Archiv für Februar 2017

last.fm nach listenbrainz exportieren

Web-Projekte wie last.fm gibt es wenige. Das zum amerikanischen Medienkonzern CBS gehörende Portal führte 2002 mit dem Audioscrobbler(R)(TM) ein System ein, das sehr detaillierte Nutzerprofile aufgrund des Abspielens von Musik-Tracks auf PCs, Smartphones und dergleichen mehr erstellen und sie der hauseigenen Community zur Verfügung stellen konnte. Man nannte das dort „scrobbeln“ und auch dieser Begriff ist mittlerweile als Handelsmarke eingetragen.

Diese Fakten und auch die Ungewissheit, wofür der eigene Musikgeschmack eigentlich bei last.fm genau ausgewertet wird, führten 2009 zur Gründung des GNU-Projekts libre.fm, einer freien Alternative. Leider habe ich letztes Jahr viele negative Erfahrungen damit gemacht, mal abgesehen davon, dass es auch nicht mehr weiterentwickelt zu werden scheint. Akzeptiert, weil das bestimmt nicht einfach ist, doch ich komme mittlerweile nicht mehr an mein Passwort, da eine der Email-Adressen dort nicht mehr existiert. Nun ja, es starb letztes Jahr wohl auch so, der Lauf der Zeit im Web.

Doch es gibt Hoffnung und die lautet: https://listenbrainz.org/!

listenbrainz logo

ListenBrainz ist Teil von MusicBrainz, einer Non-Profit-Organisation, die als Hauptziele hat, die durch „listens“ gesammelten Daten a) öffentlich verfügbar zu machen und nicht zu horten b) diese u.a. Entwicklern zur Verfügung zu stellen, damit die bessere Musiktechnologie entwickeln können c) die Daten open access als Download für jeden von Interesse verfügbar zu machen d) offen und keine geschlossene Plattform zu sein. Weitere Ziele finden sich dort und „listens“ ist das selbe wie „scrobbeln“, was man ja aber wegen der Handelsmarke nicht mehr frei verwenden darf.

Anders wie bei libre.fm fängt man bei ListenBrainz auch nicht bei 0 an: die last.fm-Bibliothek lässt sich nämlich über den Browser importieren. Da haben ein paar Entwickler also schon mächtig Gas gegeben. Geht in wenigen Schritten und zwar so:

1) ListenBrainz-Benutzerkonto erstellen: https://musicbrainz.org/register
2) oben links ist ein großer Button in orange „Import!“: https://listenbrainz.org/import
3) last.fm-Benutzername eingeben und auf den Button rechts daneben klicken
4) der nächste wichtige Button ist ein Bookmarklet:
listenbrainz bookmarklet
Das in die Toolbar für Lesezeichen ziehen. Erscheint im Firefox dann als kleine graue Weltkugel
5) loggt euch, am besten in einem neuen Tab, bei last.fm ein
6) ruft eure Bibliothek dort auf. Dabei ersetzt ihr NUTZERNAME hier bitte mit eurem last.fm-Nutzernamen: http://last.fm/user/NUTZERNAME/library
7) klickt die kleine graue Weltkugel in der Firefox-Toolbar von dem Bookmarklet von vorhin
8) schaut zu, wie viele Tausend Seiten von last.fm nach ListenBrainz exportiert werden. Alternative: holt euch einen Kaffee ^^
9) sobald diese Grafik sichtbar ist, ist der Import abgeschlossen:
listenbrainz: import erfolgreich
10) Glückwunsch! Eure last.fm-Bibliothek ist nun frei!

ListenBrainz ist derzeit alpha, besonders viel zu machen gibt es hier noch nicht. Ganz anders sieht es aber danach bei MusicBrainz aus, wo ihr euer Profil dann so erreicht: https://musicbrainz.org/user/NUTZERNAME. Könnt ihr zwischenzeitlich ja bereits ausfüllen.

Viel Spaß beim Senden der „listens“!

P.S.: Alle drei erwähnten Scrobbel-Dienste lassen sich übrigens auf Android mit dieser App anlegen: Simple Last.fm Scrobbler.

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externes antivirus wohl unsinn

„Wer Windows nutzt, der sollte zukünftig komplett auf externe Antiviren-Programme verzichten.“ Mit dieser These trat Ende Januar ein Ex-Mozilla-Entwickler an die Öffentlichkeit. Inzwischen schließt sich auch Google an: diese Art Programme zerschießen wohl zusätzlich den HTTPS-Schutz von sämtlichen Browsern.

„Don’t buy antivirus software, and uninstall it if you already have it (except, on Windows, for Microsoft’s),“ O’Callahan writes.

Was als Lösung angeboten wird? Fand man früher unangenehm: den eingebauten „Windows Defender“ von Microsoft nutzen.

Unlogisch klingt diese Lösung nicht: Windows ist kein offenes Betriebssystem. Was darin passiert und warum, können Antivirus-Programmherstellter nicht wissen. Microsoft natürlich oft auch nicht, aber es kann durch niemanden kontrolliert und bloßgestellt werden.

Ob sich das die Antiviren-Herstellern gefallen lassen ist mehr als fraglich: 2015 war der Markt für „Cyber Security“, zu dem solche Tools gehören, 106,32 Milliarden US-Dollar wert [via].

Alternative #2, und wohl besser, weil weitreichender: Linux/BSD für Desktop-PCs und Android für mobile Geräte nutzen, ganz egal, was die Stadtverwaltung München dazu meint.

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esa open access

Seit zwei Jahrzehnten schon teilt die ESA ihre Datensätze mit der Öffentlichkeit. Betroffen von dieser Politik sind Informationen genauso wie Daten oder Photos. Profitieren kann hier jeder, egal ob Wissenschaftler, Medien, Studenten, Privatleute oder die Industrie.

Hier ein Screenshot der Startseite:

esa: open access program screen shot

Dort die Webseite zum Einstieg in diese umfangreichen Wissenswelten:

http://open.esa.int/.

Da alle Inhalte unter einer CC BY SA-Lizenz stehen, kann man das ganze Zeug sogar remixen, man muss dabei nur die Quelle nennen.

Nachtrag: In meiner eigenen Wahrnehmung sind Beiträge der ESA in den Medien häufig unterrepräsentiert. Oft findet nur eine Berichterstattung zur Geschichte und den Ereignissen der NASA statt. Das ist IMHO allerdings weder sinnvoll, noch fair, dann könnten wir auch genauso viele Beträge zur JAXA oder ISRO raushauen, hätte für Europa die selbe niedrige Relevanz. Ich bin letztes Jahr auch zurückgekommen, um dies zu ändern oder zumindest mit dem Versuch es zurechtzurücken. Nur wer sich fragt, warum plötzlich so viele ESA– oder CERN-Beiträge hier auftauchen.

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hex-code-beauty

Der ganze Vault 7-Hype zeigt mir mal wieder, wie schön eigentlich Hex-Code ist. Faktisch ist es ein Zwischenschritt zum Binärcode, die Regeln sind aber recht einfach. Und es wirkt menschenfreundlich. Wird ja heute immer seltener, leider.

Wenn man was lernen will, was hinterher gut aussieht und auch noch ein wenig Kompetenz zeigen will in Programmierung, ist hexadezimaler Code ein sehr guter Start.

Regeln:

  • Basis: 16 (daher der Name)
  • 0-9: 0-9
  • 10-15: a,b,c,d,e,f

Das war es auch schon, bei Wikipedia findet sich ein Merkbild für nur eine Hand.

Praktische Beispiele gibt es dermaßen viele, dass es zu aufwendig wäre alle aufzuschreiben. Man findet ihn überall. Und für mich als Autor nicht unwichtig wegen Text-Kodierung. Selbst in der chinesischen Kultur wurden Gewichtseinheiten mit einem 16er-System gerechnet. Lange her.

Wer die kryptischen YouTube-Clips und -News zu Vault 7 lesen will, braucht Hex-Code. Ob das jetzt alles Sinn macht, was man dann liest, sei dahingestellt. Für mich persönlich ist es aber cooler als Sudoku. ^^ Nerd, nerd!

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kunst gegen facebook-algorithmen

Ich bin nicht mehr bei Facebook, den Account vor Jahren gelöscht. Es nicht mehr zu nutzen war wie viele sagen: die Plattform lässt man leicht hinter sich. Die wirklichen Freunde dort nicht. Trotzdem war es im Nachhinein eine gute und vernünftige Entscheidung. Und wäre der Zirkel dort wirklich an meiner Meinung als IT-Experte interessiert gewesen, wären sie mir auch auf eigene Plattformen wie Friendica oder Alternativen wie Diaspora* gefolgt. Leider fast zu 100% Fehlanzeige.

Wer mit Facebook kritisch umgehen will, braucht etwas Mut. Zumindest, wenn er den Account weiter nutzen möchte. Da das „soziale Netzwerk“ immer wieder und nicht erst seit der letzten US-Wahl in der Kritik steht, werden manche im Kampf gegen die „allmächtigen Algorithmen“ dort kreativ. Lust auf ein Experiment?

Vorschlag #1: „Go Rando“ von Benjamin Grosser

Go Rando ist eine Browser-Erweiterung, die dafür sorgt, dem Zufall zu überlassen, wie man einen Status, einen Link oder ein Foto findet. Dabei wählt der Code aus sechs vorgegebenen einen aus. Das geht aber schon zu tief rein in die Technik des Plugins selbst.

Was vielleicht bei Go Rando auf den ersten Blick völlig absurd wirken mag ist nicht einmal die Anwendung: wer verstanden hat, wie viel Facebook auf einen „Like“ gibt und wie die Menschen das mittlerweile bewerten, dreht den Spieß mit der Erweiterung um. Algorithmen können nach einer gewissen Zeit nicht mehr anbieten, was man selbst vielleicht mag. Die „Filter-Blase“ ändert sich nicht nur dadurch, wie mögen diese „Likes“ und „Updates“ wohl auf die sozialen Zirkeln dort wirken? Man stelle sich vor, man hat durch Go Rando einen Todesfall geliket. Nicht jeder möchte hier Diskussionen eingehen müssen. Wie anfangs erwähnt: es braucht für eine gewisse Stringenz hier tatsächlich Mut.

Vorschlag #2: „Facebook Demetricator“ von Ben Grosser

Facebook bietet unter den Einträgen an, wie viele Likes es gab, wie viele „Shares“, wie viele Kommentare. „Facebook Demetricator“ sorgt für eine gewisse Neutralität von Beiträgen und gibt lediglich wieder, ob es Likes/Shares/Kommentare gibt, aber nicht wie viele.

Grosser erhielt als Feedback oft, als erstes falle wohl der Wettbewerb weg. Zweitens falle den Nutzern plötzlich auf, dass sie diesen wenigen Zahlen überlassen, was sie innerhalb des Netzwerks machen und was nicht. Ein Beispiel war, sie hörten einfach zwischen 25 und 50 auf zu liken, was sie vorher gar nicht realisiert hatten. Die Arbeit ist bereits 2012 veröffentlicht worden und hat wissenschaftliche Texte von Grosser nach sich gezogen.

[via]

Der Ruf nach einer gewissen Kontrolle der Facebook– und Twitter-Algorithmen wird immer lauter. Ein komplettes Genre ist plötzlich populär und wird weiter publik, das der „Fake News“. Die gab es allerdings schon immer seit es Medien gibt und weder Facebook, noch Twitter beanspruchen öffentlich, oder zumindest ist mir nichts bekannt, Nachrichtenquellen im eigentlichen Sinne zu sein. Es wird einfach so von den Nutzern interpretiert.

Ben Grosser zeigt mit diesen zwei Arbeiten, wie man nicht nur die abstrakte „Filter-Blase“ verstehen lernen kann, Algorithmen austricksen kann. Mit seinem Humor und technischem Hintergrund hat er auch gezeigt, es gibt eigentlich einfache Mechanismen, komplexe Probleme zu lösen. Eine große Hilfe war für ihn dabei: die Kunst.

Vielleicht hilft dieser Ansatz so ein bisschen bei der Bewältigung aktueller Probleme, und nicht alles so bierernst nehmen, es kommt dann ja doch nur Nonsense dabei raus. Oder eben in vier Jahren Kim Kardashian als First Lady, je nach gewählter Richtung. In diesem Sinne: immer schön rando bleiben!

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iphony IX

Es ist erst Februar, doch Apple hat es geschafft bereits zwei Mal in diesem Monat für negative Schlagzeilen zu sorgen. Grund genug, diese mittlerweile zehn Jahre alte Serie mal wieder aufzufrischen.

Die ersten Meldungen dazu waren im deutschsprachigen Web laut Google News ab dem 9. Februar zu lesen, siehe hier und zog dann die folgenden Tage ein paar weitere Kreise.
Kern des Problems war, dass der Forensik-Hersteller Elcomsoft heraus fand, dass Apple den Browserverlauf seines Safari zwar von den Geräten, nicht aber von der iCloud verschwinden lässt und diesen dort sogar bis zu mehr als ein Jahr speichert.
Reagieren wollte Apple darauf nicht, mittlerweile gibt es gar Vermutungen (11 Stunden alter Artikel), dass die Daten zwar von iCloud verschwanden, aber nicht vollständig gelöscht wurden. Hier ist von einer Art „Daten-Verschieben“ die Rede, was auch immer sich ein Anwender darunter vorstellen soll. Geht wohl in die Richtung aus den Augen (der Forensiker), aus dem Sinn.

Nicht reagieren will man scheinbar auch bei einem aktuellen Problem der mattschwarzen iPhone 7 Plus-Geräte: hier blättert mittlerweile der Lack ab. Und zwar auch bei den Nutzern, die Schutzhüllen verwenden, der entsprechende Forum-Eintrag findet sich dazu hier. Das inzwischen paint gate genannte Phänomen ist allerdings nicht neu und war beim iPhone 5 bereits zu beobachten. Zudem sichert sich Apple hier ab und ersetzt keine „kosmetischen Schäden“. Nutzer in den USA greifen deshalb mittlerweile zu normalem Malerlack, manche nehmen wohl auch Nagellack zur Reparatur. Beim Stückpreis ab 799€ für die 32GB-Version kann man das einfach nicht erwarten, dass die Farbe lange hält, also bitte!

2017. Sie nannten es „Hochtechnologie“. Irgendwie ist die Kritik jedoch die selbe wie vor zehn oder zwanzig Jahren.

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die welt als hologramm II

Die Physiker lässt die Hologramm-Theorie der Welt/des Universums auch nicht los, meine ersten Aufzeichnungen dazu sind aus 2009 und steinalt.

Mal davon abgesehen, ob das jetzt stimmt oder nicht, mich beschäftigte dabei die Frage am meisten, wie man das beweisen/widerlegen kann. Und in der Tat arbeiten Wissenschaftler daran Gerätschaften zu entwickeln das genauer zu untersuchen. Eines davon nennt sich, passenderweise, Holometer.

Das Fermilab erklärt gerne selbst, was das ist (englisch): https://holometer.fnal.gov/. [via]

Die Laser hier sind noch empfindlicher als die von LIGO, mit dem ja kürzlich erst Gravitationswellen bewiesen wurden.

Wir kommen hier auch in den kleinsten Bereich von der vierten Dimension Zeit, „Planck-Zeit“ genannt: 5,4*10-44. Auch das GEO600 forscht an dieser Theorie. Genauer bleibt aber derzeit das Fermilab.

Nachdem wir nun geklärt haben, wie man das Welt-Hologramm-Phänomen aktuell untersucht, nur zur Erinnerung, was von den Wissenschaftlern hier postuliert wird: wir, die Welt und alles, was 3D erscheint, sähe ungefähr so aus, natürlich ohne das blaue Lichtgedöns.

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projekt vahana

Mit „Projekt Vahana“ stieg Airbus erst letztes Jahr ein in die Traumwelt der autonomen Luft-Taxis:

projekt vahana
(C) Airbus

Was aussieht wie Konzeptkunst aus „The 5th Element“ oder „Deus Ex: Human Revolution“ soll tatsächlich Ende 2017 in einem voll funktionsfähigen Prototypen münden. Ziemlich gut, aber auch unfassbar ehrgeizig: Mit Google, Uber und dem (ziemlich hässlichen) PAL-V warten aber schon jetzt mächtige Konkurrenten auf die „goldene Zukunft des fliegenden Carsharing“.

Probleme gibt es noch genügend, ebenso haben es die Anforderungen in sich. Akku und Hindernisbewältigung in der Luft sind derzeit wohl die größten Baustellen.

Vahana kommt übrigens aus dem Indischen und bedeutet „Zugtier, Wagen, Fahrzeug“, das bestimmten Gottheiten gewidmet war. Die Autoren damals wollten es jedoch so, dass manches dieser Tiere auch Fabelwesen blieben. Was wir Airbus natürlich nicht wünschen, am Konzept, Idee und Kunst wird es nicht liegen, fehlt noch die Ausführung. Mal abwarten, was sich bis Ende des Jahres in diesem Bereich ergibt.

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vault 7: hoax?

Ist eine spannende Geschichte gerade, wie sich Gerüchte im Internet entwickeln und verbreiten. Das Stichwort Vault 7 fällt dabei immer wieder. Und natürlich die Herkunft: ominöse Tweets von Wikileaks.

Meine Interpretation hat sich mit diesem Guardian-Artikel: „Global seed vault dispatches first ever grain shipment“, via The Guardian.

Das streng behütete Areal ist eine Art arktisches Pflanzensamenlager, wo zum ersten Mal überhaupt Pflanzensamen an Marokko und Libanon gesendet wurden. Grund dafür ist der verheerende Krieg in Syrien.

Ich wäre damit durch, die Erklärung erscheint mir glaubwürdig, plausibel und nachvollziehbar.
Nicht so das Internet.
Abtauchen kann man tief auf einer Sammelseite von Wikileaks selbst. Oder man versucht sich durch reddit zu wühlen, dort ein Startpunkt.

Ist eigentlich jetzt schon ein Mem: mein Feed-Reader spuckt jeden Tag mindestens einen Artikel dazu raus. Wird wohl noch ein paar Wochen so gehen. Köstlich, aber mit Vorsicht zu genießen.

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weltraumschrott-fangnetz II

Der erste japanische Test mit dem Weltraumfangnetz war leider nicht erfolgreich. Geplant war im Dezember nicht nur Vorräte zur ISS zu bringen (was geklappt hat immerhin), sondern eben die eigentliche Mission der JAXA war das Prinzip zu testen, mit welchem Weltraumschrott zukünftig eingefangen werden kann. Scheinbar wollte das kritische Seil nicht so richtig:

„We believe the tether did not get released,“ leading researcher Koichi Inoue told reporters. „It is certainly disappointing that we ended the mission without completing one of the main objectives.“

Sämtliche Manöver das HTV-6-Vehikel wieder auf Kurs zu bringen blieben erfolglos. Gestern erst ging die Maschine im Südpazifik runter. Es ist nicht einmal klar ob an einem Stück, wird von diversen Quellen mal so und mal so berichtet.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt fliegen ca. 100 Millionen Teile Weltraumschrott durch 50 Jahre Raumfahrt im Orbit herum. Der Schrott gefährdet zukünftige Weltraummissionen, ist oft sehr klein und bisher gibt es kein praktisch taugliches Konzept zur Behebung dieses Problems.

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requiescat in pace, drecks sony yuga

Das war’s dann mit meinem einzigen „High-Tech-Smartphone“:

3. Februar, 20:09 - 0d 0h 16m 56s - still running
3. Februar, 06:18 - crash - 0d 13h 51m 34s
3. Februar, 06:14 - crash - 0d 0h 4m 0s
2. Februar, 18:29 - crash - 0d 11h 45m 1s
2. Februar, 17:41 - 0d 0h 44m 16s
30. Januar, 20:54 - crash - 2d 20h 46m 44s
30. Januar, 18:31 - 0d 2h 18m 47s
28. Januar, 14:57 - 2d 3h 27m 48s
27. Januar, 22:45 - 0d 16h 8m 40s
27. Januar, 22:16 - 0d 0h 24m 44s
26. Januar, 18:24 - crash - 1d 3h 52m 20s
25. Januar, 12:14 - crash - 1d 6h 9m 49s
24. Januar, 22:58 - crash - 0d 13h 16m 35s
23. Januar, 20:46 - crash - 1d 2h 11m 35s
21. Januar, 12:51 - 2d 7h 50m 17s
20. Januar, 16:14 - crash - 0d 20h 37m 20s
18. Januar, 10:46 - crash - 2d 5h 28m 5s
17. Januar, 12:18 - 0d 22h 23m 6s
17. Januar, 01:43 - crash - 0d 10h 34m 46s
16. Januar, 16:51 - crash - 0d 8h 51m 43s
14. Januar, 18:42 - 1d 22h 3m 25s
14. Januar, 18:29 - 0d 0h 1m 55s
14. Januar, 13:57 - 0d 4h 28m 52s
14. Januar, 10:34 - 0d 3h 18m 49s
13. Januar, 23:25 - 0d 11h 4m 7s
13. Januar, 21:32 - crash - 0d 1h 53m 29s
12. Januar, 19:42 - crash - 1d 1h 49m 33s
9. Januar, 17:03 - crash - 3d 2h 39m 0s
8. Januar, 06:48 - crash - 1d 10h 15m 5s
6. Januar, 17:54 - crash - 1d 12h 54m 20s
5. Januar, 18:35 - 0d 23h 15m 52s
4. Januar, 06:48 - 1d 11h 42m 41s
3. Januar, 12:29 - 0d 18h 13m 22s
1. Januar, 16:45 - crash - 1d 19h 43m 24s
31. Dezember 2016, 20:21 - 0d 20h 20m 3s
27. Dezember 2016, 14:11 - crash - 4d 6h 9m 21s
25. Dezember 2016, 19:40 - 1d 18h 26m 51s
24. Dezember 2016, 22:15 - 0d 21h 19m 18s
22. Dezember 2016, 06:47 - crash - 2d 15h 28m 6s
20. Dezember 2016, 20:51 - crash - 1d 9h 55m 58s
20. Dezember 2016, 16:59 - 0d 3h 46m 58s
18. Dezember 2016, 02:53 - 2d 14h 2m 20s
16. Dezember 2016, 00:55 - crash - 2d 1h 58m 34s
14. Dezember 2016, 22:10 - crash - 1d 2h 44m 56s
14. Dezember 2016, 21:57 - crash - 0d 0h 12m 36s
14. Dezember 2016, 19:45 - crash - 0d 2h 12m 22s
14. Dezember 2016, 19:07 - crash - 0d 0h 37m 9s
12. Dezember 2016, 06:32 - crash - 2d 12h 35m 30s
10. Dezember 2016, 11:26 - crash - 1d 19h 5m 51s
10. Dezember 2016, 11:16 - 0d 0h 5m 45s
7. Dezember 2016, 20:15 - crash - 2d 15h 0m 32s
5. Dezember 2016, 13:39 - 2d 6h 33m 45s
1. Dezember 2016, 16:37 - 3d 20h 58m 25s
28. November 2016, 16:54 - crash - 2d 23h 43m 19s
26. November 2016, 21:00 - 1d 19h 50m 36s
22. November 2016, 20:31 - crash - 4d 0h 28m 56s
21. November 2016, 17:56 - crash - 1d 2h 35m 1s
21. November 2016, 06:03 - 0d 11h 49m 10s
20. November 2016, 00:01 - crash - 1d 6h 1m 53s

Quelle: Bootlog Uptime App

Angefangen zu spinnen hat es bereits im Dezember 2015, da war es nicht einmal 2,5 Jahre alt. Lebensspanne sieht aus wie „eingebaut“. Die nächsten zwei Wochen irgendwann werde ich es eigenhändig gegen die Wand werfen, so etwas treibt mich in den Wahnsinn.

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nestle first world vr

Wie kann Nestlé sein Image retten, ohne große Änderungen am derzeitigen Geschäftsmodell durchführen zu müssen? Die Antwort ist eine eigens entwickelte Virtual Reality-Brille für die Dritte Welt:


(C) Bohemian Browser Ballett

Die negative Reaktion der Öffentlichkeit, Wasser aus Ländern der Dritten Welt abzupumpen und es in Plastikflaschen weiterzuverkaufen war wohl zu heftig. Mit dieser Hightech-Brille möchte der Schweizer Konzern ein wenig Schaden wieder gut machen.

Ob die Brille umsonst zu haben sein wird ist nicht bekannt. Schwer vorstellbar, doch man könnte die Hardware ja erfolgreich, wie in dem Video gezeigt, durch eingeblendete Werbeplätze finanzieren.

Dank geht raus an das Künstlerkollektiv Bohemian Browser Ballett für diesen Beitrag zur virtuellen Lösung realer Probleme der Ärmsten der Armen!

„Sauberes Wasser und Nahrung sind für sie von nun an zum Greifen nah!“

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google: du bist schuld am unsicheren web!

Laut Google sind wir Webseiten-Betreiber daran schuld, dass Edward Snowden vor wenigen Jahren NSA-Geheimnisse verraten hat:

Google: wir haben Schuld an einem unsicheren Web

Diese Nachricht erreichte mich per Email am 20. Januar, ich solle doch bitte am besten ab gestern https einsetzen, weil deren Browser Google Chrome sonst meine Seite als „nicht sicher“ kennzeichnen würde und das für jeden Besucher ab Browser-Version 56.

Das ist ein Witz, oder? Bezahlt mir Google sowohl die https-Funktion, als auch die Umstellung meiner umfangreichen Web-Projekte!? Eben.

Die Email kam aber letzten Freitag gleich nochmal, diesmal für meine private Homepage.

Auch der Betreff der Email liest sich wie aus Google Translator kopiert:

„Nicht sichere Passworterfassungen lösen in Chrome 56 Warnungen wegen http://example.com/ aus“

Technisch ist das von meiner Seite kein Problem, finanziell für mich nicht machbar. Außerdem kann man das wohl nicht von jedem Besitzer einer Website verlangen, genauso wenig dass doch bitte ab jetzt alle Webseiten-Ersteller eine Ausbildung oder ein Studium der Informatik mitbringen sollen.

Wo sind wir denn hier gelandet, bitte?

Was hier geschieht ist eine tickende Zeitbombe und aufgrund des aktuellen und weiterhin ansteigenden Marktanteils des Browsers Google Chrome Rufschädigung: Zeitbombe, weil durch Chrome 56 einfach generell alle Websites als „nicht sicher“ eingestuft werden, egal wie sorgfältig man an den Settings geschraubt hat. Das wird nicht nur viele Leute abschrecken, die Menschen werden einfach anfangen keine Webseiten mehr zu erstellen, wenn sie sich nebenher (was einfach technisch nicht geht) auch noch mit https auseinandersetzen müssen. Rufschädigung, weil egal welche Statistik man derzeit fragt, Google Chrome weit vorne auf Platz 1 der Nutzung liegt, noch vor Firefox und Safari und, zum Glück, dem Internet Explorer/Edge. Fakt ist sogar, dass die Nutzung aller Browser nach unten zeigt, was Masse betrifft, die von Chrome jedoch nur einen Weg kennt, wie es scheint: durch die Decke. Für mich nicht erklärbar, tut mir leid.

Kehren wir doch nochmals, nur zur Erinnerung, zurück zum eigentlichen Problem:

  • Jahr: 2013
  • Herkunftsland: USA
  • Stadt: „Crypto City“ in Maryland
  • Behörde: NSA (National Security Agency oder „No Such Agency“)

So gegen Juni des genannten Jahres rannte ein Geek mit Brille und Rubikwürfel um die Welt, machte erst Halt in China und fand dann Russland so sympathisch, dass er dort Asyl beantragt hat. Was ihm auch gewährt wurde, weil kein anderes Land der Welt, auch China selbst nicht, bereit war einem Whistleblower der NSA aus Angst vor den USA Obdach anzubieten. Die westliche Welt versank dank traditioneller Medien wie Der Spiegel und The Guardian, und nicht wegen Wikileaks, in kollektive Konfusion aufgrund der Enthüllungen, weil plötzlich real wurde, was Experten und Aluhutträger bereits angeprangert und befürchtet hatten: dass es dort über dem Atlantik ein großes Bedürfnis danach gibt, a-l-l-e-s abzufangen, was elektronische Kommunikation betrifft. Sei es nun zum Selbstschutz, aus Paranoia, Langeweile & Entertainment oder einfach, wie im Falle von Industriespionage, des schnöden Mammons wegen. Und eben nicht erst seit 2013, sondern viel früher. Die Folien, die Herr Geek mitbrachte, reichten gerade mal bis 2008 zurück. Scheinbar wurde in der Zwischenzeit Echelon auch einfach vergessen, die Geschichte ist gewissermaßen schon Teil II.

Joa, und eben aus dem selben Land, von einem Unternehmen mit ähnlich technischen Möglichkeiten (vielleicht sogar mittlerweile mehr, *hust*), werden nun alle meine Webseiten bald von einem dort entwickelten und vertriebenen Browser als „nicht sicher“ eingestuft. OK, Google!

Wie dem auch sei. Wir sind nicht das Problem. Das Web selbst ist nicht das Problem, sondern zu vielen modernen Problemen sogar eine Lösung oder mindestens ein Ansatz. Verhunzt wurde es nicht von uns. Ob Google also damit recht hat, was in der Email steht; nun ja. Ich bin mir da, wie war das noch, hundertprozentig „nicht sicher“.

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