Archiv für die Kategorie „Internet“

enjoy sochi bitcoins!

Man sieht hier ganz gut, dass das mit den Bitcoins bei weitem nicht ausgereift ist:

bitcoin: WTF!?

Hier fand, offensichtlich, eine Manipulation der einmaligen Transaction-ID statt: Es dürften keine verständlichen Wörter wie Sochi und Enjoy darin auftauchen, you know I mean!?

Der Screenshot ist von heute morgen.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Bitcoin-Adresse, auf der diese drei Zahlungen heute morgen bei mir eingingen, öffentlich überhaupt nirgends zugänglich ist.

Diese Transaktionen fanden bei mir in der App Bitcoin Wallet von Andreas Schildbach statt. Und ich bin mir, wenngleich nur vom Gefühl her, sicher, dass der gute Andreas nichts dafür kann.

Am 11. Februar berichtet Silicon Angle von DDoS-Attacken, die mich hier eventuell inzwischen erreicht haben könnten:

„Tx malleability is now used in active broad-based attack against bitcoin network. Funds NOT at risk, but Denial-of-Service in progress“ — AndreasMAntonopoulos (@aantonop) February 11, 2014

Aber eigentlich dürfte mich das nicht betreffen, weil:

„…this “transaction ID malleability attack” does not affect people’s bitcoin wallets or funds.

Aha. Bleibt nun einem selbst überlassen, wie man dies beurteilt. SYSTEM FUCKED?

[Update I, 17.02.14, 11:58]

Diese Zahlungen gehen weiter. Oh my…

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blockout.io

https://blockout.io/ ist ganz cool für das Verschlüsseln von kurzen Texten zwischendurch, läuft in jedem Browser. [via]

Über AES-256 wird beliebiger Text verschlüsselt. Das war’s. 🙂

Ich kann mich persönlich an diese Spielzeuge nicht erinnern, aber sogenannte „Dekodier-Ringe“ gab es wohl früher häufiger, weil die billig herzustellen waren. Der Wikipedia-Artikel ist leider nur in englischer Sprache verfügbar.

Man wird auf der Seite explizit aufgefordert nicht das Privateste zu verschlüsseln mit dem Ding.

Ein Anwendungsbeispiel wäre, die API in sein Blog zu integrieren, um das für Kommentare zu nutzen. jquery-technisch schaut das z.B. so aus:

Example jQuery Ajax Encode
$.ajax({
url: „https://blockout.io/encode“,
type: „POST“,
data: { key: „passkey“, s: „hello“ },
success: function(response) {
$(„#encoded“).html(response);
}
});

Example jQuery Ajax Decode
$.ajax({
url: „https://blockout.io/decode“
type: „POST“,
data: { key: „passkey“, s: „████​​██​​██​​█​​██​​​​​​█​███​███​​██​███​█​​​████​​█​​████​​​​█​​███​██​██​​​██​​​██​​█​​█​██​​█​​​██████​█████​​██“ },
success: function(response) {
$(„#decoded“).html(response);
}
});

Ich habe die fertige Version dieses Features bereits bei ein paar kleinern News-Seiten gesehen.

Das Tumblr-Blog http://blockoutio.tumblr.com/ protokolliert auch jede über die Seite direkt verschlüsselte Nachricht. Reiner G33k-Pr0n, kann man als normaler Leser wenig mit anfangen.

Mir gefällt die Idee, vielleicht kann man das ja noch ausbauen. Solche ciphers werden immer wichtiger, der spielerische Ansatz von blockout.io kann helfen das weiter hinaus in die Welt zu tragen.

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the//intercept

Glenn Greenwald hat endlich sein Medium, weswegen er den renommierten Guardian verlassen hat:

https://firstlook.org/theintercept/news/.

Zu meiner positiven Überraschung mischt hier sogar Trevor Paglen mit, den ich bereits hier mal gefeaturet habe. Bekannt ist mir der Gute bereits seit vielen Jahren und zwar wegen diesem Buch.

Dafür, dass in The Intercept 250 Millionen US-Dollar stecken sollen sieht das ziemlich rudimentär aus. Und viele News sind nicht zu finden, seit Montag keine Updates. Außerdem bricht dauernd die Leitung zusammen. Wird wohl an gewissen klandestinen Diensten liegen.

Jedenfalls, The Intercept gibt es nun in meiner Blogroll; Glückwunsch!

Nur das Beste Euch dort auf diesem Weg! Ich weiß Ihr versteht mich nicht, aber ich Euch dafür umso besser. Die Welt ist eben ungerecht.

Hoffentlich wird endlich noch mehr Material vom Ed veröffentlicht. Laut dem Guardian wurden bisher erst 1% publik gemacht, was dauert hier so lange?? DO THIS!

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darpa open catalog

Wenn es die Matrix gibt, dann wurde sie von der DARPA erfunden.

Die US-militärische Technik-Innovations-Behörde, der wir so unbedeutende Dinge wie GPS und das Internet zu vedanken haben, macht einen auf humaner Freund: Sie haben den DARPA Open Catalog eingerichtet, http://darpa.mil/OpenCatalog/index.html, wo sie Quellcode und auch umfangreiche Datenbestände verfügbar machen, die für öffentliche DARPA-Projekte verwendet wurden/werden.

Das Ziel hilft uns nicht weiter:

„Making our open source catalog available increases the number of experts who can help quickly develop relevant software for the government,“ Chris White, the DARPA program manager behind the effort, said in a statement

Ihr sollt also anfangen eure eigene R&D-Community für die DARPA zu starten und ab jetzt direkt bei der Verbesserung der Matrix helfen. Echt nett!

Derzeit sind im Katalog 60 Projekte gelistet. Die meisten stehen unter einer BSD– oder ALv2-Lizenz.

Wie so oft bei denen, findet man unter den Projekten pathologisch verwendete Akronyme, die für irgendwelche abgefahrenen Programme stehen. Da gibt es z.B. LibNMF, das für high-performance, parallel library for nonnegative matrix factorization on both dense and sparse matrices steht. Oder wie wäre es mit SNAP, Stanford Network Analysis Platform? Vielleicht ist auch Neon interessant für euch: a framework that gives a datastore agnostic way for visualizations to query data and perform simple operations on that data such as filtering, aggregation, and transforms.

Ob dieser Katalog weitergeführt wird, ist vom Interesse abhängig. Ich denke wir brauchen so etwas nicht, die wirklichen Diamanten werden so nie erhältlich sein. Die DARPA entwickelt Dinge, die die Welt verändern. Und sie waren niemals gut darin, der Welt vorher zu sagen, was das sein würde. Und um Erlaubnis wurde bisher ebenfalls niemand gefragt.

Nun gut. Viel Spaß beim Weiterentwickeln der US-Streitmacht! Wasauchimmer.

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social-bar von spiegel online blocken

Meine Geduld diesbezüglich ist definitiv am Ende. Deshalb hier die zwei Regeln für eure Adblocker, damit diese dumme Social-Media-Bar bei Spiegel Online nicht mehr auftaucht:

www.spiegel.de##div[class=“top-poster“]
www.spiegel.de##div[class=“sticky-home-link article-function-social-media“]

Habe ich hier entnommen, ich danke dafür, war gleichzeitig mein erster geflattrter Beitrag.

In dem Artikel wird wohl Adblock Plus erwähnt/verwendet. Bitte nutzt dieses Plugin NICHT mehr, verwendet stattdessen Adblock Edge oder etwas vergleichbares Freies. Sascha Pallenberg läuft schon seit Monaten Sturm gegen die korrupten Macher von Adblock Plus, hier könnt ihr euch einlesen.

Mehr gibt es zu diesem Thema nicht mehr zu sagen, wir haben die Werkzeuge und wir werden sie auch benutzen. Es reicht.

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gps-koordinaten aus youtube-videos extrahieren

Die gute Oona Räisänen stammt aus Helsinki und ihr jüngter Hack ist ziemlich interessant: Sie hat es geschafft GPS-Koordinaten eines Helikopters aus einem öffentlichen YouTube-Video zu extrahieren.

Sie betreibt ein kleines Blog drüben bei Google Blogspot, wo sie das Prozedere vorstellt und das updatet sie auch regelmäßig: http://windytan.com/2014/02/mystery-signal-from-helicopter.html. [via]

Das war wirklich ein dummer Zufall: Dieses Video hat sie vorgeschlagen gekriegt. Es war eine Verfolgungsjagd in Kansas, eben mit einem Helikopter. Sie muss hier im linken Kanal etwas gehört haben, was einer Störung gleich kam, von der sie erst dachte, es sei der Motor des Hubschraubers. Als sie das näher untersuchte war es ein digitales Signal.

Sie war in der Lage das wohl vollständig zu isolieren und kam auf eine spezielle Technik der Frequenzmodulation: https://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzumtastung. Sie hat das Ergebnis gefiltert, bekam einen Datenstrom und analysierte dessen Inhalt. Bis auf drei Gruppen von Bytes waren alles konstante Werte. Wie sie auf Idee kam hier entweder die Orts-Telemetrie des Helikopters, Informationen einer Kamerarichtung oder Video-Zeitstempel zu vermuten wollte sie nicht näher erläutern. In jedem Fall sieht es so aus, dass sie sich sehr gut mit solchen Dingen auskennt.

Was in ihrem Beitrag folgt sind noch eine Reihe technischer Dinge, das Endergebnis war dies: Mit Hilfe von Google Earth konnte sie die zurückgelegte Flugstrecke des Helikopters komplett rekonstruieren. o.O Eine Grafik ist dort auch eingefügt.

Durch Leser-Feedback kamen sie wohl sogar auf den verwendeten GPS-Transmitter: Nucomm Skymaster TX, oder sehr ähnliches Gerät.

Warum ich das jetzt erzählt habe: Zum einen ist die Geschichte natürlich grandios, die zufällig gegebenen Umstände, eine Hackerin aus Finnland, die genau hinhört, das globale Überwachungssystem GPS. Zum anderen hat sie das ja mit einem Video auf YouTube gemacht. Das wird nicht das einzige Video sein, wo dies funktioniert. Was ist praktisch durch solche Hacks sonst noch herausfilterbar?? No one knows.

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honda stellt designs fuer 3d-drucker ins netz

Ich habe ja bereits ein paar Einträge zu 3D-Druckern gemacht. Der erste Beitrag von mir persönlich dazu stammt vom Oktober 2007. Darin führe ich bereits aus, dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Autos ausdrucken können wird.

Nicht mal 7 Jahre später ist der Gedanke mit Hilfe des japanischen Herstellers Honda Realität geworden:

honda nsx concept: 3d druckvorlage fuer eure drucker!

Was wir hier in klein sehen ist eine dreidimensionale Ansicht eines Honda NSX-Supercar-Konzepts vom letzten Jahr. Der steht euch/uns ab jetzt kostenlos zum Ausdruck zur Verfügung.

Honda kommt dabei der Community und dem Opensource-Gedanken entgegen: Die Designs stehen alle unter einer CC-4.0-Lizenz. Offener geht nicht, man kann Konzepte weiterreichen und sogar modifizieren(!). Das Format ist *.stl. Diese Dateien gibt es bereits seit 1989 und dient hauptsächlich Rapid Prototyping, dem Grundgedanken also heutiger 3D-Drucker.

[via]

Insgesamt hat Honda Modelle der letzten 20(!) Jahre ins Netz gestellt. Schaut es euch an, lohnt sich auch wenn ihr bisher keinen solchen Drucker habt, steht viel Wissenswertes dabei und wie die Grafik oben beweist kann man sich die Modelle auch einfach so mal schnell im Browser ansehen:

Das Honda 3D Design Archive – eine Downloadarchiv für Fahrzeugmodelle von Honda für den eigenen 3D-Drucker.

Sind auch knuffige Konzepte darunter, Honda versteht den Spaß dabei jetzt schon, wie es aussieht.

Anhand dieser Aktion lässt sich mittlerweile ganz gut nachvollziehen, was uns mit der 3D-Drucker-Technik bevorsteht. Das haben manche mehr, manche weniger verstanden. Ich selbst habe auch bereits im Artikel Ende 2007 beschrieben, dass man dies ebenfalls mit Möbeln machen können wird. Wir dürfen also gespannt sein, wer hier als erstes vorprescht.

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lego bauen mit google

Ja, ich weiß. Google ist nicht mehr das, was es mal war. Und LEGO verklagt dauernd alle, die Bilder im Internet weiterreichen.

Aber das Projekt ist bei eigenem LEGO-Hintergrund einfach zu reizvoll:

http://buildwithchrome.com/. [via]

Sind eben richtige LEGO-Steine, keine billigen Kopien oder ähnliches.

War in Australien bereits seit 2012 online und wurde auch von Google-Mitarbeitern dort entworfen. Bei uns erhältlich erst seit vorgestern.

Wie immer, wenn man sich eine Weile damit befasst: Suchtgefahr!

Ist ein Paradebeispiel, wie „Don’t be evil“ auch heute noch gültig sein könnte. Schön war’s.

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was erlaube tumblr!?

Vorhersehbar gewesen seit 252 Tagen:

neue tumblr-richtlinien

Hat sich den Scheiß jemand ganz durchgelesen? Wieso sagt mir mein Gefühl, dass es hier drin nichts gibt, was für uns seit der Übernahme von tumblr durch Yahoo zum Besseren gewendet wurde?

Ganz nett sind auch die „Features“, wenn man diese Bedingungen ablehnt:

tumblr nein danke

Vielleicht rege ich mich auch umsonst auf. Ich habe das nämlich nicht gelesen und werde es auch nicht. Wer weiß ob ich übermorgen noch Lust habe, dort was zu posten. Es lohnt sich immer etwas Eigenes aufzuziehen, sieht man ja jetzt wieder. Mich kotzt schon so eine Meldung an.

Für mich war tumblr New York, jetzt ist es nur noch ein Teil einer aufgeblähten hochgebuzzten New-Economy-US-Mega-Corporation, die seit Jahren jegliche Existenzberechtigung verloren hat. Und wer das nicht versteht, schaut euch bitte die Folien aus dem Fundus von Edward Snowden an und dann lasst uns nochmal über Yahoo diskutieren.

Gute Nacht.

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die evolution von malware

Was die vom Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie so den ganzen Tag machen würde mich ja brennend interessieren.

Ende Oktober gab es die Meldung, es wurde eine Art Trojaner aufgespürt, der „BadBIOS“ getauft wurde und der nicht damit aufzuhalten war sich zu verbreiten, selbst wenn Netzwerkverbindungen ausgeschaltet waren. Das Problem war dem Beobachter Dragos Ruiu allerdings da schon drei(!) Jahre bekannt, der hat das eben erst kürzlich veröffentlicht.

Die Frage hier war dauernd, wie so etwas möglich sein kann. Und dann biegen eben die vom FKIE um die Ecke und behaupten, rein zufällig einen Prototypen, oder eben die Idee dazu zu haben, wie so etwas in der Realität stattfinden kann:

Mit Mikrophonen und Lautsprechern in handelsüblichen Laptops, einem Audiosignal, das Menschen nicht hören können und das sogar über ein Mesh von Gerät zu Gerät wandert, mit einem maximalen Abstand zwischen einzelnen Geräten von immerhin 20(!) Metern.

Schon „lustig“.

Ars Technica hat, aus Gründen die mir nicht bekannt sind, das komplette Prozedere „verrafft“ und in einem ersten Artikel behauptet, die vom FKIE hätten diesen neuen Trojaner sogar erfunden. Das FKIE reagierte, nicht einmal angepisst, aber dass sie sich überhaupt genötigt sahen zu reagieren sagt schon Einiges aus, so:

„[…] Our mission is to strengthen security by the means of early detection and prevention of potential threats. The research on acoustical mesh networks in air was aimed at demonstrating the upcoming threat of covert communication technologies. Fraunhofer FKIE does not develop any malware or viruses and the presented proof-of-concept does not spread to other computing systems, but constitutes only a covert communication channel between hypothetical instantiations of a malware. The ultimate goal of the presented research project is to raise awareness for these kinds of attacks, and to deliver appropriate countermeasures to our customers.“

Die Frage ist am Ende, wer denn diese „Kunden“ sein sollen. Also die „Kunden“ bekommen dann Mittel an die Hand, solche Angriffe abzuwehren. Sucht man auf Wikipedia in deutschen Einträgen nach FKIE, gibt es keinen eigenen Eintrag. Doch scrollt man die Ergebnisse durch, findet man heraus:

„Fraunhofer-Institute FKIE und FHR, ehemals Forschungsinstitute der Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften FGAN in Wachtberg bei Bonn (Institute zur Erforschung neuer Radar- und Kryptoverfahren für militärische Anwendungen, finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Verteidigung[37][38][39])“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesnachrichtendienst#Andere_kooperierende_Dienststellen_des_Bundes

Soll ich jetzt zu schreiben aufhören, eigentlich hat sich das Geschwätz doch erledigt, oder!?

Und nur um mal ein Gefühl dafür zu kriegen, was dem Herrn Dragos Ruiu damals mit seinem Mac(!) passiert ist, das war nicht mal ein Window$-Rechner, dürft ihr euch jetzt selbst einlesen, was diese „Erfindung“ für die Gegenwart bedeutet. Ich verlinke erstmal nichts mehr. Die labern hier alle von „Zukunft der Malware“; Alter, das passierte dem Ruiu 2010, die lachen sich heute über diese Technologie den Ast ab bei der NSA und entsprechenden Schergendiensten.

B.N.W.

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sprache stirbt durch das internet

András Kornai ist mathematischer Linguist. Das ist ein cooler, aber sehr komplexer Beruf.

In einer seiner Studien, die er Ende Oktober publiziert hat, kam er zu dem Schluss, dass bisher weniger als 5% aller Sprachen auf der Welt, das sind derzeit immerhin fast 7.000, es bislang in das digitale Zeitalter geschafft haben.

In Zahlen: Das Internet repräsentiert von 7.000 Sprachen gerade einmal 280.

Das ist extrem verstörend.

Die UNESCO gehört zu den Institutionen, die für solche Fälle einen Atlas führt, ähnlich dem für gefährdete Tierarten. Von den 7.000 Sprachen, die es heute noch gibt, sind ohnehin fast 2.500 vom Aussterben bedroht. Da kommt diese Nachricht natürlich. Nicht. Gut.

Die Studie liegt oben im Original vor. Sie ist entsprechend lang und auch teilweise sperrig zu lesen, aber verdammt wichtig. Wer dafür keine Zeit hat, der kann auch den Artikel von Alex Mayyasi lesen, der zumindest den Versuch unternimmt das so zusammenzufassen, dass man es schnell aufnehmen: „Only 4% of Languages Are Used Online“, via priceonomics.com.

Schlusswort: Wäre man bitterböse, könnte man einfach behaupten: It was designed that way. Egal was man heute elektronisch macht, die Funktionen dazu liegen fast ausschließlich im englischen Original vor. Das betrifft Code, Hardware, das komplette Internet.

Der eigentliche Sinn allerdings damals, wenn man das Web betrachtet zumindest, war ein anderer. Es war nicht nur für eine Sprache entworfen worden. Wer das nicht glaubt, der soll sich den Zustand mal vor UTF-8 anschauen. Trotzdem deckt natürlich auch diese komplexe Zeichenkodierung nicht 7.000 Sprachen ab. Das kann sie niemals. Auch Nachfolger nicht.

Am Ende droht uns die komplette Verkrüppelung der Sprache, wenn sich dieser Trend am Ende durchsetzt. In dem Artikel steht, das erfolge in drei Schritten:

1) der Verlust der Funktion von Sprache (bereits beobachtbar beim weltweiten Handel)
2) der Verlust des Ansehens von Sprache (heute bereits bei der jüngeren Generation sicht- bzw. v.a. hörbar)
3) der Verlust der Sprachkompetenz (die junge Generation versteht die alte zwar noch, benutzt aber eine stark vereinfachte Version von Grammatik. Kennt jemand das Mem mit youre und you’re!? LOL, ROFL, ASL, anyone!? Eben)

Der Sprache droht das selbe Schicksal wie den Dinosaurieren. Die Frage ist, ob wirklich die Wichtigkeit für irgendwas oder irgendjemanden besteht, diesen Kometen abzuwehren.

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nique toi, gmail

Ich bin seit Oktober 2008* bei Gmail. Tatsache. Um ehrlich zu sein war das sogar meine erste Email-Adresse mit meinem Realnamen. Ich kam zu der Adresse, als das mit dem Email-Dienst noch in der Beta-Phase war und man nur eingeladen werden konnte. Das hatte damals eine PC-Zeitschrift für mich erledigt.

In den fünf* fast neun Jahren gab es allerdings noch nie diesen Fehler:

Nutzername/Password falsch
(Too many simultaneous connections. (Failure))

Mal davon abgesehen, dass Password hier nicht übersetzt wurde, diese Meldung bekomme ich seit heute morgen auf meinem Android-Smartphone. Einem Google-Betriebssystem. Perfekt.

Es gibt, bzw. gab dafür sogar einen Workaround. Den fand ich in einem vier Jahre alten Beitrag: Man loggt sich über das Web in sein Gmail ein und klickt unten rechts auf „Details“. Das öffnet ein Popup mit der Überschrift „Aktivität in diesem Konto“. Dort findet sich ein Button. Mit diesem kann man „unnötige IMAP-Verbindungen“ manuell trennen.

Habe ich gemacht. Gebracht hat es nichts. Die Meldung kommt weiterhin.

Ich kann auch den Button dort im Web-Interface nicht mehr sehen. Scheinbar geht dieser „Workaround“ nur einmal.

Es kann auch kaum sein, dass so dermaßen viele IMAP-Verbindungen gleichzeitig stattfinden, dass ich ausgesperrt werde. Was ebenfalls nicht Sinn gemacht hat war, dass die Apps auf Android sich trotz dieses Fehlers aktualisiert haben; der Zugang ist exakt der selbe…

Dass es nicht geht, ist für mich nicht mal entscheidend. Mich wundert nur, dass ich urplötzlich auf ein so altes Problem treffe. Andere Leute werden sich damit schlechter abfinden; Gmail wird v.a. in Firmen gerne und oft eingesetzt. Und wenn selbst dieser Tipp nicht funktioniert, dann macht keiner Patte. Am Ende nutzt auch keiner mehr Gmail (was man für wichtige Dinge ohnehin nicht sollte, wie wir heute wissen, ist hier jedoch nicht das Thema), ergo hat Big G nichts davon.

Übrigens hat ein komplettes Neueinrichten bisher ebenfalls nicht funktioniert, der selbe Fehler. Ich bin gerade Gmail-frei. Schönes Gefühl!

[Update I, 04.12.13]

*War mal wieder gelogen: Seit März 2005. Das Datum wurde online bei POP-Download gecheckt. Den gab es wohl erst ab da. Im Betreff steht heute noch: Gmail is different. Here’s what you need to know. Weiß ich spätestens seit heute…

[Update II, 05.12.13, 9:45]

Geht seit heute morgen wieder. Fehler ist weg, Client kann ganz normal verbinden. Verdächtig.

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00000000

… war 20 Jahre lang das „Passwort“ für das gesamte Minuteman-Nuklearwaffenarsenal der USA: „For Nearly Two Decades the Nuclear Launch Code at all Minuteman Silos in the United States Was 00000000“, via todayifoundout.com.

Denkt da mal darüber nach. Ich wünsche strahlende Träume.

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limitless

Whoaaa:

Hätte ich früher problemlos im ciphanet posten können, aber das gibbet ja nun nicht mehr.

„Limitless“ ist ein Graffiti-Zeitraffer-Video von sofles, selinamiles, drapl, finat_magee, butchdaddy und über Ironlak veröffentlicht.

Die haben eine komplette Halle zugebombt. Aber nicht einfach so, eben Stop-Motion-Style. Untermalt ist das Ganze mit künstlichen Dubstep-Beats, die besser hätten ausgewählt werden können.

Aber ich will nicht meckern. Schönes Stück Video. Ging in einer einzigen Woche bereits 4,9 Millionen Mal über die Bildschirme dieser Welt. Zurecht.

R.I.P. CIPHA.NET!

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wisoistkeinentanet.de

Hahaha: Das war ein Suchstring irgendwann in den letzten sieben Tagen bei zockerseele.com. 😀 Es kommen kaum interne Suchen zustande, bekomme aber einen Überblick jedes Mal beim Einloggen. Muss ich bisher übersehen haben. -.-

Eigentlich führt uns das zu einer Reihe philosophischer bzw. technischer Fragen:

1) Wenn kein Entanet is‘, wie kann man dann bei zockerseele.com suchen?
2) Wieso ist nur kein Entanet in DE?
3) Für was braucht man die deutsche Rechtschreibung eigentlich noch? Versteht ja jeder, was gemeint ist
4) Wieso sollen wir drüben bei einem Videogame-Medium wissen, wieso kein Entanet is‘?
5) Was ist überhaupt dieses Entanet und wozu ist das gut?
6) Kommt Entanet von Antenne?
7) Oder doch eher von Annette?
8) Wer ist Annette? Sieht die gut aus?
9) WISO ist auch eine Wirtschaftssendung im ZDF
10) Hat WISO das Entanet erfunden?

Das führt uns natürlich auch gleich zu ein paar Antworten:

Vor Juni 2013 hätte ich und viele Millionen anderer Menschen gesagt, wenn kein entanet.de ist, liegt das an der Telekom. Seit Juni 2013 liegt es wahrscheinlich an der NSA. Oder dem GCHQ. 50/50.

Ich persönlich hoffe, entanet kommt von Annette, die Bombshell, und dass sie mir möglichst bald über den Weg läuft.

Ja, das ZDF hat WISO erfunden, und das entanet gleich mit.

Hoffentlich konnte ich hier Klarheit schaffen. Ich kümmere mich wenigstens, wenn de mal wieder kein entanet hat. Hatte nämlich beim Schreiben dieses Textes auch keines und weiß bis heute nicht, für was man das braucht. Scheiß entanet.

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