intel: defective by design V

Un martillo y un Pentium
Oben: Zerstörte Intel-CPU, CCBYSA porras

Es gibt Artikel zu Linux, da schüttelst du als IT-Experte einfach nur noch den Kopf.

Oder auch mehrfach.

Alleine auch schon, wo die Fragestellung dazu herkommen soll.

Hier ist mal wieder so einer: „HOWTO make Linux run blazing fast (again) on Intel CPUs“.

Nichts davon, was hier an „Workarounds“ beschrieben wird, sollte man machen, weder auf einem Arbeitsplatz-PC, noch auf einem persönlichen.

Da reißen sich ein Jahr lang Entwickler weltweit den Allerwertesten auf, damit Meltdown, Spectre & Co. in den Griff bekommen wird, und dann sowas.

Der Artikel hier beschreibt, wie man jegliche Sicherheitsschranke ausschaltet, die ab Januar 2018 im Linux-Betriebssystem-Kern implementiert wurde. Das ist einfach nur eklig.

An Insider-Wissen spart der Artikel hingegen nicht.

So steht hier, dass man bei allen Kerneln vor Version 5.1.13 auf insgesamt 8 neue Sicherheits-Features kam (noibrs noibpb nopti nospectre_v2 nospectre_v1 l1tf=off nospec_store_bypass_disable no_stf_barrier mds=off). Ab Kernel 5.3.6 waren es schon 10 (nopti, kpti=0, nobp=0, nospectre_v1, nospectre_v2, spectre_v2_user=off, spec_store_bypass_disable=off, ssbd=force-off, l1tf=off, mds=off). Wie immer bei meinen Artikeln zu diesem Thema: hardwareseitig ist auch damit rein gar nichts gepatcht. Lediglich das eigene Betriebssystem bleibt sicher.

Ferner liefert der Artikel auch einen Vergleich der „Performance-Einbußen“, die sich mittlerweile leichter erstellen lassen als noch vor knapp zwei Jahren. Ergebnis: solange „SMT“ (simultanes Multithreading) aktiv bleibt, die eigentliche Wurzel des Problems (Marketingidiotensprech „Hyperthreading“), wird man diese weder sehen, noch spüren können. Schaltet man das Problem hingegen komplett aus, wozu beispielsweise Google vor wenigen Monaten riet, sind die Einbußen im Schnitt bei 10-15% Leistung. Das kann sich, je nach genutzter Anwendung, durchaus beim Arbeiten/Spielen bemerkbar machen.

Warum ich dem Artikel am Ende doch dankbar war, lag an zweierlei Gründen: man kann die Inhalte auch wundervoll als Satire lesen und sich daran erfreuen. Und es spricht Bände, überhaupt über die gegenwärtige IT-Situation, dass er überhaupt existiert (und sogar noch heute aktuell gehalten wird, das letzte Update war am 15.10.).

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