Ein Produkt, das es eigentlich nicht geben sollte:


Das ist der Gaminja P48. Made in China. Für 11€ bei Alibaba oder 19€ bei der Bucht erhältlich.
Ich habe ihn zum Ausprobieren gekauft. Für die PS3 bei mir.
Aber was China hier abliefert ist schon dummdreist.
Aussehen. Haptik. LED. Das Teil ist eine 1:1-PS4-Controller-Kopie!
Wäre Sony Nintendo, die hätten das Ding schon längst vom Markt nehmen lassen.
Mei, selbst der Hersteller liefert die eigene Adresse auf der Rückseite im Sticker mit! Shenzen YLW Technology Co. Ltd., Address No 139 Furui Road, Fuhai Street, Bao’an District, Shenzen, China. Kein Scherz!
Was arbeiten die Anwälte in Tokyo eigentlich!? Post aus dem Sony-HQ, die Deppen liefern sogar die Adresse mit!11
Das ist eben genau was wir meinen seit 2013: PlayStation, wie wir es kannten, gibt es nicht mehr.
Gamer oder Technikfreunde, die nicht schon seit den 90ern dabei sind, können das nicht verstehen. Wie auch? Man kann ihnen keinen Vorwurf machen. Sie haben das Wissen nicht, ebenso nicht die Erfahrung.
Wir nicht. Wir zocken seit der ersten Stunde, haben gesehen, wie mehr und mehr es egal war, was die PlayStation anders gemacht hat als alle anderen Spielesysteme. Es ist schwer zu simulieren, auch mit digitalen Games nicht (außer: man kann PS1, PS2, PS3 sich holen und anfangen ein paar Games durchzuspielen, Serien wie „Metal Gear“, „Final Fantasy“ oder „God of War“, auf Originalhardware. Es würde Augen öffnen. Nur macht natürlich niemand).
Wir sehen keine Visionen mehr bei Sony. Keinen Fortschritt. Die PS5 ist identisch mit der PS4. Würde Sony das nicht irgendwann selber dichtmachen mit der PS4, es gäbe kaum Incentives ein Upgrade durchzuführen.
Das ist auch nicht Wahnsinn. Ich denke, es ist einfach Realität. Alles wurde schon ausprobiert, alles wurde schon gemacht. Wir sehen kaum noch neue IPs – und wenn, dann nicht von Sony (oder sie crashen, oder sind Liveservice-Games, oder sind irgendwie anders verkorkst).
Sie glaubten an „PC-ähnliche Hardware“.
An „mehr Indiegames“, die ich aber mir auch für weniger Geld in Steam holen kann.
An „Multiplayer nur gegen Bezahlung“ (ging und geht alles teilweise heute noch kostenlos bei PS3).
An „bessere Controller“ und lassen dann trotzdem bei Foxconn herstellen. Foxconn: die China-Fabrik, wo sich Mitarbeiter vom Dach stürzten, wegen zu harter Arbeitsbedingungen.
Am Ende kommt ein Bastardprodukt wie der Gaminja P48 dabei raus.
Und Sony? Interessiert es nicht. Zumindest nicht mehr.
Vielleicht ist es Zeit für einen PlayStation-Abgesang. War schön mit dir, bis zu dem Sidegrade, damals 2013! Was ein Scheißdreck.
Und unser Held, der „Godfather of Playstation“, Ken Kutaragi, ausgebootet und macht heute in keine Ahnung.
Im Kern war der Abstieg so: PS3 lief kommerziell nicht wie sie soll (PS3 war die letzte richtige PlayStation, Mega-Hardware!) -> Kutaragi schiebt man die Schuld in die Schuhe -> Kutaragi ist weg, PS4 wird ein Sidegrade (maximal) und kein wirkliches Upgrade -> Kommerz, Kommerz, Kommerz -> …und: downhill.
Wer etwas dazu wusste, hat es bereits 2013 gesagt. Online, heute noch recherchierbar. Am Ende ist es schade für echte Gamer und auch die echten PlayStation-Fans, keine Frage. Aber genau die Realität, die unsere abgefuckte Zeitleiste verdient.
P.S.: ich bin zu alt und schon lange keine Zielgruppe mehr. Ignoriert die Zeilen oben einfach. Posers.
Was ein Armutszeugnis: Alle Playstation-Spiele ab 2028 nur noch per Download.
Ausgerechnet Sony.
Der Konzern, der einen seiner Slogans mal nannte „this is for the players“.
Ja, schade war’s, 2016 ist leider auch schon wieder ewig her.
Also in nicht mal 2 Jahren: bye bye physische Games!
WTF. Seriously.
Ich habe Zahlen rausfinden wollen. ChatGPT meint aktuell nutzen noch 22% physische Games, bereits 78% laden die Games nur noch herunter. 2014 war es noch genau umgekehrt: 77/23. Auch schon wieder ewig her. Die Pandemie hat es dann in die aktuelle Verteilung gedrückt.
Natürlich muss das nicht so bleiben. Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Und so finden sich aktuell nicht nur unzählige YouTube-Videos, warum das, was Sony hier macht, für Videogamer absolut nicht gut ist. Es gibt auch schon entsprechende Petitionen, denen man sich anschließen kann:
https://c.org/YD9j8ZW5t4 – „Save physical games“ zum Beispiel, via change.org.
Mitmachen!
Wir als Kundinnen und Kunden haben es selbst in der Hand!
Wir werden den Besitz an den Spielen komplett verlieren, wenn wir das hier nicht mehr drehen. Und ehrlich gesagt bleiben bis 2028 nicht mal mehr 18 Monate Zeit. Let’s go, gamers unite!
[Update I, 06.07.26]
Bereits 100.000 Unterschriften! Weiter so!
Bei mir war mal wieder eine Reparatur für einen PlayStation-Controller fällig:
Wie bei der PS3: habe hier noch den Original-Controller, der bei der Konsole dabei war. Mittlerweile fast 18 Jahre alt: 2 mal Akku erneuern müssen, plus einmal die Dualsticks.
Wie bei der PS4: auch hier Original-Controller der Konsole, neue Dualsticks nach fünf Jahren. Der hat fast 13 Jahre auf dem Buckel heute.
Und nach vier Jahren, plus eins wo es mir egal war (also fünf…) auch bei dem PS5-Controller der Konsole hier: Dualsticks.
Man könnte meinen, das sei irgendwem in Japan mittlerweile aufgefallen, dass es immer das selbe Problem zu sein scheint!? Offenbar nö.
Wie beim PS4-Controller verlor der linke Dualstick die Kappe. Der ist danach nicht mehr zu gebrauchen, das wollte ich hier gar nicht riskieren. Und der rechts hatte sogar den berüchtigten Drift: der kam manchmal einfach nicht mehr in seine Position zurück. Wenn es um dein virtuelles Leben geht absolute Katastrophe.
Ich habe mich dieses Mal für Alu-Sticks entschieden, mal schauen, was die taugen. Kostenpunkt: 7€.
Gebrauchte Controller gehen bei der Bucht für 40-50€ weg, macht eine Ersparnis von: 33-43€.
Arbeitszeit: 20-30 Minuten.
Sieht gut aus, funktioniert. Wieder ein paar Jahre Ruhe. ^
Valve hat Wind bekommen, dass die Xbox tot ist und M$ allgemein im Gamingbereich strauchelt, und plant ab Frühjahr 2026 den Genickschuss für die Redmonder:
Details zum neuen Headset „Steam Frame“ finden sich hier. Die Infos zur Konsole „Steam Machine“ dort.
They got a point: seit mindestens zwei Jahren ist klar, dass Gabe Newell im Kern alles gewonnen hat, nicht nur die berüchtigten „console wars“. Mich wundert sogar ein bisschen, dass der Schritt zu einer hauseigenen stationären Konsole erst jetzt kommt. Und das VR-Headset wird auch nicht von schlechten Eltern sein. Oder was denkt ihr?
Haha, wie geil:

Stanko Tadić ist Programmierer und hat im Rahmen der Creative Coding Amsterdam code challenge einen Generator für eigene Space Invaders gebaut.
Wie der funktioniert steht hier.
Abrufbar ist das Tool dort: https://muffinman.io/invaders/.
Auch witzig ist, die Herausforderung läuft noch und irgendwann in naher Zukunft soll man viele Kreationen oben auch sehen können. Also wer an einem Wochenende mal nichts zu tun hat: auf zur Space Domination! 🙂
Good news für alle Modder und Indie-Game-Entwickler:
https://github.com/NVIDIA-Omniverse/PhysX/blob/main/physx/CHANGELOG.md.
„v5.6.0-107.0
With this release, we make the complete GPU source code available under the BSD-3 license. We no longer provide binaries for GPU acceleration and users have to build the GPU binaries from source; in order to do so, please note the additional build instructions in the platform readmes linked below.“
Das Feature ist bahnbrechend: ich habe letztens erst mit „Two Worlds II“ ein PS3-Rollenspiel des polnischen Entwicklers Reality Pump (R.I.P.!) gespielt und bin auf einer 16 Jahre alten Konsole mit offener Kinnlade von der Couch gefallen!
Für die, die jetzt das erste Mal davon hören: https://de.wikipedia.org/wiki/PhysX.
Eine Veröffentlichung aus der Not geboren: Nvidia hat keinen Bock mehr, die User sollen ihre Binärdateien selber bauen. Nehmen wir gerne mit, danke euch! :-p
Ahhhh, what a bliss:

Der Mecha Comet ist ein modularer Linux-Handheld-Computer: https://mecha.so/comet.
Modular.
Linux.
Handheld.
Fuck yeah!
Das ist genau die Art Hardware, die wir uns unter FOSS so vorstellen! Das Ding kann nur geil werden, hier geht’s zum Kickstarter-Projekt: https://mecha.so/comet/notify.
Es gab noch mehr von der diesjährigen CES, was hier exzellent reinpasst, stay tuned…
Es gibt ein „Geheimnis“ bei Videogames, was aus Entwicklersicht eindeutig ist, aus Spielersicht jedoch bis heute missverstanden wird: New Game+/NG+.
Wenn ein Entwickler ein Spiel heraus bringt und es gibt diesen Modus am Ende eines kompletten Durchlaufs, meint er oder sie, alles, was ihr bis hierhin gemacht habt, war absolut sinnlos.
Das ist kein Joke.
Jetzt ist es so dass du das bei Videogames natürlich machen kannst. Die wenigsten Videogames sind wirklich Kunst, die meisten sollen einfach Spaß machen; die Zeit vertreiben; die Langeweile klein halten.
Wenn Entwickler oder Entwicklerinnen jedoch auf Story wert legen; Charakterentwicklung; irgendwas halt – diesen Modus wird es niemals geben.
Ich finde es verstörend, wenn bestimmte Spielentwickler das inzwischen standardmäßig einbauen, weil ihre degenerierte (Pseudo-)Kundschaft das so will. Zeitgeist, absolut unnötig.
Frohes Neues Jahr!
Wer seine PlayStation dieser Tage einschaltet, der bekommt ein nostalgisches Update: man wird nicht nur zum 30. Geburtstag der PlayStation begrüßt, sondern auch verabschiedet, wenn man die Konsole ausschaltet. Außerdem kann man aus fünf zusätzlichen Designs wählen: 30. Geburtstag; PS1; PS2; PS3 oder PS4. Bei mir strahlt gerade die allererste graue Box über den Bildschirm.
Wenn ich die letzten 30 Jahre Revue passieren lasse, merke ich, ich war gar nicht von Anfang dabei: meine PS1 habe ich mir Ende 1998 von geschenktem Geld zu Weihnachten geholt. Die PS2 bekam ich erst überhaupt nicht mit bzw. nicht in meinen Haushaltsplan eingefädelt. Als ich sie dann doch hatte, kam drei Jahre später schon die PS3 auf den Markt. Und 2008 erst hatte ich mir dann die PS3 holen können. Die PS4 und PS5 waren beides bei mir Launch-Versionen; wobei ich die PS4 noch mit Konsumentenkredit (WTF) abbezahlt hatte. Und die PS5 kam über Zufall und Vitamin B in der Pandemie dann zu mir. Hardwaretechnisch war ich immer versorgt, wie man sieht, wenngleich nicht immer von Beginn an. Und irgendwo im Keller liegen bestimmt auch noch eine PSP und eine PSVITA herum. Nennt es Luxus, für mich ist es Lifestyle tatsächlich.
Softwaretechnisch hatte Sonys Konsole für mich alles verändert. Von der PS1 bis zur PS3 sowieso. Bei der PS4 war das schon schwieriger, gab aber auch ein paar echte Highlights für mich. Und die PS5 muss noch überzeugen, gab aber auch hier schon ein paar Kracher. Es wird schwer hier Schlaglichter zu setzen, ein paar will ich aber erwähnen, da persönlich relevant bzw. es läuft eigentlich immer so: „hätte nicht gedacht, dass das Game so gut ist!“ Wird aber natürlich nicht vollständig sein, ist einfach zu lange her.
Für die PS1 war das „Tekken 3“. „Gran Turismo“. FFVII, FFVIII und FFIX. „Metal Gear Solid“. „Vagrant Story“. „Tony Hawk“. Vielleicht noch „Silent Hill“.
Für die PS2 God of War I und II, „Zone of the Enders“, GTAIII.
Für die PS3 bis hoch zur PS5 habe ich es leichter: hier lassen sich die Trophies tracken, bei mir schon satte 16 Jahre. Hier kam dann irgendwie heraus, ich. bin. Speed! Also alles mit Geschwindigkeit sind meine härtesten Trophies. Der Rest ist GTA, RPGs oder Action-RPGs. Kommt hin, gehe ich voll d’accord mit.
Als die PS1 damals auf dem Markt war, wussten wir, das ist heiße Hardware. Dass sich das Konzept 30 Jahre halten würde, wussten wir nicht. Und geglaubt hätte ich das auch nicht. Dass selbst Sony das nicht mehr ganz glaubt, sieht man daran, dass es schon Versionen der Konsole ohne Laufwerk gibt. Und auch wenn sich die Architektur von der PS4 zur PS5 fast nicht geändert hat, sie ist immer noch hier. In der Regel alle 5-7 Jahre outdatet, aber dann wird eben nachgeschossen. Eigentlich ist das ganz witzig: eine Konstante, die es in unserer chaotischen und sehr fluiden Welt eigentlich nicht geben kann. Ist doch schön!
Alles Gute, liebe Playsi! Auf die nächsten 30! Glauben kann ich das nicht, aber ich lag schon einmal falsch. Kann hier wieder sehr gut sein. 🙂

Above: a typical environmental element no Unreal engine powered video game must miss
„Final Fantasy VII Rebirth“ will be my last Unreal engine powered video game ever bought and here’s why.
I was born in the 80s and concerning video games, I was part of a lucky generation which has seen it all: from the weak pixelated C64/Atari consoles through the Nintendo x Sega console wars with GameBoys, Gamegears, NES/SNES, Mega Drives, Dreamcast and whatnot; the revolution introduced by the PS1–PS3 systems; followed by the console war between Microsoft and Sony until the current age of PS4/PS5 and Xbox S/X and their most similar hardware architecture to PCs ever; Nintendo suing anyone who emulates; VR and the according headsets; as well as Internet based virtual worlds like Second Life, PlayStation Home and Decentraland.
As we 80s kids are all part of the worldwide workforce now and have no time to slack around anymore, why is it that subjectively every popular game on the market uses the exact same engine – whereas we should have the most competent programmers and video game creators out there who certainly have seen the above all too, have the same valuable experience and could do so so much better?
I don’t get it. Where did it all go wrong?
First let’s start with a little bit of history where the Unreal engine came from: it was a shooter engine from somewhere between 1998 and 2014. If you need a deeper knowledge, here’s the list and all the true „Unreal“ games that where powered by it (with Unreal engine 1-4). Read it up, check the scores for each game, maybe you remember some and let me know what you think of it. Don’t get me wrong, even we as a local playgroup had a lot of fun together when playing „Unreal Tournament“ at our LAN parties in the 2000s. But there is much more to video games than shooters. What works best for shooters doesn’t need to work best for any other genre. And exactly here lies the rabbit in the pepper (German saying).
That issue went berserk to this date, 2024. It may be a good engine, maybe even excellent. But please, it’s a shooter engine. This might be the case for shooters. It never was meant to be a „general video game engine“ and to this date it certainly doesn’t live up to that. Here are some of the main problems. Depending on the hardware generation, the following applies most of the time:
* the atmosphere feels similar
* the graphics have a similar technology feel – no progress noticeable, most of the time not even visible
* the glitches are the same, e.g. low pixels until you literally run into environmental items
* heck, even the bugs are the same
* camera and camera problems: almost always the same
* gameplay: almost always the same
* rubbish and items with no purpose at all: always the same
* rendering issues: always the same
Conclusion: if you want to develop the next (hopefully revolutionary, harhar) shooter – take the Unreal engine! If you want to pitch your video game idea and need cheap developers for your MVP, choose the Unreal engine! Then go on with your own engine into your own future from there! For any other genre and if you really love video games and understand where it all came from (see above), choose something else. Or, if you feel capable and/or have the resources, develop your own engine plus do some research and support the video companies out there who still do:
CD Projekt has its own Red Engine.
Capcom has its own RE engine.
Konami had its own Fox Engine.
Sucker Punch has its own engine with an unknown name.
From Software uses a modified version of the PhyreEngine.
Guerilla Studios has its own Decima engine.
There are certainly more out there, also Indie studios, who do the same but we’ll never know their engines.
Plus, there are many other engine frameworks out there which might be capable for your project and 100% free to use like Spring, PlayCanvas, GDevelop, and so on.
We won’t bring the best out of any hardware and notice what a technology is really capable if all studios and development teams use the exact same engine. We will always have almost the exact same game with the exact same issues.
We had this problem with generation 7 and the Havok engine already, why does this come back like a boomerang? We should have worked out this issue in the industry years ago, instead we see it again now with Unreal? Whereas at least for my personal generation we should see the most sophisticated, technologically most advanced and 99% bug-free video games of all time, as all of my cohort needs to work now or else will not be allowed to even breathe in their own apartments as we all need that damn money in this incredible expensive world of today. If they have the privilege to work in the video game industry at all.
As such, „Final Fantasy VII Rebirth“ will be my last Unreal engine powered game. I think this is really what you can bring out of the engine for 99%. And heck has it issues. In the past we always knew with every new „Final Fantasy“ the developers at Squaresoft/Square Enix squeezed the last bit of optimisation out of their most recent software and we loved them exactly for that. Whereas now they are not even capable to render hair correct (e.g. Yuffie). Or let you see the ocean from above as an ocean (it looks like a low pixelated swimming pool now, with a pixelated ground of 5m depth). Or use the graphics mode without tearing. OK, it’s a remake, let’s forget about it. IMHO _this_ game especially would have deserved its own engine. So have others. But we can’t all be kids of the 80s. And of course we can’t all love video games.

Shenmue war damals schon der Kracher. 1999. Auf der Dreamcast.
Leider kam ich 1999 nicht zum Zocken: hatte keine Dreamcast. Das war’s dann mit dem populärsten und teuersten Videogame aller Zeiten für mich.
But behold! Es kam zurück!
Und zwar auf der PS4. Und so landete ich im Juli 2022 meinen großen Deal: „Shenmue I+II“ in einer Shopaktion für 7,50€. Und da lag es dann auf der Festplatte herum. Bis Februar 2024.
Inzwischen bin ich durch alle drei Teile durch und kann sagen: interessantes Konzept!
Was Shenmue von anderen Videospielen unterscheidet ist die Tatsache, dass man aktiv anderen Menschen in der Hauptgeschichte helfen muss. Abseits von virtuellen Kampfsport-Erfahrungen und -Trainings gibt es dort auch ein wiederkehrendes Symbol aus des 80ern (wie so viele), was ich ebenso aus meiner eigenen Kindheit gut kenne: Glücksdosen! Im Spiel selbst kann man diese in drei bestimmten Shops gegen Krimskrams eintauschen. In der Realität haben wir damals irgendwas bei einem Gewinnspiel gewinnen können. Ab und zu kommen diese Gewinnspiele zurück, wie z.B. „50 Jahre Mezzo Mix“ dieses Jahr kurz vor der Fußball-Europameisterschaft. Hier musste man Codes aus der Lasche in eine Mezzomix-App eingeben und konnte Hifi-Hardware von JBL (gehört heute zu Samsung) gewinnen.
Dieser Text ist neben einer kleinen Ode an Shenmue (solche Spiele werden heute nicht mehr entwickelt) auch eine kleine an das Glück und an die menschliche Kreativität selbst (wenn man so will). Denn das Prinzip Glücksdose aus Shenmue hat mich dazu gebracht bei dem blöden Mezzomix-Gewinnspiel oben mitzumachen. Und siehe da: ich habe gewonnen! Einen nagelneuen Plattenspieler!
Das Teil kam Ende August und ist echt schick:
Wer mich kennt, der kennt meinen alten Vestax-Plattenspieler. Bisher hat es der immer getan, er hat ja auch den entscheidenden Vorteil, dass er mit Batterien betrieben werden kann und überall aufstellbar ist. Nur der hier, der ist fast viermal so teuer (um die 380€). Und natürlich ist die Qualität auch besser. Da der neue auch einen Bluetooth-Sender hat, kann ich ihn zudem einfach per Knopfdruck an jede x-beliebige Bluetooth-Box senden.
Was sagt uns das? Mehr Shenmue zocken! Und sich inspirieren lassen. Meine Glücksdosen können das Martial-Arts-Training für den nächsten Olympiasieger sein. Oder irgendwas. In meinem Fall hat es funktioniert, das muss kein Einzelfall bleiben. Am Ende danke ich Suzuki Yu und dem Shenmue-Team für einen würdigen virtuellen Abstecher in die 80er – und natürlich meinen nagelneuen Plattenspieler. 🙂
Früher habe ich alles totgemoddet: Spielekonsolen, Handys, Smartphones, Autoradios, Fernseher. Heute fühle ich mich zu alt für den Scheiß.
Aber hey, was soll’s!
Denn Sony hat jüngst mit einem PlayStation-Update ein Grinsen in meine alternde Fresse gezaubert: ich kann jetzt den Signalton beim Einschalten und die LED der PS5 selbst einstellen, harhar!
So Zeug hätten wir früher über USB-Sticks auf der Hardware platziert. Und uns dann stundenlang vorbei an offizieller Firmware irgendwelche depperten Schalter in Ecken von Quellcodes rausgesucht, um das einstellen zu können. Gegrinst hätten wir hier am Ende auch, aber das Gerät wäre halt im dümmsten Fall Schrott gewesen. Heute greifen manchmal die Hersteller selbst zu solchen Mitteln. Ich musste gestern breit Grinsen, als das funktioniert hat.
Und einen praktischen Nutzen hat das Update auch: dadurch, dass wir nun den Signalton beim Einschalten auf „Niedrig“ stellen können, merkt das jetzt die schlafende Freundin/Mutter/Vater/whatever nicht mehr! Wir können mehr zocken, müssen weniger diskutieren! Win-win! So muss das. Gerne mehr davon.