob das zu „brain rot“ führt oder ob man (mal wieder) ein Meme verbieten soll. Mir stellt sich eher die Frage, wie so ein asozialer Musikmüll populär werden kann. So ziemlich alles zu Skrilla stinkt mir viel zu viel nach Jauchegrube. Ich meine das Leben ist hart, klar kannst du mal Lebensphasen haben, wo du unten bist und darüber zu schreiben oder etwas zu produzieren ist auch gut, um da wieder rauszukommen. Neu ist mir, das als Konzept zu nehmen und damit auch noch Geld verdienen zu können. Zeitgeist par excellence für mich und langsam wird auch wieder Zeit dass wir da rauskommen, schon allein kulturell.
Haha, wie geil:

Stanko Tadić ist Programmierer und hat im Rahmen der Creative Coding Amsterdam code challenge einen Generator für eigene Space Invaders gebaut.
Wie der funktioniert steht hier.
Abrufbar ist das Tool dort: https://muffinman.io/invaders/.
Auch witzig ist, die Herausforderung läuft noch und irgendwann in naher Zukunft soll man viele Kreationen oben auch sehen können. Also wer an einem Wochenende mal nichts zu tun hat: auf zur Space Domination! 🙂
Er ist zurück, wahlweise diesmal sogar in fancy colours:
Der Computer, mit dem ich mit 4 Jahren IT erlernte.
Ein ikonisches Gerät der 80er Jahre.
Eines der hässlichsten Stücke Hardware aller Zeiten.
Und dennoch: wie geil ist das denn bitte!?
Ich hätte mit so etwas niemals gerechnet. Und ich denke damit stehe ich nicht alleine. Was man allerdings auch nicht unterschätzen darf: es gibt eine riesige Modding-Szene, die selbst heute noch stolz und sehr beachtenswert für die Originalhardware programmiert. Und auch darüberhinaus dürften sich interessierte Abnehmer finden, wenn sie mindestens 250€ locker machen können.
Doch was wird dieses Mal anders sein?
Nun, unter der Haube arbeitet ein Xilinx Artix-7 von AMD. Er bringt 128MB Arbeitspeicher mit und arbeitet mit Field Programmable Gate Arrays (FPGA) mit niedriger Latenz; das sind „programmierbare Schaltstrukturen“. Der Cloud dabei: keine Software-Emulation nötig. Auch alte Hardware und Kassetten soll man nutzen können, man geht von 99% Kompatibilität aus. Einzige Voraussetzung: die jahrzehntealte Hardware muss natürlich auch heute noch funktionieren, was nicht einfach werden dürfte.
Was auch noch wichtig ist: die Firma gibt es eigentlich nicht mehr. Es handelt sich hierbei um das Projekt des YouTubers Christian Simpson, der sich kürzlich für einen niedrigen siebenstelligen Betrag die Rechte an der Marke gesichert hat. Seine Vision scheint bei den alten Hasen der C64-Programmierung gut angekommen zu sein, denn mittlerweile hat er sich die auch gleich mit ins Boot geholt. Man arbeitet also an einer gemeinsamen Umsetzung, gab aber auch zu bedenken, dass man aktuell keine Vorstellung hat, ob die Rechnung am Ende aufgeht. Den Mut und v.a. die Schnelligkeit hatten sie hier in jedem Fall, kann gerne so weitergehen. Ich bin gespannt.
Vorbestellungen und weitere Infos zu dem neuen alten Brotkasten kann man hier machen: https://commodore.net/.
Ja geil:
[via]
Braucht man nicht und will es trotzdem haben: ein (selbstgebautes) Drohnenschwert!
#shutupandtakemymoney
Penetrationstests, Hardwareanalyse, experimentelles Arbeiten mit digitalen Systemen und aktuell noch ein unterstützbares Kickstarter-Projekt:

Gestatten, der Interrupt!
Im Kern steuert ein Raspberry Pi mit 1GHz-Prozessor und 512MB RAM die Hardware bei. Das Besondere hier ist sicherlich der Touchscreen im 3,5“-Format, sowie die eingebaute Tastatur und die dem alten GameBoy sehr ähnlichen Oldschool-Bedienelemente.
Wer will, bekommt ab Q4 dieses Gerät für 169 US-Dollar (ca. 150€) und kann dann eigene Tools installieren, Skripte anpassen oder (Achtung, Autismus-Gefahr… nee, Spaß) am Kernel direkt arbeiten. Da die Kampagne nämlich ihr finanzielles Ziel bereits erreicht hat, ist das kein Traumprojekt mehr, sondern wird konkret gebaut!
Was haltet ihr davon? Ab dafür in die Kommentare. 🙂
Bitte stör mich jetzt nicht, ich lese junk content/
das KI-Bild hier hat 15 Arme, geiler junk content/
warum scrollt hier diese Seite nicht, junk content/
der QR-Code zeigt die Preise nicht, junk content/
fünf Sekunden Video plus Idiotenpose, junk content/
gestern neues Smartphone für megageilen junk content/
Wieso soll ich mich noch anstrengen, wenn es draußen keiner mehr tut/
Technologie ist doch was Gutes, wenn es Milliardäre tun/
lasst uns Raketen stationieren auf einsamen Inseln/
mein Grafikprozessor hier malt nur mit ganz groben Pinseln/
Bitte stör mich jetzt nicht, produziere junk content/
warum sieht alles aus wie Scheiße, war wohl junk content/
heute wird alles nur noch ge-liked, war früher junk content/
selbst Politik ist heute Sinnbild für junk content/
jedes Abo 80€, ganz sicher kein junk content/
jedes Update 40€, weil war nie junk content/
Wieso soll ich mich noch anstrengen, wenn es draußen keiner mehr tut/
Technologie ist doch was Gutes, wenn es Milliardäre tun/
lasst uns Raketen stationieren auf einsamen Inseln/
mein Grafikprozessor hier malt nur mit ganz groben Pinseln/
100€ für ein Bluescreen, Code war junk content/
Aktie schießt trotzdem steil nach oben, alles junk content/
der CEO geht heute nicht mehr scheißen, er geht junk content/
früher hieß das alles Scam, heute nur noch junk content/
endlich fliegen wieder Raketen, geiler junk content/
sie erreichen nur leider nie ihr Ziel, junk content/
Wieso soll ich mich noch anstrengen, wenn es draußen keiner mehr tut/
Technologie ist doch was Gutes, wenn es Milliardäre tun/
lasst uns Raketen stationieren auf einsamen Inseln/
mein Grafikprozessor hier malt nur mit ganz groben Pinseln/
Bitte stör mich jetzt nicht, es geht um junk content/
heute ist niemand mehr d’accord, sind alle junk content/
beim Dating wird nicht mehr commited, ist jetzt junk content/
gehen wir Malle oder Bali, Hauptsache junk content/
deine Freundin sagt, sie ist enttäuscht, junk content/
jetzt bist du wieder alleine, egal, gibt doch junk content/
Wieso soll ich mich noch anstrengen, wenn es draußen keiner mehr tut/
Technologie ist doch was Gutes, wenn es Milliardäre tun/
lasst uns Raketen stationieren auf einsamen Inseln/
mein Grafikprozessor hier… STFU verfickte GPU/
Wir schreiben die Nullerjahre und wir fangen gerade an dank einer revolutionären Technik von Aaron Swartz, RSS, uns unsere eigenen digitalen Zeitungen mit RSS-Feeds aufzubauen. Eine meiner frühesten Quellen hier war digg.com, eine Art News-Aggregator der Tech-Welt; man könnte die Website als eine Mischung aus dem heutigen reddit und dem verlorenengegangenen Linksammler del.icio.us beschreiben – inklusive Uservoting. Alles kurz und knackig. Eigentlich für Tech-Nerds immer interessant, immer up2date.
Die Seite verschwand irgendwann. Nicht ohne (Tech-)Skandale. Wurde verkauft, wieder hochgezogen, wieder plattgemacht. Selbst heute habe ich den Feed noch im RSS-Reader, bekomme aber lediglich einen 404er – nicht gefunden.
Nicht mehr lange!
Das Projekt kehrt zurück und das ist für mich persönlich jetzt schon eine der besten Tech-News des Jahres.
Aktuell bekommt man für 5$ Zugang zum Vorschaubereich https://reboot.digg.com/, man wird auf dem Laufenden gehalten zu den aktuellen Entwicklungen. Laut meinen vorliegenden Informationen gibt es noch kein Veröffentlichungsdatum der Live-Version der Website. Natürlich wird KI zum Zug kommen (Moderation), natürlich wird alles eine Nummer kleiner (wohl kein Millionenpublikum mehr). Wenn allerdings die Dinge nicht ganz so beschissen laufen, hat die Seite Potenzial reddit ein wenig ernste Konkurrenz aus der Nische machen zu können.
Ich freue mich darauf! In einer Zeit in der nach und nach gefühlt jedes Indie-Projekt schließt, haben wir hier mit digg eines, das einfach mal aus der Versenkung zurückkehrt. Schöne Web-Zukunft, finde ich. Wenn es richtig und konsequent gemacht wird.
Ganz egal, wer das gemacht hat, Gründe gab es genug.
Der passende Soundtrack dazu IMHO:
Die komplette Internetpest, was da seit 2003 abgeht. Endlich hat es ein Ende, war verdammt nochmal Zeit.